NORAH – Studie – Was sagt sie aus?

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Die NORAH – Studie beweist eindeutig die schädlichen Wirkungen des Fluglärms auf Gesundheit und Entwicklung

NORAH = Noise-Related Annoyance, Cognition and Health

Diese Studie untersuchte die Auswirkungen von Flug-, Straßen- und Schienenverkehrslärm auf Lebensqualität und Belästigung, Krankheitsrisiken, Schlaf, Blutdruck sowie die kognitive Leistungsfähigkeit und die Lebensqualität von Kindern.

Als Basis für die Berechnung der Lärmwirkungen wurden in einem gesonderten Studienteil aktuelle und vergangenheitsbezogene Lärmbelastungsdaten adressgenau für ca. 900 000 Adressen ermittelt.

Schwerpunkt der Studie war das Umfeld des Flughafens Frankfurt, es wurden jedoch auch Vergleichszahlen aus Köln/Bonn, Stuttgart und Berlin herangezogen. Weiterlesen

FRAPORT meldet Passagierrekord

Leserbrief zum FAZ Artikel: FRAPORT meldet Passagierrekord  von 60 Mio.vom 23.12.2015

Eigentlich ein Armutszeugnis für FRAPORT,  wollten sie doch gemäß dem für FRAPORT erstellten INTRAPLAN-Gutachten von 2006, die 60-Millionenmarke  bereits 2010 überschritten haben.

Stattdessen  liegen sie auch noch mit ca. 500.000 Passagieren unter den Zahlen des  in 2014 erstellen erneuten  INTRAPLAN- Gutachten.

Aber was macht FRAPORT nicht alles,  um mit geschönten Zahlen die Gerichte und die Politik zu überzeugen. Sie haben in der Vergangenheit zunächst  bis 2020 von jährlichen Zuwachsraten von 3,5% bis 4 % gesprochen und mit dem neuen Gutachten 2014  musste man diese auf 3% zurücknehmen, was sie immer noch nicht erreicht haben. Weiterlesen

Macht Fluglärm krank? Wie gut ist die NORAH Studie?

VV mit Prof Greiser 64aDer Schwerpunkt unserer November Vollversammlung war die kritische Betrachtung der NORAH-Studie.

Sehr anschaulich und erhellend legte Herr Prof. Greiser die Stärken und Schwächen dieser 9,85 9,85 Millionen Euro teuren Studie dar. Auftraggeber der Studie ist die Gemeinnützige Umwelthaus GmbH, eine 100%ige Tochter des Landes Hessen. Lesen Sie dazu den: Weiterlesen

Zur NORAH Seite und zur Hessenschau

Zur NORAH Seite mit ihren fünf Studienmodulen:

  1. Lebensqualität (Lärmbelästigung und Lebensqualität der Wohnbevölkerung)

  2. Krankheitsrisiken

  3. Blutdruckmonitoring

  4. Schlafstudie 2013

  5. Entwicklung (Wirkungen von Fluglärm auf kognitive Leistungen und Lebensqualität bei Grundschulkindern)

„Norah“ – Tiefflug über die Seele

sueddeutscheccw121Süddeutsche Zeitung 30-.10.2015 Thema des Tages

Tiefflug über die Seele

Herzinfarkt, Schlaganfall und Depression – die bisher
größte Lärmstudie zeigt, welche Gesundheitsrisiken in der
Nähe von Flughäfen auftreten. Eine laute Umgebung kann
die Psyche krank machen

Von Werner Bartens

Lärm stört nicht nur. Lärm macht krank und Lärm tötet. Menschen, die auf Dauer Verkehrslärm – besonders Fluglärm – ausgesetzt sind, leiden häufiger an Depressionen, Herzinfarkt, Herzschwäche und Schlaganfall. Ihr Schlaf ist beeinträchtigt und Kinder lernen im Umfeld von permanenten Lärmquellen, etwa in der Nähe von Flughäfen, langsamer. Weiterlesen

PRESSEERKLÄRUNG DER BIS ZUR NORAHSTUDIE

sachsenh schlaeft nicht

Zentraler Teil der Lärmwirkungsstudie NORAH ist wissenschaftlich nicht haltbar

Nicht alles in der heute vorgelegten Lärmwirkungsstudie NORAH ist aus Sicht der BIS zu beanstanden.

Nachvollziehbar und richtig ist, dass die Belästigungsquote, gerade durch Fluglärm, stark angestiegen ist. Auch die schon vorgestellten Ergebnisse, des sog. Kindermoduls unterstreichen unsere Forderungen nach Schließung der Bahn und einer notwendigen Lärmminderung.

Die Ergebnisse aber, die sich mit dem Einfluss auf nächtlichen Schlaf und auf den Bluthochdruck beschäftigen, sind nach Aussagen der Mediziner wissenschaftlich nicht verwertbar, ein Laie würde sagen:“ für die Tonne“. Während weltweit alle bekannten wissenschaftlichen Gutachten, außer einem, bisher bei dem Thema Bluthochdruck zu dem Ergebnis kommen, dass Fluglärm eindeutig Blutdruck steigernd und krankmachend ist, kommt die NORAH-Studie zu dem Ergebnis, dass das Risiko für Herz-oder Kreislauferkrankungen nicht erhöht ist. „ Das wundert uns keineswegs. Die Auftraggeber der Studie haben den Ausbau genehmigt bzw. durchgeführt haben und die gleichen Gutachter, die in der Schreckenbergstudie zu dem weltweit absurden und einzigen Ergebnis kamen, dass zunehmender Fluglärm, das Krankheitsrisiko mindert, wurden auch für die NORAH-Studie beauftragt. Da wundert es nicht, dass ein entsprechender Satz, dass nämlich z.B. Straßenlärm das Risiko halbiert, auch in der Studie steht,“ so Ursula Fechter, Sprecherin der BIS.

Besonders das Blutdruckmonitoring entbehrt jeder wissenschaftlichen Aussagekraft. Es gab hier nur eine Rücklaufrate von unter 7 %, d.h. exakt 844 Probanden. Die genau mit Bild vorgegeben Anleitung, dass man den Blutdruck über dem Hemdärmel messen soll, hat die die Mediziner fassungslos gemacht. Dass ein Blutdruck von 140/90 mmHg als normal angesehen wird, freut sicher viele Hochdruckpatienten, ist aber leider für die Kardiologen nicht haltbar. Weiter wurden die Messungen am Abend nicht mit einbezogen und alle Probanden mit Bluthochdruck in der zentralen Untersuchung ausgeschlossen.“ Kurz: Für die Epidemiologen bietet dieser Teil der NORAH-Studie weder einen repräsentativen Querschnitt, noch ist er wissenschaftlich auswertbar und haltbar.

„ Diese falsche Aussage wird aber nun von Fraport als Bestätigung für den Ausbau genommen und den Menschen in der betroffenen Region, die sich jetzt fragen, warum sie sich so aufregen, als Wahrheit verkauft. Dies darf keinesfalls so stehen bleiben. Daher werden wir als BIS auch weiter Aufklärung betreiben und auf unserer November Vollversammlung am 11.11.2015 um 19.30 in der Bergkirche der Dreikönigsgemeinde mit dem Epidemiologen Prof. Greiser eine Veranstaltung dazu machen“, so Fechter abschließend.

PRESSEERKLÄRUNG DER BIS ZUR FORSA-UMFRAGE VON FRAPORT

BI_Logo128_2013Forsa-Umfrage für Fraport zur Akzeptanz des Flughafenausbaus ist wertlos

„ Es ist schon problematisch, wenn der Verursacher eines Problems, die Anfrage zur Akzeptanz selbst in Auftrag gibt,“ so Ursula Fechter, Sprecherin der BIS. Völlig ohne Aussagekraft wird sie aber dann, wenn man die folgenden Tricks anwendet: Weiterlesen

FRAPORT beweist: Der Ausbau war sinnlos !!

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

Bitte stellen Sie sich vor, dass Ihr Nachbar jeden Morgen um 5 Uhr neben Ihrem Schlafzimmer seinen Motor-Rasenmäher anwerfen und bis nachts um 23 Uhr laufen lassen darf. Er hat dazu die Erlaubnis der zuständigen Behörde erwirkt, weil sein Rasenmähen im öffentlichen Interesse sei. Nach drei Jahren stellen Sie fest, dass er überhaupt keinen Rasen neben Ihrem Haus besitzt. Zur Rede gestellt, erklärt er, dass seine persönliche Lage es ihm auch in den nächsten sechs Jahren unmöglich macht, einen Rasen anzulegen. Allerdings besteht er darauf, auch weiterhin jeden Morgen um fünf Uhr den Motor-Rasenmäher anzuwerfen und bis 23 Uhr laufen zu lassen, weil ihm das zusagt. Auch weist er auf die hohen Beschaffungskosten des Motor-Rasenmähers hin, der sich ja amortisieren müsse.

Unvorstellbar, oder ? Das ist gegen jeden gesunden Menschenverstand.

Warum wurde dann aber laut Planfeststellungsbeschluss im Dezember 2007 der Ausbau des Frankfurter Flughafens genehmigt?
Man hatte dafür drei Gründe:

  1. Die Flugbewegungen sollten bis 2020 erheblich ansteigen
  2. Die Zahl der Passagiere sollte sich bis 2020 erheblich erhöhen
  3. Der Bau sollte hunderttausend neue Arbeitsplätze schaffen

Folie01Damit würde ein öffentliches Interesse an dem Ausbau bestehen.
Inzwischen  wurde nachgewiesen, dass alle drei Argumente auf Fehlprognosen beruhen und falsch sind!! Dies lässt sich anhand der von Fraport selbst veröffentlichten Zahlen nachweisen. Entscheidend ist hierbei eine Berechnung aus dem Planfeststellungsbeschluss, die als sog. Prognose-Nullfall-Berechnung aufzeigte, welche Steigerungsmöglichkeiten es ohne Ausbau bis zum Jahr 2020 gäbe. Die eigenen Zahlen von Fraport belegen, dass sie bis zum Jahr 2014 ausgereicht hätten. Laut den neuesten Prognosen für die Flugbewegungen reichen sie auch bis zum Jahr 2020. Die neue Landebahn und der Bau von Terminal 3 sind daher überflüssig. Die im Auftrag der Landesregierung durchgeführten Bedarfsanalysen bestätigen dies noch einmal nachdrücklich.

Sehen Sie in einer Präsentation die Prognosen und die Wirklichkeit bei den Flugbewegungen und den Passagierzahlen (Teil 1)
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