Konzert unter lautem Himmel

Das Wetter war schön und die Flugzeuge laut als am Sonntag die zweite Veranstaltung der Bürgerinitiative Sachsenhausen vor dem 10. Jahrestag zu Eröffnung der Nord-West-Landebahn stattfand.
Das Motto der Veranstaltung am Jacobiweiher war „Konzert unter lautem Himmel“ und sollte demonstrieren, wie der unnötige Fluglärm nicht nur die Gesundheit sondern auch Kunst und Kultur beeinträchtigen. Dazu hatte die BIS ein Bläsertrio der Musikhochschule eingeladen, die mit Flöten und Fagott einen wunderbare Auswahl  klassischer Musikstücke spielten. Das Repertoire ging von der kleinen Nachtmusik von Mozart über Sonaten von Bach bis zu Marias Wiegenlied von Max Reger.
Viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter der BIS waren in den Wald gekommen, aber auch viele Passanten blieben stehen und ließen sich von der Musik verzaubern, auch wenn die überfliegenden Flugzeuge das Motto der Veranstaltung dröhnend unterstrichen..
Die Musikerinnen und der Musiker, Claudia Warth (Flöte), Lena Nagai (Fagott) und Juanin De Ildefonspo Garcia (Flöte), bedankten sich anschließend für die Möglichkeit, nach der schwierigen Corona Zeit wieder einmal auftreten zu können und die BIS bedankte sich für das Konzert in der Hoffnung, dass der Fluglärm nicht wieder so stark zunimmt, wie vor der  Corona Krise.

Stopp den Bau von Terminal 3

Frankfurter Bürgerinitiativen (F.B.I.) fordern erneut den Stopp des
Baus von Terminal 3
Umsteigen – bevor der Bau zum Milliardengrab wird

Die Pressemeldungen, wonach Fraport den Flugsteig G am Terminal 3 zwar fertig
stellen, jedoch „in ruhenden Betrieb“ nehmen wolle, nimmt das Bündnis der
Frankfurter Bürgerinitiativen (F.B.I.) zum Anlass, erneut den Stopp des Baus des
Terminals 3 zu fordern.

Die Planung und der Baubeginn des Terminals 3 war von Beginn an begleitet von
deutlicher Kritik. Selbst der größte Anteilseigner der Fraport AG, das Land
Hessen, stellte in der vom Hessischen Wirtschaftsministerium im Jahr 2015
vorgenommenen Bedarfsprüfung für das Terminal 3 fest, dass die Prognosen der
Verkehrsentwicklung am Flughafen für die Jahre 2004 – 2014 sehr weit von der
Realität abwichen (Flugbewegungen: Plan + 27 %, Ist – 1,7 %). Die
Planungsgutachten enthalten keinen Nachweis, dass die verwendeten Modelle
zumindest für die Vergangenheit richtige Ergebnisse geliefert hätten
(Kalibrierung). Weiter wird festgestellt, dass es Alternativen zum Bau von
Terminal 3 in Form von Erweiterungen/Ertüchtigungen an den bestehenden
Terminals 1 und 2 gäbe, die einen möglichen Anstieg der Flugbewegungen
abfangen könnte. Ein solcher Anstieg ist jedoch bis zum „Vor-Krisenjahr“ 2019
nicht eingetreten.

Genauso wenig, wie die Landebahn Nord-West aufgrund der niedrigen
Flugbewegungen genutzt werden muss, so überflüssig ist für das F.B.I. der Bau
des Terminals 3. Das F.B.I. fordert daher erneut die Stilllegung der Landebahn
Nord-West sowie eine sinnvolle Umnutzung des Terminals 3.

Eine Fehlinvestition rechne sich nicht dadurch, dass man sie für Jahre auf Eis
lege. Die Wahrheit sei, dass Fraport mit dem Bau von Terminal 3 eine Investition
für 4 Milliarden in den Sand setze. Der voraussichtlich in 2022 fertiggestellte
Flugsteig G, der in einen Winterschlaf fallen solle, um später wieder zum Leben
erweckt zu werden, sowie das vorrausichtlich 2026 fertiggestellte Terminal 3
könnten sich aber zum Milliardengrab entwickeln, befürchten die Bürgerinitiativen.
Den Baukosten stünden nur in eingeschränktem Umfang Einnahmen gegenüber,
da die Luftverkehrswirtschaft zurzeit selbst nicht mit einem schnellen Anstieg des
Luftverkehrs rechne.Geschäftsreisen werden vermutlich auf Dauer nur noch reduziert stattfinden und durch Videokonferenzen ersetzt. Urlaubsreisen werden im Hinblick auf die Klimakrise verantwortungsvoller geplant. Viren können sich bekanntermaßenbesonders schnell durch Interkontinentalreisen verbreiten. Welchen Mutationendes Coronavirus in Zukunft noch auf uns zukommen, wissen wir noch nicht. Das alles wird sich mittel- und langfristig auf den Luftverkehr auswirken.

Und das Argument, dass man ja zur Finanzierung keine staatliche Hilfe in
Anspruch genommen habe und damit dem Steuerzahler nicht schade, ist ein
Trugschluss. Das Unternehmen Fraport ist mehrheitlich in öffentlicher Hand. Die
Investitionskosten, die mit entsprechenden Abschreibungen in einer
Größenordnung von mehr als € 200 Mio. p.a. sowie erheblichen laufenden
Betriebskosten verbunden sind, belasten das Ergebnis der Fraport AG. Wegen
der nicht auskömmlichen Einnahmen aus den oben genannten Gründen wird
Fraport vermutlich auf Jahre hinaus sowohl an das Land als auch an die Stadt
Frankfurt keine Dividende zahlen kann und schadet damit letztendlich auch den
Steuerzahlern

Was passiert, wenn man an einem sinnlosen Projekt festhält, zeigt sich am
Beispiel von Kassel Calden, das jedes Jahr hohe Verluste einfährt. Fraport kann
es mit dem Stopp des Baus von T 3 und der Stilllegung der Landebahn Nord-
West besser machen.

Konzert unter lautem Himmel

Konzert unter lautem Himmel

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

schon immer wurde auch im Wald Musik gemacht und gefeiert. Heute stören die über den Frankfurter Süden dröhnenden Flugzeuge  uns nicht nur beim Besuch der Gottesdienste sondern beeinträchtigen auch  Kunst und Kultur.  Wie angekündigt findet daher nach dem Gottesdienst unter lautem Himmel am Sonntag, den 19. September um 15 Uhr die zweite BIS-Veranstaltung zum Thema 10 Jahre Landebahn statt.  Das Trio Luna, drei Musikerinnen aus der Musikhochschule, werden neben der Oberschweinstiege ein kleines Konzert geben. Der genaue Standort ist von dort ausgeschildert. Auch an diesem Ort stört seit der Wiedereröffnung der Nord-West-Landebahn der Fluglärm die Ruhe des Waldes. Mit dieser Aktion wollen wir auch darauf hinweisen, welche große Belastung die Nord-West seit ihrer Eröffnung vor 10 Jahren war und warnen, dass es nicht wieder so laut werden darf wie in der Vor-Corona-Zeit. Wir würden uns freuen , wenn die jungen Musikerinnen viele Zuhörerinnen und Zuhörer hätten.

Viele Grüße

Die BIS Sprecher

Direktkandidaten auf dem Prüfstand

Presseerklärung der Bürgerinitiative Sachsenhausen
Am 26. September ist die Bundestagswahl und spätestens dann muss man seine Wahlentscheidung treffen. Die Parteiprogramme oder der Wahl-O-Mat können dabei helfen. Aber das betrifft vor allem die einzelnen Parteien, die zur Wahl stehen, d.h. die Zweitstimme. Was ist aber mit den Kandidaten aus dem eigenen Wahlbezirk? Setzen er oder sie sich für unsere Probleme vor Ort ein? Im Frankfurter Süden ist seit langem neben den klimaschädlichen Auswirkungen des Luftverkehrs auch der damit verbundene der gesundheitsschädliche Fluglärm ein zentrales Thema. Wenn auch durch Corona zur Zeit reduziert ,soll der Flugbetrieb laut Planung der Luftverkehrsindustrie wieder stark ansteigen. Wir haben daher jeden der Direktkandidaten für den Frankfurter Süden zu diesem Thema online interviewt und das entsprechende Video ins Netz gestellt. Im Gegensatz zu einer Podiumsdiskussion, bei der man meist nur mit wenigen Sätzen auf ein Thema eingehen kann, hatten die Kandidaten hier jeweils 15 Minuten um sich und ihre Pläne für den Fluglärmschutz zu präsentieren.

Maximilian Zänker ( Volt):
„Die Klimakrise und die Pandemie haben gezeigt, dass wir bezüglich des weiteren Ausbaus (Terminal 3) und Hub auf jeden Fall umdenken müssen.“ „Im Koalitionsvertrag in Frankfurt …geht’s um eine langfristige Ausweitung des Nachtflugverbots, idealerweise von 22:00 bis 06:00Uhr und um eine konsequente Ahndung von Verletzungen diese Nachflugverbots.“
Zum Video mit Maximilian Zänker
Notwendiges Passwort: u#p*E71g

Omid Nouripour (Grüne):
„ Die Menschen müssen vor dem Lärm geschützt werde. Überall das gibt es seit Jahren Studien, es muss nur etwas passieren.“
Hier kommen die Interessen der Beschäftigen und der Anwohner im negativen Sinne zusammen“. . . Ein Beispiel dafür, wie die Lärm- und Schadstoffbelastung ….zunimmt und gleichzeitig der Faktor Arbeit gefährdet wird.“

Zum Video mit Omid Nouripour
Notwendiges Passwort: $Ri38%@X

Bettina Wiesmann ( CDU)
„Auch der Frankfurter Süden profitiert natürlich auch wirtschaftlich von der Standortqualität hier, trotzdem muss an dem Standort viel getan werden, dass die Belastungen möglichst erträglich sind und auch mittelfristig weniger werden“.
„Wir brauchen Kapazitäten am Frankfurter Flughafen, um uns im internationalen Wettbewerb behaupten zu können; das ist die Logik der Ausbauentscheidung“

Video mit Bettina Wiesmann
Notwendiges Passwort: Y^7XpR!G

Kaweh Mansoori (SPD)
„Was mich besonders geärgert hat, war die Ansiedlung von
Ryanair am Frankfurter Flughafen . …. Hier kommen die
Interessen der Beschäftigen und der Anwohner im negativen
Sinne zusammen“…. Ein Beispiel dafür, wie die Lärm- und
Schadstoffbelastung ….
„Es gibt jetzt eine historische Chance, einerseits die Belange der
Beschäftigten für sichere Arbeitsplätze und andererseits den
Belangen der Anwohner in dem Sinne zusammenzubringen,
dass wir in eine Diskussion über eine Transformation des
Flughafens eintreten müssen.“
Zum Video mit: Kaweh Mansoori
Notwendiges Passwort: DqR58u7$

Achim Kessler (LINKE)

„Aus gesundheitlicher Sicht kann ich nur sagen, der Flugverkehr
muss zurückgedrängt werden.“… Der unvermeidbare muss reduziert werden auf die Tagstunden.“
„Die steuerliche Bevorzugung bzw. indirekte Subventionierung
des Flugverkehrs durch die Kerosinsteuer usw. muss beendet
werden. Diese staatlichen Milliardensubventionen gehören auf
den Müllhaufen der Geschichte“

Zum Video mit Achim Kessler
Notwendiges Passwort: *0x6$E9k

Für Rückfragen:
Friedemann Scheld, Tel. 0173 -6520511
Ursula Fechter, Tel 0172-6661861

Gottesdienst unter lautem Himmel

Gottesdienst unter lautem Himmel

Dreikönigsgemeinde und Bürgerinitiative Sachsenhausen laden ein.

 Der Goetheturm ist wieder aufgebaut und Veranstaltungen unter freiem Himmel möglich, ein guter Grund um wieder einmal den Gottesdienst unter lautem Himmel zu feiern. Die Dreikönigsgemeinde mit Pfarrerin Alves-Christe und die Bürgerinitiative Sachsenhausen laden daher am Sonntag, den 12.9.2021 um 14 Uhr zu einem Freiluftgottesdienst am Fuße des Goetheturm ein. Seit 2011 ist nun schon die neue Landebahn in Betrieb, die die Menschen im Frankfurter Süden stark beeinträchtigt. Pfarrerin Alves-Christe berichtet, dass sie nach der Eröffnung der Bahn “ bei Segenswünschen am Grab gegen das laute Dröhnen anbrüllen und dem Geheule der Flugzeugmotoren den Vortritt lassen musste.“ Zwar ist in der Corona Zeit der Lärm zurück gegangen, aber so laut wie vorher darf es nicht wieder werden. Darauf wollen wir bei diesem Gottesdienst, der unter den geltenden Corona-Regeln stattfindet, hinweisen. Der Gottesdienst unter lautem Himmel ist die erste Veranstaltung der Bürgerinitiativen Sachsenhausen bis zum 21.10., dem 10-jährigen Bestehen der Nord-West-Landebahn. Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme.

Sprecherkreis der BIS

 

DEMO an der Nord-West-Landebahn

Bevor die NW-Landebahn am 1. Juni, pünktlich zur Jahreshaupteversammlung von Fraport völlig unnötigerweise wieder in Betrieb genommen wurde, hatte das FBI zu einem Lärmspaziergang an der Piste eingeladen. Jürgen Lamprecht, der Sprecher des FBI hat darüber Folgendes berichtet.:

Lerchengesang dringt von der Landebahn Nord-West an unser Ohr, ein Milan hat die Lufthoheit über den Betonpisten …
Am Zaun der Nord-Westlandebahn am sogenannten Spotter-Point unweit der Feuerwache 3 versammeln sich zwischen 40 und 50 Menschen. Sie kommen aus den Anliegergemeinden des Frankfurter Flughafens, insbesondere aus den Frankfurter Bürgerinitiativen von Oberrad, Sachsenhausen, Niederrad und Schwanheim. Die meisten sind bei dem frühlingshaften Wetter mit dem Fahrrad gekommen.
An der Aussichtsplattform sind Transparente angebracht: „Keine Kurzstreckenflüge – Flüge unter 600 km untersagen!“ – „Aufforstung ist Klimaschutz“ – „Kein Fluglärm“ – „Keine Luftschadstoffe“. Die gelben Fahnen des Bündnisses der BIs (BBI) bestimmen das Bild.
Uschi Fechter, Wolfgang Heubner und Jürgen Lamprecht vom Frankfurter Bündnis (FBI) weisen noch einmal eindrücklich darauf hin, dass diese Landebahn, wie auch Terminal 3 und weitere Ausbaupläne raumunververträglich sind und durch nichts zu begründen.
In ihren Redebeiträgen fordern sie erneut, die Schließung der Landebahn Nord-West, einen Stopp des Ausbaus von Terminal 3, eine Decklung der Flugbewegungen, die Verlagerung von Kurzstreckenflügen auf die Bahn und natürlich die Ausweitung des Nachtflugverbotes auf 22 Uhr bis 6 Uhr. Frei werdende Slots dürften nicht neu vergeben werden, Billigfluglinien nicht angeworben werden.
Dies alles zum Schutz der seit Jahrzehnten von Lärm und Schadstoff geplagten Menschen der Region und nicht zuletzt der künftigen Generationen.
Gegen Ende der Veranstaltung sind die Lerchen wieder zu hören, der Milan zieht noch immer seine Kreise. Wie lange noch?!
Jürgen Lamprecht
BI Niederrad/Frankfurter Bündnis der BIs (FBI)

Bilder dazu werden noch veröffentlicht.

Was trägt die Luftverkehrsindustrie eigentlich zum Klimaschutz bei ?

BDL Online-Briefing Luftverkehr und Klimaschutz

Dies ist eine Kurz-Zusammenfassung des Online-Seminars

….oder vielleicht doch nicht ?

Das waren die Referenten:
Sebastian Dreyer, Leiter Parlaments- und Regierungsbeziehungen des BDL
TOP 1 Einführung zum „Masterplan Klimaschutz im Luftverkehr Matthias von Randow

Hauptgeschäftsführer des BDL

TOP 2 Darstellung von Klimaschutzaktivitäten der Lufthansa Gruppe Annette Mann

Leiterin Corporate Responsibility Deutsche Lufthansa

TOP 3 Der Weg zum CO2-neutralen Betrieb des Flughafens Frankfurt

 

Teilnehmer: ca 100

Alexandra Zimpelmann

Bevollmächtigte des Vorstands der Fraport AG

 Masterplan Klimaschutz im Luftverkehr

  • Vor der Pandemie betrug der CO 2 Anteil in Europa 2,8 %
  • Der weltweite Klimaeffekt beträgt 3,5 – 5 %, BDL gibt zu, dass die Kondensstreifen ( 80 % durch Flugzeuge) mit den Zirren einen erhebliche Klimaeffekt haben, Lösung wäre höher zu fliegen.
  • ICAO hält sich an das Kiotoprotokoll vom 1997 und an das Pariser Abkommen 2016
  • Dazu gibt es folgende Instrumente:
  • Technik
  • Organisation
  • Bepreisung

 Technik: Flottenmodernisierung angestrebt, LH steigt um von 4 auf 2-Strahler, 10 neue Langstreckenflugzeuge . Treibstoff reduzieren .LH verfolgt 12 Projekte für nachhaltige Flugkraftstoffe ( elektro-, wasserstoff nur für Kurzstrecken möglich)

Organisation

Angeblich sind schon 2/3 der Inlandsflüge sog. Umsteiger Flüge und kein Lokalverkehr . Es gibt einen Aktionsplan zur Verkehrsverlagerung mit der DB ( den sollte man erfragen) . Angeblich gehen schon jetzt die Passagiere bei 3 Stunden Fahrt auf die Schiene. Es gibt keinen Konkurrenzkampf mit der Bahn, sondern Intermodale Zusammenarbeit, um die Anschluss Zeiten zu koordinieren ( Anschluss Sicherheit) und das Einchecken des Gepäcks ( Gepäckprozesse) schon am Bahnhof zu ermöglichen. Konkret nachgefragt, handelt es sich aber um einen realistischen Zeitraum von 5-10 Jahren)

Bepreisung

Hinweis von BDL, dass es in BRD MWST für Flüge gibt ( nicht gesagt wurde, dass dies nur für Inlandsflüge gilt). Fehlende Besteuerung von Kerosin wegen Wettbewerbsverzerrung ( angeblich steigen die Leute dann auf ausländische Airlines um ) , dafür gibt es die Kompensation über die Luftverkehrssteuer.

Über Corsia , das ist die Abkürzung für Carbon Offsetting and Reduction Scheme for International Aviation sollen  Kompensationzahlungen der Airlines für Umweltprojekte finanziert werden. Außerdem berechnet z.B. myclimate Flugrechner die Menge an CO2-Emissionen. Dies wird aber nur zögernd angenommen.

Fazit

Am Thema Klimaschutz kommt auch die Luftverkehrsindustrie nicht vorbei. Es gibt viele Pläne , Partnerprojekte , wie z.B. mit der DLR. Über neue Flugzeugtypen und alternative Flugkraftstoffe versucht man zum Klimaschutz beizutragen. Eine Reduzierung der Flugbewegungen ist nicht im Programm. Vom Flieger auf die Schiene wird zwar verfolgt, aber mit Hinweis auf die fehlende DB Infrastruktur in die Zukunft verschoben. Trotz allem scheint das Thema Kurzstreckenflüge ein offenes Problem für die BDL zu sein, da es in den Medien aktuell thematisiert wird. Auf meine diesbezügliche Frage ist Herr von Randow zum Schluss noch einmal extra darauf eingegangen. Fraport selbst begnügt sich damit, den Flughafen selbst ( Gebäude und Vorfeld) klimaneutral zu machen. Meine Frage nach der Möglichkeit eine Steuerung über die Flughafenentgelte ( incentive-Programme) Kurzstrecken unattraktiv zu machen, wurde nicht mehr beantwortet.

Ursula Fechter

 

 

 

 

Rede anlässlich der WH-Demo am 21.10. 2020

Wie wir alle wissen, hat die Corona-Pandemie die  massiven Beschränkungen  bis zum Lock-down ausgelöst und die Politik hat dabei die Gesundheit der Bürger vor alle anderen Interessen gestellt, was wir befürworten, denn die Gesundheit ist eines der höchsten Güter ,die wir besitzen.

Deshalb vorab ein paar Hygiene-Verhaltensregeln.

Sehr geehrte Stadtverordnete und Magistratsmitglieder der Stadt Frankfurt am Main                             liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter, sowie alle von dem Flughafen Frankfurt und dessen hemmungslosen Ausbau betroffenen Bürgerinnen und Bürger,

Die durch den Corona-Virus angestoßenen Beschränkungen und Reiserestriktionen, haben uns vor Augen und Ohren geführt, wie schön das Leben ohne bzw. mit stark vermindertem Fluglärm und Schadstoffen sein kann. Man wird zurzeit nicht jeden Morgen um 5:00 Uhr von den ersten Flugzeugen geweckt, sondern von den Vögeln, die wir wieder im Garten zwitschern hören. Außerdem können wir weitgehend frei durchatmen, ohne sofort einem Hustenanfall zu erleiden, denn die Schadstoffbelastung hat sich hierdurch erheblich verringert. Somit war und ist die Corona Krise ein vom Himmel gefallender, wunderbarer Feldversuch, der die Belastungen des Flugverkehrs offenbart hat.

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Kurzanalyse zu den Fraport Geschäftszahlen 3. Quartal 2020

Kurzanalyse zu den Fraport Geschäftszahlen 3. Quartal 2020.

Die Geschäftszahlen der Monate März bis September 2020 sowie die Zahlen des 3. Quartals 2020, zeigen deutlich die massiven Auswirkungen der Corona Pandemie. Im September 2020 lagen die Passagierzahlen trotz beginnender Herbstferien bei ca. -83,9 % und die Flugbewegungszahlen bei ca. -63,7 %. In der letzten Juli Woche lagen die Passagierzahlen bei nur noch ca. -80 % gegenüber 2019 und die Flugbewegungszahlen bei ca. -66 %. 

Fraport bezieht dies allein auf die Corona-Pandemie und führt aus: -Die COVID-19-Pandemie hat die Geschäftszahlen des Flughafenbetreibers Fraport in den ersten neun Monaten des Jahres massiv belastet. Der Konzern-Umsatz ging um mehr als die Hälfte zurück-. Dabei verschweigt Fraport bewusst, dass in den ersten 2 Monaten 2020 die Passagierzahlen bei -2,3% und die Flugbewegungszahlen bei -2,9% lagen, also noch nicht wirklich von Corona geprägt. Die ersten 2 Monate folgten dabei nur dem im letzten Quartal 2019 begonnenen Trend, bei dem die Passagierzahlen bereits im November 2019 gegenüber dem Vorjahr negativ waren und die Flugbewegungszahlen schon bereits seit Oktober 2019 negativ waren Hierbei spielten die Klimaschutzdebatte und das Thema Flugscham bereits eine wichtige Rolle, welche dann durch die Corona Pandemie noch massiv verstärkt wurde.

Umsatzentwicklung

Im 3. Quartal 2020 lag der Umsatz 406,9 Mio. € oder bei –61,9 % gegenüber 2019. In den ersten neun Monaten 2020 lag der Umsatz bei insgesamt 1.317,5 Mio. € dies entspricht einem Minus gegenüber dem Vorjahr von -1.534,7 Mio. € oder ca. -53,8%. Das Minus ist nur deshalb nicht so hoch, weil die ersten beiden Monate 2020 wie oben angeführt noch relativ normal waren.

EBIT

Hier lag das EBIT im 3. Quartal bei -360,8 Mio. € oder bei -677,0 Mio. € gegenüber dem Vorjahr und in den ersten neun Monaten 2020 bei -716,9 -Mio. € oder -1.255,6 Mio. € gegenüber dem Vorjahr.

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