Verschiebung der Eröffnung von T3 auf 2023

Pressemitteilung
Einerseits mit Erstaunen, anderseits haben wir es nicht anders erwartet, haben wir die Pressemitteilung der FRAPORT AG vom 08.09.2016 zur Kenntnis genommen, dass sie die Ausbauaktivitäten zum Terminal 3 in eine eigene „FRAPORT Ausbau Süd GmbH“ auslagern werde. Nachdem bereits vor einigen Jahren mit dem Vorbereitungen für das Terminal 3, begleitet von einem großen Team von Projektplanern, der Albert Speer & Partner GmbH , begonnen wurde, waren die Verlautbarungen von FRAPORT immer, voll im Zeit-und Kostenplan zu sein. Mit dieser Umstellung gibt FRAPORT klar zu erkennen, dass es doch nicht so gut läuft. Die Probleme am T3 scheinen jetzt schon so gewaltig zu sein, dass man diesen Schritt gehen muss, und dafür noch einen eigenen Hochbauprojekt-spezialisten als Chef einstellen muss. Damit liegt dann die Verantwortung in der neuen Gesellschaft. Traut man dem bisherigen Planungsbüro und Herrn Amann, den man erst vor einem Jahr wieder zurück zu FRAPORT geholt hat, nichts mehr zu?
In der Pressemitteilung wird dann – ganz am Schluss – nebenbei darauf hingewiesen, dass sich der Fertigstellungstermin von T3 auf das Jahr 2023 verschiebt. Wie will FRAPORT bis dahin die Abwicklung der Passagiere garantieren?
Laut FRAPORT-Vorstand können mit den bestehenden Terminals 1 und 2, ca. 64 Mio. Passagiere abgefertigt werden. Gemäß der schon nach unten korrigierten vorgelegten INTRAPLAN-Prognose aus dem Monat Oktober 2014 – und diese hält FRAPORT immer noch für richtig – sollen es aber in 2020 71,1 Mio. und bis 2023 75.2 Mio. Passagiere sein. Wenn das tatsächlich so wäre, gäbe es für Fraport ein Debakel. Aber die Wirklichkeit sieht anders aus, dies zeigen die 61 Millionen Passagiere aus 2015 und die aktuell zurückgehenden Passagierzahlen 2016. Der Bau von Terminal 3 ist überflüssig.
Die aktuellen Zahlen von 2016 sprechen hier eine eindeutige Sprache. Bereit fünf Monate in Folge fallen die Verkehrszahlen am Frankfurter Flughafen. Im Gegensatz zu der Entwicklung in Deutschland und Europa
August 2016 Jan. bis Aug. 2016
Passagiere: – 5% – 1,7%
Flugbewegungen: -2,3 % – 1,5%
Cargo: – 0,1% + 0,7%
FRAPORT lässt sich immer neue Begründungen einfallen und neben der Türkei werden jetzt auch Tunesien und Ägypten erwähnt, dabei sind die beiden letztgenannten Länder schon seit Jahren auf tiefstem Niveau, was die Flüge dorthin anbelangt. Dies sind alles nur Nebelkerzen, um von den eigentlichen Problemen abzulenken. Etliche Manager diverser Fluggesellschaften aber auch die DFS haben bereits erkannt, dass das Wachstumspotential im Luftverkehr im Bereich der Billigflieger liegt und die großen Drehkreuze stagnieren werden. Aber wie reagiert FRAPORT darauf? Herr Schulte hat bereits vor 4 Monaten auf der Hauptversammlung zugeben müssen, dass der Frankfurter Flughafen Auslastungsprobleme hat und man deshalb auf die Billigflieger zugehen will. Damit werden dann die Bereiche Aviation und Ground Handling auf Dauer in die roten Zahlen rutschen und der Bereich Retail & Real Estate, der im ersten Halbjahr bei einem Gesamtergebnisanteil von über 65 % lag, wird ebenso in Mitleidenschaft gezogen. Wann sind FRAPORT und die Politik bereit, das bisherige Geschäftsmodell zu überdenken? Denn alle von FRAPORT bisher vorgelegten Prognosezahlen sind schlichtweg falsch und wurden so angesetzt um den Ausbau zu rechtfertigen, weil sich FRAPORT und Teile der Politik damit ein Denkmal setzen wollten.
Es ist an der Zeit, dass FRAPORT endlich die ganze Wahrheit auf den Tisch legt, sodass daraus entsprechende Konsequenzen gezogen werden können (und müssen) bevor es zu spät ist und der Steuerzahler einspringen muss.
Wolfgang Heubner
Sprecher der BIS Bürgerinitiative Sachsenhausen

Pressemitteilung zur Halbjahresbilanz Fraport

BI_Logo128_2013Nachdem die Halbjahres-Finanzzahlen von FRAPORT vorliegen, versuchen FRAPORT und Herr Schulte noch etwas Positives aus den Zahlen zu interpretieren und Begründungen zu finden, warum sich das Ergebnis verschlechtert hat, bzw., geben an, dass sich durch Veränderung des Konsolidierungskreises, Verkauf von 51% der FCS, Frankfurt Cargo Services in 2015 und Verkauf der Air-Transport IT Services, der Konzernumsatz eigentlich um 1,6% erhöht habe.

Dass aber die Verkehrszahlen am Frankfurter Flughafen mittlerweile seit 4 Monaten rückläufig sind, wird nur im Nebensatz erwähnt und Herr Schulte lässt über den Bundesverband der Luftverkehrs-betriebe (hier ist er Präsident) verbreiten, dass der positive Trend der Luftfahrtindustrie um Deutschland einen Bogen mache. FRAPORT selbst veröffentlicht in seinem Halbjahresbericht, dass die Passagierentwicklung in den ersten 6 Monaten in Deutschland um 3,3 % und  in Europa um 3,8% angestiegen, bei FRAPORT  jedoch  um -0,9% gefallen ist. Der Bogen wird also in erster Linie um den Frankfurter Flughafen gemacht. Um aber von den eigenen gravierenden Mängeln abzulenken, haben FRAPORT und die Luftfahrtindustrie ein anderes Feindbild in den Vordergrund gestellt, nämlich das Nachtflugverbot und die Luftverkehrssteuer. Beides hat aber nichts bzw. nicht direkt mit der Entwicklung der Verkehrszahlen (Passagiere, Flugbewegungen und Cargo) zu tun.

Hier die Entwicklung der Verkehrszahlen im ersten Halbjahr 2016 an den  Flughäfen Frankfurt, München, Berlin und Köln/Bonn hier(einschl. Juli)

Passagiere     Flugbewegungen          Fracht

Frankfurt (bis Juli)       -1,1%             -1,3%                           +  0,7%

München                   +2,3%              + 2,5%                          + 4%

Berlin Total               +11,0%            + 9,3%                            + 0,3%

Köln Bonn (bis Juli)   ca. + 11%       + 1,6%                                k.a.

Hamburg                >  2%                 +/- 0 %                                    > 13 %

Da muss sich FRAPORT fragen lassen, wieso fallen wir so aus dem Rahmen?  U.E. liegt es an dem falschen Geschäftsmodell von FRAPORT, man hält eisern an der Weiterentwicklung der HUB- Funktion fest, obwohl der Trend  eindeutig zu Direktflügen tendiert (in Frankfurt ist z. B. der Anteil der Transitpassagiere in 2014 von 55% auf 60% in 2015 gestiegen). Darüber hinaus zählt für FRAPORT nur Wachstum, Wachstum und nochmal Wachstum. Es geht nur um Quantität und die Qualität leidet massiv darunter. Bei dem 60 millionsten Passagier hat man im Dezember einen großen  Event veranstaltet, aber am 22. Juli 2016 war man aufgrund bestimmter Wettereinflüsse, wie sie am Frankfurter Flughafen immer wieder eintreten können, nicht in der Lage einen geregelten Flugverkehr zu garantieren und die entsprechende Betreuung der Passagiere zu gewährleisten. Trotz dieser negativen Zahlenentwicklung will man unbedingt am Bau des Terminals 3 festhalten, obwohl der Flughafen bereits heute Auslastungsprobleme hat. Denn Herr Schulte hat auf der Hauptversammlung angekündigt, dass FRAPORT Billigflieger anwerben muss, um die Auslastung zu gewährleisten. Das damit eine Abwärtsspirale der Flughafenentgelte  in Frankfurt eingeleitet wird, will FRAPORT nicht wahrhaben. Daneben hat aber FRAPORT den Antrag gestellt, die Flughafenentgelte ab 2017 zu erhöhen zu dürfen.

Was muss denn noch alles geschehen, damit FRAPORT und insbesondere die Politik als Anteils-eigner die Reißleine ziehen, damit die Belastungen der Anwohner, die bereits heute schon zu groß sind, drastisch reduziert werden, so Wolfgang Heubner, Sprecher der BIS Bürgerinitiative Sachsenhausen.

Lärmwehrfest – Umwidmung des Landwehrwegs

Ab 16 Uhr strahlte die Sonne. Kein Wunder, wenn man die Kirche an seiner Seite hat. Die gemeinsame Veranstaltung der BIS mit der Bergkirche zur Umwidmung des Sachsenhäuser Landwehrwegs in LÄRM-WEHR-Weg war ein großer Erfolg. Bis zu 200 Gästen erfreuten sich an der Musik von  Steve und Leo Collins, und der Trommelgruppe REZAMINKA. Besonders kreativ war die Gestaltung der Banner , die anschließend am Glockenturm angebracht wurden. Das Turmgebet mit Pfarrerin Frau Alves-Christe und die Vorstellung der Bücher zum Widerstand gegen den Flughafenausbau durch die Herausgeber Wilma und Dirk Treber und Walter Keber rundete das Fest ab. Für das leibliche Wohl sorgten die vielen Kuchenspenden und die fleißigen Helfer am Grill. Alle Fotos wurden uns freundlicherweise von dem Fotografen der Bewegung Walter Keber zur Verfügung gestellt.

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Lärmpausenmodell

Lärmpausenmodell
Am Montag den 30. Mai 2016, will Tarek Al-Wazir das Lärmpausenmodell nach der einjährigen Probephase als festes Modell freigeben.
Er wird dies als Erfolgsmodell darstellen, aber das Lärmpausenmodell ist und bleibt eine Mogelpackung, denn die Summe des Lärms bleibt für jeden Anrainer des Flughafens immer gleich. Wenn nämlich der Frankfurter Süden in der Regel zwischen 22 und 23 Uhr keinen direkten Fluglärm von der Nordwest Landebahn abbekommt, so wird die Nordwest Landebahn in den direkten Zeiten davor, deutlich mehr frequentiert und die betroffenen Bürger werden mit mehr Lärm zugemüllt. Weiterlesen

Lobbyarbeit der VHU zerstört die Rhein-Main-Region

Pressemitteilung

Das der Frankfurter Flughafen für die Region eine wichtige Institution darstellt, bleibt unbenommen. Aber in seiner jetzigen Größe ist er für die Region bereits heute überdimensioniert und die einhergehenden Belastungen für die Bevölkerung zu groß.
Die Entwicklung der Verkehrszahlen des Flughafens geben hierfür ein klaren Bild ab. Weiterlesen

Montagsdemo die 176.

alexleute768x547hund0007Der BIS-Bus fährt sie zur 176 Montagsdemo!

  • 17:15 Uhr: Bergkirche der Dreikönigsgemeinde Sachsenhäuser Landwehrweg 157,
  • 17:25 Uhr: Bushaltestelle Bischofsweg (Lerchesberg)
  • 17:30 Uhr: Bushaltestelle Stresemannallee / Mörfelder Landstr. ( Nähe Shell-Tankstelle )
  • 17:32 Uhr: Bushaltestelle Oberforsthaus Niederrad

So geht leise!

Der 19. INTERNATIONALER  TAG GEGEN LÄRM stand unter dem Motto “So geht leise!” Im Rahmen einer Mahnwache wies die BIS und SPD Fraktionsmitgliedern auf die unhaltbare Situation unter dem Fluglärmteppich der FRAPORT hin.

Unsere Uschi . . .

fest07shlwwegfechterVon welcher Koalition die Stadt Frankfurt bis 2021 regiert werden soll ist bislang noch nicht klar. Wer die ehrenamtlichen Mitglieder der SPD in der Stadtregierung sein sollen ist noch nicht entschieden.
Als ehrenamtliche Stadträtin gesetzt ist aber in jedem Fall die prominente Flughafenausbaugegnerin Ursula Fechter. Sie gehört nicht der SPD an, hatte aber auf ihrer Liste kandidiert. Über sie ist bei den Sozialdemokraten im Römer derzeit nur höchstes Lob zu hören: „Ein absoluter politischer Profi“.
Schreibt die Rundschau.