Airbus sieht keine Pflicht zur Rückzahlung der A380-Darlehen

Wie geht das denn?
Der eine glaubt er würde sein Geld zurückbekommen, der andere weiß genau, dass er nicht zahlen muss! Jetzt wäre es hilfreich, wenn die beiden Parteien einen Vertrag hätten, in dem sie, zwecks Klärung, ein bisschen rum lesen könnten. In unserem Fall gibt es anscheinend nichts zum Lesen.
Wie muss man sich die Kreditvergabe zwischen Airbus und der Bundesrepublik Deutschland vorstellen? Wedelte der Airbus-Hausierer an der Haustür des Ministers mit ein paar Gutachten, es sei dringend und für einen „guten Zweck“? Hunderttausende Arbeitsplätze seien gefährdet, die anderen hätten bereits unterschrieben und der Minister wolle doch nicht schuld sein, wenn…..
 
Worum ging es?
Die (US dominierte) Welthandelsorganisation (WTO) verbietet Subventionen, die zu Wettbewerbsverzerrungen führen können. Zinsgünstige rückzahlbare Darlehen von bis zu einem Drittel der Entwicklungskosten erlaubt die WTO jedoch. Mit jeder Auslieferung eines A380 sollte der Kredit zurückbezahlt werden. Bei diesem Drittel könnte es sich um etwa 4 Milliarden gehandelt haben. Von der knapp 1 Milliarde, die aus Deutschland kamen, stehen noch 600 Millionen aus. Hätte Airbus 750 statt 250 Flieger ausgeliefert hätte es mit der Rückzahlung möglicherweise gekappt. Jetzt erfährt die Bundesregierung, dass sie sich an so etwas wie eine Venture-Capital-Finanzierung beteiligt habe. Leider habe sich das Risiko realisiert. Gruß und Kuss, die Airbus-Industrie.
 
Wie kann das sein?
Geht es um Luftfahrt vermittelt man dem Bürger phantastische Zahlen und grandiose Zukunftsaussichten. Abgesichert werden diese Perspektiven durch wissenschaftlich fundierte Gutachten. Die jeweilige Planung wird alternativlos dagerstellt.
Nach einige Jahre und bei perspektivischer Betrachtung, stellt sich Ernüchterung ein.
 
Exemplarisch dafür steht die A380 Wartungshalle in Frankfurt, wo bekanntlich der Glücksbringer sein Zuhause haben sollte.
 
Fünf Kommunen, der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND) sowie private Anlieger klagten gegen die Waldrodung und dem anschließenden Bau der Halle vor dem Hessischen Verwaltungsgerichtshof (VGH) in Kassel.
 
Der VGH sah die FFH-Richtlinien durchaus. (Lebensraum des Hirschkäfers und der Bechsteinfledermaus).
 
Das Land argumentierte mit der Bedeutung des Lufthansa Heimat-Flughafens, seiner Drehkreuz Funktion und wie könnte es anders sein, mit der Schaffung „zukunftsorientierter Arbeitsplätze“.
 
Die FFH-Richtlinie lassen Ausnahmen im öffentlichen Interesse zu. Es wurde also gebaut. Rückblickend erkennt man, dass die fünf Kommunen, der BUND sowie private Kläger richtig lagen. Aber wen interessiert das, wenn die Fakten geschaffen wurden.

DerStandard – Airbus-Chef sieht keine Pflicht zu Rückzahlung von A380-Darlehen
DerStandard – Aus für Airbus A380 könnte Deutschland noch teuer kommen
Die Zeit – Airbus bleibt wohl Hunderte Millionen Euro aus Staatskrediten schuldig

Schöne Bescherung – Der A380 hat die Zukunft hinter sich

Der größte Feldherr aller Zeiten ist bereits hinlänglich bekannt. Dank der FRAPORT Plakatwerbung lernten wir ihn im Juni 2004 kennen. Der größte Airbus aller Zeiten. Er sollte am Airport sein neues Zuhause finden. Bescheren sollte er der Region, da war sich FRAPORT ganz sicher, beste Zukunftsaussichten.

Wie so oft ist das mit den „Bescherungen der Zukunft“ und den Prognosen so eine Sache. Als vor zwölf Jahren der Großraumjet A380 in Dienst gestellt wurde, galt er als das Non-Plus-Ultra der Passagierluftfahrt. Medial wurde er umjubelt, bewundert und bestaunt, ob seiner großen Fenster, seiner Geräumigkeit und leise sei er auch.

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„Schluß aus – Jetzt Reicht’s“ stand handschriftlich auf dem Plakat, das im Osthafen-Gebiet  zu sehen war. Schluß aus – Airbus Industrie schloss sich dieser Forderung an und wird die Produktion nach Auslieferung der letzten Bestellungen beenden. Weiterlesen

Tesla – Ilusionen Dämmerung

muenchhausenw2Das Batterie-Auto fördert den Flugverkehr, um nur einen Aspekt aufzugreifen. Wer mit seinem Verbrennungsmotor-Auto nicht mehr in den Urlaub fahren kann, wird öfters in den Urlaub fliegen und fliegen ist die umweltschädlichste Art der Fortbewegung. Wie kommt man eigentlich auf die Idee, ein Batterie-Auto könnte umweltfreundlich sein?  Ganz einfach, man betrachtet das Batterie-Auto nicht perspektivisch, sondern man selektiert den Punkt, der geeignet erscheint, ein vorgegebenes Konzept günstig zu kommunizieren. Weiterlesen

Ryanair streicht Flüge auch von Frankfurt – monarch ist platt

till spiegelAch so – wegen “Schwierigkeiten bei der Planung des Jahresurlaubs“ der Piloten fallen bis Ende Oktober 2100 Flüge aus. Zwischen November und März werden, laut Ryanair, europaweit etwa 18.000 Flüge ausfallen. 400.000 Passagiere haben bereits gebucht. Welchen Kunden hat sich Fraport da geangelt?

Ein Direktflug nach London kostet bei Ryanair und Genossen 7,99 Euro, 12 Euro, 18 Euro, 19 Euro oder 27 Euro. Im Fraport-Parkhaus kosten 61 Minuten 10 Euro.

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Elektroauto? „…man muss dran glauben“

muenchhausenw2Elektroauto? „…man muss dran glauben“
Teil 2/3

In Politik und Medien wird das Elektroauto als Heilbringer gefeiert. Welche Auswirkungen wird das Elektroauto tatsächlich haben? Was passiert, wenn sich das Batterieauto durchsetzen sollte? Ist ein Batterieauto ein vollwertiges Familienauto, mit dem ich in den Urlaub fahren kann? Erreicht man mit dem Elektroauto nicht genau das Gegenteil, von dem was man vorgibt verbessern zu wollen?

Fördert das Elektroauto etwa den Flugverkehr?

Betrachten wir uns ein Elektro-Familienauto genauer.

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Flughafen Betreiber Fraport? „. . . man muß dran glauben“

man muss wFlughafenbetreiber Fraport? „…man muss dran glauben“

Teil 1/3
Jeder kennt die Gretchenfrage:
„Das ist nicht recht, man muss dran glauben.“ sagt Gretchen zu ihrem Heinrich, als sie ahnt, dass dieser etwas glaubt, was er nicht glauben darf.

Sind wir nicht alle ein bisschen Gretchen?
Wir Deutschen sind romantisch, haben jahrtausendealte Märchen und hundert Jahre alte Narrative. Wir haben ein öffentlich-rechtliches Mediensystem und 100 Zeitungsverlage mit Vollredaktionen – man muss dran glauben.
Fraport betreibt einen Flughafen – man muss dran glauben.
Oder baut sich Fraport eine Stadt und begründet ihre Bautätigkeit mit wachsendem Flugverkehr?
Gutachten sahen eine Zunahme des Luftverkehrs. Dies begründete den Bau der Landebahn. Aus heutiger Sicht waren die Prognosen durchweg falsch. Es gab keine Zunahme des Luftverkehrs. Es gab keine hunderttausende neuer Arbeitsplätze. Weiterlesen

FRAPORT Hauptversammlung 2017

BI_Logo128_2013Hauptversammlung FRAPORT am 23.05.2017
Mein Name ist Wolfgang Heubner, ich bin Kleinaktionär, Diplom Kaufmann und Personaler und wohne seit fast 40 Jahren im Frankfurter Süden.
Meine Themen umfassen: Personalfluktuation, FRAPORT Prognosen und T 3,
Die Fragen dazu habe ich am Schluss meiner Rede zusammengefasst und werde Sie Ihnen überreichen.
Sehr geehrter Dr. Herr Schulte,
sehr geehrter Herr Weimar,
sehr geehrte Damen und Herren,
Lufthansa wollte die Nordwestlandebahn, FRAPORT hat sie gebaut und FRAPORT hat dafür Lufthansa RYANAIR beschert!
Fluktuationsrate
Ich komme erneut zum dritten Mal auf einer HV auf die hohe Mitarbeiterfluktuation bei FRAPORT zu sprechen. Ein qualifiziertes Maschinenbauunternehmen würde bei einer solchen Fluktuationsrate längst in die Pleite gestürzt sein. Weiterlesen

Neues vom LCCT

till spiegelDas was jetzt allgemein bekannt wird, veröffentlichten wir bereits am 10. November  2016. Erinnern wir uns, da gab es einmal ein Genehmigungsverfahren. Erinnern wir uns an das Mediationsverfahren, die Raumordnung, die Planfeststellung. Erinnern wir uns, mit welchen Argumenten, welchen Gutachten und Prognosen der Ausbau als alternativlos dargestellt wurde. Erinnern wir uns an die begleitende Werbung von Fraport? Auf Außenplakaten konnte man beispielsweise lesen „Die Eintracht darf nicht absteigen und der Flughafen auch nicht“. 

Stellen wir uns einmal vor Fraport wäre bei der Genehmigung bei der Wahrheit geblieben beziehungsweise die Gutachten und Prognosen wären in ihrer Gesamtheit zutreffend gewesen. Wie wäre die Genehmigung ausgefallen, wenn Fraport gesagt hätte, dass die Passagierzahlen eher zurückgehen werden, aber in 2017 versucht wird von anderen Flughäfen Billigflieger mit Rabatten anzulocken? Weiterlesen