Über Dr. Ursula Fechter

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MONTAGSDEMO AM 13. MAI

Gute Arbeit – Faire Bedingungen“ist das Motto der  kommenden Montagsdemo am 13.05.2019, um 18:00 Uhr, Terminal 1.

OB Feldmann und Ver.di werden unsere Gäste sein!„Arbeitsbedingungen am Flughafen“ und die „Billigfliegerei“ sind ihre Themen.  

Und beim Rundgang gibt es 3 Stopps – bei jedem Stopp spricht jemand von Ver.di.   

Bitte bringt Zeit mit, die Demo wird länger als sonst dauern! Sie ist bis 19:30 Uhr angemeldet

Die Frage: gibt;s die Montagsdemos eigentlich immer noch ?, wird häufig gestellt. Zeigen wir , dass es so ist !!!!! Kommt zahlreich.

Zukunft Rhein-Main: Gewerkschaft Verdi zu Gast bei der BBI-Montagsdemonstration

Wie gefährlich ist die Erhöhung der Rückenwindkomponente

Aus Sicherheitsgründen müssen Flugzeuge immer gegen den Wind starten oder landen

International wird eine Rückenwind von 3 Knoten allerdings noch toleriert. Frankfurt hat aber seit 1999 ein Ausnahmegenehmigung für 5 Knoten. Diese Ausnahmegenehmigung bezeichnet man als Rückenwindkomponente. Dies bedeutet eine zusätzliche Belastung für Frankfurt.

In der Fluglärmkommission wird seit neuestem jetzt aber diskutiert, die Rückenwindkomponente auf 7 Knoten zu erhöhen. Zur Begründung wird die Tatsache herangezogen, dass aus den Kommunen im Westen des Flughafens mehr Beschwerden kamen. Wir beobachten schon seit geraumer zeit, dass die Fluglärmbeschwerden aus Frankfurt zurückgegangen sind. Dies könnte die fatale Folge haben, dass der Eindruck entsteht, die Frankfurter hätten sich mit dem Fluglärm abgefunden. Es ist daher wichtig, dass die Fluglärmbeschwerden aus Frankfurt wieder zunehmen.

sir fordern daher alle Fluglärmgeschädigten auf, sich wieder bei Fraport zu melden, und ihre Beschwerden einzulegen. Es ist ganz einfach und gibt zwei Möglichkeiten für eine Beschwerde: Entweder über die Seite der DFLD oder aber für alle Frankfurter noch einfacher über die Stabsstelle für Fluglärmschutz. Wir müssen diese Möglichkeiten nutzen, bevor es zu spät ist.

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Vollversammlung im März

Sehr geehrte Mitstreiterinnen und Mitstreiter

Am Mittwoch, den 13.März 2019, findet unsere nächste Vollversammlung statt. Wir freuen uns mit Ihnen über folgende Themen zu diskutieren.

  • Infos zur Mahnwache am Tag gegen Lärm am 24.04.2019 17:00 bis 18:00 Uhr auf dem Römerber
  • Infos zu den von der Stabstelle Fluglärmschutz initiierten 2 Ultrafeinstaubmessstationen
  • Petition gegen Kurzstreckenflüge >>openpetition.de/!kurzstreckenflugverb<<
  • Fluglärmbeschwerden und die Erhöhung der Rückenwindkomponente auf 7 Konten.
  • Mögliche Verfassungsbeschwerde gegen die abgelehnte Revision zur Entscheidung des hessischen Verwaltungsgerichts gegen den Ausbau des Flughafens
  • Info` s zum Frankfurter Klima-Aktionstreffen vom 06.03.2019
  • Anregungen der Bürger zu Aktionen.

Ort: Bergkirche der Dreikönigsgemeinde,
Sachsenhäuser Landwehrweg 157
Zeit: 19.30 Uhr

Gottesdienst unter lautem Himmel

kircheLiebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,
am Sonntag, den 11.6. um 13 Uhr findet zum zweiten Mal am Goetheturm ein Gottesdienst unter lautem Himmel statt. Der Gottesdienst wird organisiert von der Dreikönigsgemeinde zusammen mit der Bürgerinitiative Sachsenhausen BIS. Pfarrerin Frau Alves-Christe, eine der engagiertesten Unterstützerinnen  im Kampf gegen den Fluglärm, wird die Predigt halten. Seit Jahren kann die BIS die Bergkirche der Dreikönigsgemeinde für die monatliche Vollversammlung nutzen. Straßenfeste, Demonstrationszüge oder Ausstellungen  waren gemeinsame erfolgreiche Veranstaltungen. Lasst uns auch gemeinsam mit dem Besuch zu diesem Gottesdienst nicht nur gegen die unerträgliche Lärm- und Schadstoffbelastung  demonstrieren, sondern auch unseren Dank an die Kirche für die jahrelange Unterstützung ausdrücken. Wir freuen uns auf Euren Besuch. Unterstützung haben wir auch von Obernbürgermeister Feldmann, der ein  Grußwort sprechen wird. Einzelheiten stehen in dem beigefügten Flyer.
Herzliche Grüße
Der Sprecherkreis der BIS

Predigt – 5 Jahre unter der Einflugschneise

alves-christePredigt im Gottesdienst zum Thema: „5 Jahre unter der Einflugschneise“

am 23.10.2016 in der Bergkirche (Pfarrerin Silke Alves-Christe)

Liebe Gemeinde!

Als ich vor 3 ½ Jahren zum ersten Mal gebeten wurde, bei einer der Montagsdemonstrationen im Terminal 1 eine Rede zu halten, da hatte ich damals als Bibeltext die 10 Gebote gewählt und hatte versucht, deutlich zu machen, was dieser grundlegende Text des jüdischen wie des christlichen Glaubens an wegweisenden Worten zu dem entstandenen Konflikt, zu der quälenden Überflugbelastung zu sagen hat.

Ich möchte heute, am Sonntag nach dem 5. Jahrestag der Einweihung der Nordwest-Landebahn, die für viele Menschen eine so große Belastung in ihr Leben gebracht hat, erneut die 10 Gebote mit Ihnen betrachten. Dazu bitte ich Sie, im Gesangbuch unter der Nummer 806.1 den Kleinen Katechismus Martin Luthers aufzuschlagen und jeweils das Gebot mit Martin Luthers Erklärung zu lesen.

Ich werde dann zu jedem Gebot zunächst vortragen, was ich damals im Flughafen gesagt habe und dann das, was ich heute hier in der Kirche dazu ergänzen möchte.


 

  • Das erste Gebot:

Ich bin der Herr, dein Gott.

Du sollst nicht andere Götter haben neben mir.

Was ist das?

Wir sollen Gott über alle Dinge

fürchten, lieben und vertrauen.

Viele Wirtschaftsunternehmer unserer Tage haben einen erstaunlich festen, unerschütterlichen Glauben. Sie glauben unbeirrbar an ein nicht endendes Wachstum. Weiterlesen

Predigt von Frau Pfarrerin Alves-Christe

Gottesdienst unter lautem Himmel am 19.07.2015 am Goetheturm
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Predigt Pfarrerin Silke Alves-Christe

Liebe Gemeinde!
Vor gut 6 Wochen haben wir Fluglärmbetroffene, wir Flughafenausbaugegner, etwas ganz Besonderes erlebt.

Wir, die wir uns als wenig beachtete Minderheit oft nicht wirklich ernst genommen fühlen mit unserer Not, wurden vom Frankfurter Oberbürgermeister – und gegen den erklärten Willen des Kirchendezernenten unserer Stadt – in den Kaisersaal des Römers eingeladen, zu mehreren sehr interessanten Vorträgen zum Thema Flughafenausbau und zu Wein und Laugengebäck. Als ich den guten Tropfen vom Weingut der Stadt Frankfurt in Hochheim genoss, kam ich mir vor wie in eine biblische Geschichte versetzt. Im Neuen Testament finden sich mehrere Erzählungen, wo gerade Menschen, die sonst am Rand stehen, zu einem Festmahl eingeladen werden (das ist durch und durch biblisch und ganz im Sinne des Jesus von Nazareth) – und wie die, die sich für rechtgläubig halten, diese Einladung sehr kritisch beäugen. (Auch diese Erfahrung ist mehrfach biblisch bezeugt.)

Ich will diesen Vergleich jetzt nicht vertiefen oder gar überstrapazieren, wichtiger ist mir, was ich aus dem Vortrag von Prof. Singer, der dort im Zentrum stand, neu gelernt habe. Bisher dachte ich immer, der Grund für diesen ungebändigten Flughafenausbau, der so vielen Menschen sehr einschneidende, quälende Probleme bereitet, sei Profitgier und Wachstumswahn und das Überordnen materieller Vorteile über das Wohl von Menschen. Das spielt natürlich alles auch mit, aber Prof. Singer hat im Vergleich mit dem Flughafen London Heathrow, der mit nur zwei Bahnen deutlich mehr Flüge abwickelt als Frankfurt mit inzwischen vier Bahnen, deutlich gemacht, dass schon die Startbahn West quer zu den beiden älteren Bahnen, ein unkluger Planungsfehler war. Aber im Grunde war es bereits ein unkluger Planungsfehler, die ersten beiden Bahnen zu nah aneinander liegend zu bauen. Mit der neuen, vierten, weit entfernt liegenden Bahn hat sich nun das Gebiet, das verlärmt wird, noch einmal um ein beträchtliches Maß vergrößert. Dass so weite Teile des Rhein-Main-Gebiets von Lärm überzogen werden, hat seinen Grund darin, dass die Bahnen dieses Flughafens nicht sinnvoll angeordnet liegen, sondern im Gegenteil so weiträumig verteilt sind, dass besonders viele Menschen in einem besonders weitläufigen Gebiet von den startenden und landenden Flugzeugen gequält werden. Bei einem so stadtnahen Flughafen mitten im Ballungsgebiet ist solch ein Fehler einfach fatal. Die Quintessenz dieses ganz besonderen Abends im Kaisersaal war für mich:

Dass wir eingesperrt hinter verschlossenen Fenstern schlafen und leben müssen, dass wir unsere Gärten und Balkone nicht nutzen können, dass dieses wunderschöne Erholungsgebiet um den Goetheturm seinen Erholungswert verloren hat, dass Beerdigungen vom Dröhnen der Flugzeuge gestört werden, dass wir von einer ständigen Überflugbelastung terrorisiert werden, ja all diese unzumutbaren Qualen, die man uns antut, haben ihren Grund nicht in einer dringenden wirtschaftlichen Notwendigkeit, sondern vor allem in einer Reihe von unklugen Planungsfehlern.

Nicht erst die neue Landebahn mit der Verlärmung riesiger Wohngebiete war eine gravierende Fehlplanung, sondern dieser Fehlplanung gingen schon andere Fehler voraus. Und ich kann nur immer wieder meinen Satz zur neuen Landebahn wiederholen: Eine Fehlplanung wird nicht dadurch richtig, dass sie teuer war.

Was richtig oder falsch ist, entscheidet sich doch nicht nach den Geldsummen, die dafür verschleudert wurden! Es entscheidet sich daran, ob Menschen in Frieden leben können.

Die meisten Menschen, mit denen ich spreche, sehen diesen Fehler, halten ihn aber nicht für korrigierbar, weil es sich um einen zementierten und betonierten Fehler handelt.

Was für ein fataler Irrtum!

Das, was dieser Fehler bewirkt in uns Menschen, an unserer Gesundheit, in der Entwicklung unserer Kinder, das ist doch viel schwerer korrigierbar. Und mehr und mehr Studien zeigen, dass es dringend geboten ist, zu handeln zum Wohl der belasteten Menschen.

Einen betonierten, zementierten Fehler kann man viel leichter korrigieren als die Folgeschäden bei den Menschen. Aber einen betonierten und zementierten Fehler kann keiner korrigieren, der ein Herz hat hart wie Beton, ein Herz, in dem die Gewinnmaximierung und die Geschäftszahlen so fest zementiert sind, das nichts sonst Platz hat.

Dass anfangs über 2000, jetzt immer noch 500 Menschen Montag für Montag im Terminal demonstrieren, dass sie sich seit mehr als 3 ½ Jahren jede Woche, so schwer es ihnen auch fällt, auf den Weg machen, um zu zeigen, dass sie diese Belastung nicht aushalten können, dass sie so wirklich nicht leben können, das kann nur einer übersehen und überhören, der ein Herz hat fest wie Beton, hart wie Zement. Die Bibel nennt das ein Herz aus Stein und ruft immer wieder zur Umkehr, zur Neubesinnung, zur Sinnesänderung auf: Kehret um, kehret um, und ihr werdet leben. So werden wir nachher bei den Fürbitten singen.

Das erste, was Jesus öffentlich gepredigt hat, war genau dies: Kehrt um, kehrt um von euren falschen Wegen.

Martin Luther hat das übersetzt mit den Worten: Tut Buße! Und leider ist mit diesem altertümlichen Wort Buße auch der Sinn abhandengekommen, der aber gar nicht altertümlich ist, sondern hochaktuell.

Buße heißt wörtlich übersetzt: Sinnesänderung, Umdenken, Umkehr.

Fehler korrigiert man nicht, indem man sie mit neuen Fehlern vertuscht.

Fehler korrigiert man, indem man innehält und nachdenkt, nicht immer nur vordenkt, sondern prüfend zurückschaut auf die eigenen Entscheidungen und Handlungen und vor allem auch auf ihre Auswirkungen auf andere Menschen.

Einen Fehler zu erkennen und einzugestehen, mag unmodern sein, aber es ist im Grunde eine viel höhere Leistung als – ohne nach rechts und links zu schauen – von einer Fehlentscheidung zur nächsten zu eilen.

Letzteres kann jeder, aber nachdenken, umdenken, sich selbst und seine Taten selbstkritisch betrachten, den Mut haben, sich mit Betroffenen ins Gespräch zu begeben, statt sie als Schreihälse zu belächeln, und die Bereitschaft, zu Sinnesänderung und Umkehr – das braucht wirklich menschliche Größe.

Ich wünsche mir Politiker und Firmenchefs, die dazu das Herz haben. Ich wünsche mir weise Menschen, nicht nur schlaue, nicht nur geschäftstüchtige und durchtriebene.

Ändert euren Sinn, kehrt um, so werdet ihr leben – und dem Leben dienen statt dem Geld. Amen.

Gottesdienst unter lautem Himmel

Gottesdienst unter lautem Himmel ein großer Erfolg

794Angesagt waren laut Wetterbericht Regen, Hagel und Sturm, doch die Bergkirche der Dreikönigsgemeinde, die BIS und die Familien gegen Fluglärm hatten Glück bei dem von ihnen veranstalteten Freiluftgottesdienst am Sonntagmittag.  Keine Regenwolken, dafür aber laute Flugzeuge über dem Goetheturm. Die über 160 Besucher des Gottesdienstes konnten sich daher in Anwesenheit des Stadtdekans Achim Knecht ein Bild von der unhaltbaren Lärmbelastung, der wir jeden Tag ausgesetzt sind, machen. Der unkonventionelle Gottesdienst mit einer hervorragenden Predigt von Frau Pfarrerin Alves-Christe, einer mitreißenden musikalischen Begleitung von Steve Collins und einer Polonaise vor dem Goetheturm zu einem fröhlichen Kirchenlied, war kurzweilig, abwechslungsreich und eindrucksvoll. Nach dem letzten Lied „We shall overcome“ und versorgt mit ausführlichem Infomaterial saß man anschließend noch lange bei Kaffee und Kuchen zusammen. Schöner kann man einen Sonntagnachmittag nicht verbringen. Danke an alle Helfer, die die Veranstaltung wochenlang geplant und die großen Einsatz gezeigt haben.
Dank an Herrn Dr. Stegbauer und Elke Kothe’s Tochter für die Bilder.

Discovery plant Flughafen-Dokumentation

BI_Logo128_2013Die Berichterstattung zu der geplanten fünfteiligen Fernsehdokumentation des Wissenschaftssenders Discovery über Fraport unter dem Motto „Frankfurts Flughafen, wie man ihn noch nie gesehen hat“  hat uns dazu veranlasst, uns direkt an die Londoner Produktionsfirma zu wenden, mit der Bitte bei der Dokumentation auch die Proteste gegen den Flughafenausbau und die seit 3 Jahren andauernden Montagsdemonstrationen mit aufzunehmen. Weiterlesen