Über Dr. Ursula Fechter

charlY

Konzert unter lautem Himmel

Das Wetter war schön und die Flugzeuge laut als am Sonntag die zweite Veranstaltung der Bürgerinitiative Sachsenhausen vor dem 10. Jahrestag zu Eröffnung der Nord-West-Landebahn stattfand.
Das Motto der Veranstaltung am Jacobiweiher war „Konzert unter lautem Himmel“ und sollte demonstrieren, wie der unnötige Fluglärm nicht nur die Gesundheit sondern auch Kunst und Kultur beeinträchtigen. Dazu hatte die BIS ein Bläsertrio der Musikhochschule eingeladen, die mit Flöten und Fagott einen wunderbare Auswahl  klassischer Musikstücke spielten. Das Repertoire ging von der kleinen Nachtmusik von Mozart über Sonaten von Bach bis zu Marias Wiegenlied von Max Reger.
Viele Mitstreiterinnen und Mitstreiter der BIS waren in den Wald gekommen, aber auch viele Passanten blieben stehen und ließen sich von der Musik verzaubern, auch wenn die überfliegenden Flugzeuge das Motto der Veranstaltung dröhnend unterstrichen..
Die Musikerinnen und der Musiker, Claudia Warth (Flöte), Lena Nagai (Fagott) und Juanin De Ildefonspo Garcia (Flöte), bedankten sich anschließend für die Möglichkeit, nach der schwierigen Corona Zeit wieder einmal auftreten zu können und die BIS bedankte sich für das Konzert in der Hoffnung, dass der Fluglärm nicht wieder so stark zunimmt, wie vor der  Corona Krise.

Stopp den Bau von Terminal 3

Frankfurter Bürgerinitiativen (F.B.I.) fordern erneut den Stopp des
Baus von Terminal 3
Umsteigen – bevor der Bau zum Milliardengrab wird

Die Pressemeldungen, wonach Fraport den Flugsteig G am Terminal 3 zwar fertig
stellen, jedoch „in ruhenden Betrieb“ nehmen wolle, nimmt das Bündnis der
Frankfurter Bürgerinitiativen (F.B.I.) zum Anlass, erneut den Stopp des Baus des
Terminals 3 zu fordern.

Die Planung und der Baubeginn des Terminals 3 war von Beginn an begleitet von
deutlicher Kritik. Selbst der größte Anteilseigner der Fraport AG, das Land
Hessen, stellte in der vom Hessischen Wirtschaftsministerium im Jahr 2015
vorgenommenen Bedarfsprüfung für das Terminal 3 fest, dass die Prognosen der
Verkehrsentwicklung am Flughafen für die Jahre 2004 – 2014 sehr weit von der
Realität abwichen (Flugbewegungen: Plan + 27 %, Ist – 1,7 %). Die
Planungsgutachten enthalten keinen Nachweis, dass die verwendeten Modelle
zumindest für die Vergangenheit richtige Ergebnisse geliefert hätten
(Kalibrierung). Weiter wird festgestellt, dass es Alternativen zum Bau von
Terminal 3 in Form von Erweiterungen/Ertüchtigungen an den bestehenden
Terminals 1 und 2 gäbe, die einen möglichen Anstieg der Flugbewegungen
abfangen könnte. Ein solcher Anstieg ist jedoch bis zum „Vor-Krisenjahr“ 2019
nicht eingetreten.

Genauso wenig, wie die Landebahn Nord-West aufgrund der niedrigen
Flugbewegungen genutzt werden muss, so überflüssig ist für das F.B.I. der Bau
des Terminals 3. Das F.B.I. fordert daher erneut die Stilllegung der Landebahn
Nord-West sowie eine sinnvolle Umnutzung des Terminals 3.

Eine Fehlinvestition rechne sich nicht dadurch, dass man sie für Jahre auf Eis
lege. Die Wahrheit sei, dass Fraport mit dem Bau von Terminal 3 eine Investition
für 4 Milliarden in den Sand setze. Der voraussichtlich in 2022 fertiggestellte
Flugsteig G, der in einen Winterschlaf fallen solle, um später wieder zum Leben
erweckt zu werden, sowie das vorrausichtlich 2026 fertiggestellte Terminal 3
könnten sich aber zum Milliardengrab entwickeln, befürchten die Bürgerinitiativen.
Den Baukosten stünden nur in eingeschränktem Umfang Einnahmen gegenüber,
da die Luftverkehrswirtschaft zurzeit selbst nicht mit einem schnellen Anstieg des
Luftverkehrs rechne.Geschäftsreisen werden vermutlich auf Dauer nur noch reduziert stattfinden und durch Videokonferenzen ersetzt. Urlaubsreisen werden im Hinblick auf die Klimakrise verantwortungsvoller geplant. Viren können sich bekanntermaßenbesonders schnell durch Interkontinentalreisen verbreiten. Welchen Mutationendes Coronavirus in Zukunft noch auf uns zukommen, wissen wir noch nicht. Das alles wird sich mittel- und langfristig auf den Luftverkehr auswirken.

Und das Argument, dass man ja zur Finanzierung keine staatliche Hilfe in
Anspruch genommen habe und damit dem Steuerzahler nicht schade, ist ein
Trugschluss. Das Unternehmen Fraport ist mehrheitlich in öffentlicher Hand. Die
Investitionskosten, die mit entsprechenden Abschreibungen in einer
Größenordnung von mehr als € 200 Mio. p.a. sowie erheblichen laufenden
Betriebskosten verbunden sind, belasten das Ergebnis der Fraport AG. Wegen
der nicht auskömmlichen Einnahmen aus den oben genannten Gründen wird
Fraport vermutlich auf Jahre hinaus sowohl an das Land als auch an die Stadt
Frankfurt keine Dividende zahlen kann und schadet damit letztendlich auch den
Steuerzahlern

Was passiert, wenn man an einem sinnlosen Projekt festhält, zeigt sich am
Beispiel von Kassel Calden, das jedes Jahr hohe Verluste einfährt. Fraport kann
es mit dem Stopp des Baus von T 3 und der Stilllegung der Landebahn Nord-
West besser machen.

Konzert unter lautem Himmel

Konzert unter lautem Himmel

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

schon immer wurde auch im Wald Musik gemacht und gefeiert. Heute stören die über den Frankfurter Süden dröhnenden Flugzeuge  uns nicht nur beim Besuch der Gottesdienste sondern beeinträchtigen auch  Kunst und Kultur.  Wie angekündigt findet daher nach dem Gottesdienst unter lautem Himmel am Sonntag, den 19. September um 15 Uhr die zweite BIS-Veranstaltung zum Thema 10 Jahre Landebahn statt.  Das Trio Luna, drei Musikerinnen aus der Musikhochschule, werden neben der Oberschweinstiege ein kleines Konzert geben. Der genaue Standort ist von dort ausgeschildert. Auch an diesem Ort stört seit der Wiedereröffnung der Nord-West-Landebahn der Fluglärm die Ruhe des Waldes. Mit dieser Aktion wollen wir auch darauf hinweisen, welche große Belastung die Nord-West seit ihrer Eröffnung vor 10 Jahren war und warnen, dass es nicht wieder so laut werden darf wie in der Vor-Corona-Zeit. Wir würden uns freuen , wenn die jungen Musikerinnen viele Zuhörerinnen und Zuhörer hätten.

Viele Grüße

Die BIS Sprecher

Direktkandidaten auf dem Prüfstand

Presseerklärung der Bürgerinitiative Sachsenhausen
Am 26. September ist die Bundestagswahl und spätestens dann muss man seine Wahlentscheidung treffen. Die Parteiprogramme oder der Wahl-O-Mat können dabei helfen. Aber das betrifft vor allem die einzelnen Parteien, die zur Wahl stehen, d.h. die Zweitstimme. Was ist aber mit den Kandidaten aus dem eigenen Wahlbezirk? Setzen er oder sie sich für unsere Probleme vor Ort ein? Im Frankfurter Süden ist seit langem neben den klimaschädlichen Auswirkungen des Luftverkehrs auch der damit verbundene der gesundheitsschädliche Fluglärm ein zentrales Thema. Wenn auch durch Corona zur Zeit reduziert ,soll der Flugbetrieb laut Planung der Luftverkehrsindustrie wieder stark ansteigen. Wir haben daher jeden der Direktkandidaten für den Frankfurter Süden zu diesem Thema online interviewt und das entsprechende Video ins Netz gestellt. Im Gegensatz zu einer Podiumsdiskussion, bei der man meist nur mit wenigen Sätzen auf ein Thema eingehen kann, hatten die Kandidaten hier jeweils 15 Minuten um sich und ihre Pläne für den Fluglärmschutz zu präsentieren.

Maximilian Zänker ( Volt):
„Die Klimakrise und die Pandemie haben gezeigt, dass wir bezüglich des weiteren Ausbaus (Terminal 3) und Hub auf jeden Fall umdenken müssen.“ „Im Koalitionsvertrag in Frankfurt …geht’s um eine langfristige Ausweitung des Nachtflugverbots, idealerweise von 22:00 bis 06:00Uhr und um eine konsequente Ahndung von Verletzungen diese Nachflugverbots.“
Zum Video mit Maximilian Zänker
Notwendiges Passwort: u#p*E71g

Omid Nouripour (Grüne):
„ Die Menschen müssen vor dem Lärm geschützt werde. Überall das gibt es seit Jahren Studien, es muss nur etwas passieren.“
Hier kommen die Interessen der Beschäftigen und der Anwohner im negativen Sinne zusammen“. . . Ein Beispiel dafür, wie die Lärm- und Schadstoffbelastung ….zunimmt und gleichzeitig der Faktor Arbeit gefährdet wird.“

Zum Video mit Omid Nouripour
Notwendiges Passwort: $Ri38%@X

Bettina Wiesmann ( CDU)
„Auch der Frankfurter Süden profitiert natürlich auch wirtschaftlich von der Standortqualität hier, trotzdem muss an dem Standort viel getan werden, dass die Belastungen möglichst erträglich sind und auch mittelfristig weniger werden“.
„Wir brauchen Kapazitäten am Frankfurter Flughafen, um uns im internationalen Wettbewerb behaupten zu können; das ist die Logik der Ausbauentscheidung“

Video mit Bettina Wiesmann
Notwendiges Passwort: Y^7XpR!G

Kaweh Mansoori (SPD)
„Was mich besonders geärgert hat, war die Ansiedlung von
Ryanair am Frankfurter Flughafen . …. Hier kommen die
Interessen der Beschäftigen und der Anwohner im negativen
Sinne zusammen“…. Ein Beispiel dafür, wie die Lärm- und
Schadstoffbelastung ….
„Es gibt jetzt eine historische Chance, einerseits die Belange der
Beschäftigten für sichere Arbeitsplätze und andererseits den
Belangen der Anwohner in dem Sinne zusammenzubringen,
dass wir in eine Diskussion über eine Transformation des
Flughafens eintreten müssen.“
Zum Video mit: Kaweh Mansoori
Notwendiges Passwort: DqR58u7$

Achim Kessler (LINKE)

„Aus gesundheitlicher Sicht kann ich nur sagen, der Flugverkehr
muss zurückgedrängt werden.“… Der unvermeidbare muss reduziert werden auf die Tagstunden.“
„Die steuerliche Bevorzugung bzw. indirekte Subventionierung
des Flugverkehrs durch die Kerosinsteuer usw. muss beendet
werden. Diese staatlichen Milliardensubventionen gehören auf
den Müllhaufen der Geschichte“

Zum Video mit Achim Kessler
Notwendiges Passwort: *0x6$E9k

Für Rückfragen:
Friedemann Scheld, Tel. 0173 -6520511
Ursula Fechter, Tel 0172-6661861

Gottesdienst unter lautem Himmel

Gottesdienst unter lautem Himmel

Dreikönigsgemeinde und Bürgerinitiative Sachsenhausen laden ein.

 Der Goetheturm ist wieder aufgebaut und Veranstaltungen unter freiem Himmel möglich, ein guter Grund um wieder einmal den Gottesdienst unter lautem Himmel zu feiern. Die Dreikönigsgemeinde mit Pfarrerin Alves-Christe und die Bürgerinitiative Sachsenhausen laden daher am Sonntag, den 12.9.2021 um 14 Uhr zu einem Freiluftgottesdienst am Fuße des Goetheturm ein. Seit 2011 ist nun schon die neue Landebahn in Betrieb, die die Menschen im Frankfurter Süden stark beeinträchtigt. Pfarrerin Alves-Christe berichtet, dass sie nach der Eröffnung der Bahn “ bei Segenswünschen am Grab gegen das laute Dröhnen anbrüllen und dem Geheule der Flugzeugmotoren den Vortritt lassen musste.“ Zwar ist in der Corona Zeit der Lärm zurück gegangen, aber so laut wie vorher darf es nicht wieder werden. Darauf wollen wir bei diesem Gottesdienst, der unter den geltenden Corona-Regeln stattfindet, hinweisen. Der Gottesdienst unter lautem Himmel ist die erste Veranstaltung der Bürgerinitiativen Sachsenhausen bis zum 21.10., dem 10-jährigen Bestehen der Nord-West-Landebahn. Wir freuen uns auf eine rege Teilnahme.

Sprecherkreis der BIS

 

DEMO an der Nord-West-Landebahn

Bevor die NW-Landebahn am 1. Juni, pünktlich zur Jahreshaupteversammlung von Fraport völlig unnötigerweise wieder in Betrieb genommen wurde, hatte das FBI zu einem Lärmspaziergang an der Piste eingeladen. Jürgen Lamprecht, der Sprecher des FBI hat darüber Folgendes berichtet.:

Lerchengesang dringt von der Landebahn Nord-West an unser Ohr, ein Milan hat die Lufthoheit über den Betonpisten …
Am Zaun der Nord-Westlandebahn am sogenannten Spotter-Point unweit der Feuerwache 3 versammeln sich zwischen 40 und 50 Menschen. Sie kommen aus den Anliegergemeinden des Frankfurter Flughafens, insbesondere aus den Frankfurter Bürgerinitiativen von Oberrad, Sachsenhausen, Niederrad und Schwanheim. Die meisten sind bei dem frühlingshaften Wetter mit dem Fahrrad gekommen.
An der Aussichtsplattform sind Transparente angebracht: „Keine Kurzstreckenflüge – Flüge unter 600 km untersagen!“ – „Aufforstung ist Klimaschutz“ – „Kein Fluglärm“ – „Keine Luftschadstoffe“. Die gelben Fahnen des Bündnisses der BIs (BBI) bestimmen das Bild.
Uschi Fechter, Wolfgang Heubner und Jürgen Lamprecht vom Frankfurter Bündnis (FBI) weisen noch einmal eindrücklich darauf hin, dass diese Landebahn, wie auch Terminal 3 und weitere Ausbaupläne raumunververträglich sind und durch nichts zu begründen.
In ihren Redebeiträgen fordern sie erneut, die Schließung der Landebahn Nord-West, einen Stopp des Ausbaus von Terminal 3, eine Decklung der Flugbewegungen, die Verlagerung von Kurzstreckenflügen auf die Bahn und natürlich die Ausweitung des Nachtflugverbotes auf 22 Uhr bis 6 Uhr. Frei werdende Slots dürften nicht neu vergeben werden, Billigfluglinien nicht angeworben werden.
Dies alles zum Schutz der seit Jahrzehnten von Lärm und Schadstoff geplagten Menschen der Region und nicht zuletzt der künftigen Generationen.
Gegen Ende der Veranstaltung sind die Lerchen wieder zu hören, der Milan zieht noch immer seine Kreise. Wie lange noch?!
Jürgen Lamprecht
BI Niederrad/Frankfurter Bündnis der BIs (FBI)

Bilder dazu werden noch veröffentlicht.

Was trägt die Luftverkehrsindustrie eigentlich zum Klimaschutz bei ?

BDL Online-Briefing Luftverkehr und Klimaschutz

Dies ist eine Kurz-Zusammenfassung des Online-Seminars

….oder vielleicht doch nicht ?

Das waren die Referenten:
Sebastian Dreyer, Leiter Parlaments- und Regierungsbeziehungen des BDL
TOP 1 Einführung zum „Masterplan Klimaschutz im Luftverkehr Matthias von Randow

Hauptgeschäftsführer des BDL

TOP 2 Darstellung von Klimaschutzaktivitäten der Lufthansa Gruppe Annette Mann

Leiterin Corporate Responsibility Deutsche Lufthansa

TOP 3 Der Weg zum CO2-neutralen Betrieb des Flughafens Frankfurt

 

Teilnehmer: ca 100

Alexandra Zimpelmann

Bevollmächtigte des Vorstands der Fraport AG

 Masterplan Klimaschutz im Luftverkehr

  • Vor der Pandemie betrug der CO 2 Anteil in Europa 2,8 %
  • Der weltweite Klimaeffekt beträgt 3,5 – 5 %, BDL gibt zu, dass die Kondensstreifen ( 80 % durch Flugzeuge) mit den Zirren einen erhebliche Klimaeffekt haben, Lösung wäre höher zu fliegen.
  • ICAO hält sich an das Kiotoprotokoll vom 1997 und an das Pariser Abkommen 2016
  • Dazu gibt es folgende Instrumente:
  • Technik
  • Organisation
  • Bepreisung

 Technik: Flottenmodernisierung angestrebt, LH steigt um von 4 auf 2-Strahler, 10 neue Langstreckenflugzeuge . Treibstoff reduzieren .LH verfolgt 12 Projekte für nachhaltige Flugkraftstoffe ( elektro-, wasserstoff nur für Kurzstrecken möglich)

Organisation

Angeblich sind schon 2/3 der Inlandsflüge sog. Umsteiger Flüge und kein Lokalverkehr . Es gibt einen Aktionsplan zur Verkehrsverlagerung mit der DB ( den sollte man erfragen) . Angeblich gehen schon jetzt die Passagiere bei 3 Stunden Fahrt auf die Schiene. Es gibt keinen Konkurrenzkampf mit der Bahn, sondern Intermodale Zusammenarbeit, um die Anschluss Zeiten zu koordinieren ( Anschluss Sicherheit) und das Einchecken des Gepäcks ( Gepäckprozesse) schon am Bahnhof zu ermöglichen. Konkret nachgefragt, handelt es sich aber um einen realistischen Zeitraum von 5-10 Jahren)

Bepreisung

Hinweis von BDL, dass es in BRD MWST für Flüge gibt ( nicht gesagt wurde, dass dies nur für Inlandsflüge gilt). Fehlende Besteuerung von Kerosin wegen Wettbewerbsverzerrung ( angeblich steigen die Leute dann auf ausländische Airlines um ) , dafür gibt es die Kompensation über die Luftverkehrssteuer.

Über Corsia , das ist die Abkürzung für Carbon Offsetting and Reduction Scheme for International Aviation sollen  Kompensationzahlungen der Airlines für Umweltprojekte finanziert werden. Außerdem berechnet z.B. myclimate Flugrechner die Menge an CO2-Emissionen. Dies wird aber nur zögernd angenommen.

Fazit

Am Thema Klimaschutz kommt auch die Luftverkehrsindustrie nicht vorbei. Es gibt viele Pläne , Partnerprojekte , wie z.B. mit der DLR. Über neue Flugzeugtypen und alternative Flugkraftstoffe versucht man zum Klimaschutz beizutragen. Eine Reduzierung der Flugbewegungen ist nicht im Programm. Vom Flieger auf die Schiene wird zwar verfolgt, aber mit Hinweis auf die fehlende DB Infrastruktur in die Zukunft verschoben. Trotz allem scheint das Thema Kurzstreckenflüge ein offenes Problem für die BDL zu sein, da es in den Medien aktuell thematisiert wird. Auf meine diesbezügliche Frage ist Herr von Randow zum Schluss noch einmal extra darauf eingegangen. Fraport selbst begnügt sich damit, den Flughafen selbst ( Gebäude und Vorfeld) klimaneutral zu machen. Meine Frage nach der Möglichkeit eine Steuerung über die Flughafenentgelte ( incentive-Programme) Kurzstrecken unattraktiv zu machen, wurde nicht mehr beantwortet.

Ursula Fechter

 

 

 

 

Kommunalwahl am 14. März 2021

Pressemitteilung

Flughafen Bürgerinitiativen mischen sich in Kommunalwahlkampf ein
Wahlprüfsteine ausgewertet

Mit dem Versand und der Auswertung von Wahlprüfsteinen an Frankfurter Parteien und Wählergruppierungen mischt sich das Frankfurter Bündnis der Bürgerinitiativen (F.B.I.) in den aktuellen Kommunalwahlkampf ein.

Zentrale Bestandteile der umfangreichen Wahlprüfsteine waren die Einschätzung der Umsetzung der Vereinbarungen aus dem Koalitionsvertrag von 2016, die Haltung zu Forderungen nach einer Stärkung der Stabsstelle Fluglärmschutz, nach den Ausbauplänen der Fraport AG, insbesondere Bau des Terminals 3, der Unterstützung eines konsequenten Nachtflugverbots zwischen 22 Uhr und 6 Uhr und letztlich der Stilllegung der Landebahn Nordwest im Kelsterbacher Wald.

CDU und FDP präsentierten sich bei allen Fragen nach wie vor, seit Börsengang und Unterzeichnung des auf 30 Jahre geschlossenen Konsortialvertrages, als Parteien des wirtschaftlichen Wachstums und der vorbehaltslosen Unterstützung der Unternehmenspolitik der Fraport AG, wobei sie durchaus den Schutz vor Lärm und Abgasen anerkennen, aber keine nachhaltigen Vorstellungen und Aktivitäten dazu entwickeln. Wer ist schon nicht generell für Umwelt- und Gesundheitsschutz. Im Widerspruch dazu befürworten z. B. beide Parteien die nicht vom Bedarf abgedeckte Erweiterung des Flughafens durch den Bau des Terminal 3, auch unter Inkaufnahme der erheblichen gesundheitlichen Beeinträchtigungen der Flughafen-Anrainer durch zunehmenden Flugverkehr.

Die Antworten der Grünen werden von den Bürgerinitiativen differenziert einschätzt. Zum einen unterstützen die Grünen im Wahlkampf auch Forderungen der Bürgerinitiativen. Im praktischen Regierungshandeln im Magistrat der Stadt wie im Land ist diese programmatsche Unterstützung jedoch nicht mehr zu erkennen. Zudem beklagt das F.B.I., dass immer wieder ein Austausch mit den Bürgerinitiativen durch das grünengeführte Umweltdezernat abgelehnt wird mit dem Hinweis auf die Zuständigkeit der Stabsstelle Fluglärmschutz. Das Umweltdezernat und die Stabsstelle haben allerdings sehr unterschiedliche Aufgaben.

Bei den übrigen Befragten – neben kleineren Wählergruppierungen insbesondere auch bei SPD und bei Die Linke – bestanden zum Großteil Übereinstimmungen mit den Forderungen der Bürgerinitiativen. Diese Übereinstimmungen betreffen besonders die seit Startbahn West Bauzeiten festgestellte Raumunverträglichkeit eines internationalen

Flugverkehrskreuzes (HUB) in der Region Rhein-Main und demgemäß Lösungen im Sinne der Ziele der Bürgerinitiativen.

Zusammenfassend ist festzustellen, dass die Antworten der Parteien auf die Wahlprüfsteine für die Wahlentscheidung der Frankfurter Bevölkerung, die täglich von den negativen Auswirkungen des Flughafens betroffen ist und in Zukunft auch wieder sein wird, wichtige Hinweise gegeben hat. Es liegt auf der Hand, dass Parteien und deren Vertreter/innen, die sich politisch vehement gegen die Interessen besonders eines großen Anteils der südlichen Frankfurter Bevölkerung verhalten, als Volksvertreter/innen nur schwer vorstellbar sind.

Das F.B.I. empfiehlt vor allem auf den Wahllisten Personen mit jeweils drei Stimmen zu unterstützen, die für ihr Engagement in den Bürgerinitiativen bekannt sind. Das betrifft insbesondere die derzeitigen Sprecher*innen des Gesamtbündnisses der Bürgerinitiativen (http://www.flughafen-bi.de). Wobei Ina Hauck im Falle ihrer Wahl in die Stadtverordnetenversammlung in der Nachfolge von Frau Dr. Ursula Fechter als Lärmschutzbeauftragte der Stadt zur Verfügung stünde.

Das F.B.I. empfiehlt deshalb vor der Wahlentscheidung, die Programme der Parteien und Gruppierungen genau zu studieren.

Die Wahlprüfsteine und die Auswertung der Antworten können auf der Seite der BI Sachsenhausen http://blog.ausbaugegner.info/ angesehen werden.

Für Nachfragen
Friedemann Scheld
t 069 – 65 77 60; Friedemann.Scheld@hotmail.de

 

Verantwortlich:

Jürgen Lamprecht und Friedemann Scheld
Frankfurter Bündnis der BürgerInitiativen (F.B.I.)

Wohnen ohne Fluglärm und Absturzbedrohung (Oberrad)| Bürgerinitiative Sachsenhausen (BIS) | Stop Fluglärm (Sachsenhausen) | BI Niederrad gegen Flughafenerweiterung | Eintracht gegen Fluglärm (Niederrad) | BI Schwanheim/Goldstein gegen Flughafenerweiterung | BI Frankfurter Norden gegen Fluglärm | Gemeinsam gegen Fluglärm und Schadstoffe

 

 

Wahlprüfsteine des F B I zur Kommunalwahl 2021 in Frankfurt

PM: Auswertungen der Antworten der Wahlprüfsteine

BIS INFO MAI 2020

Liebe BIS-Mitglieder,

Zur Zeit sollten wir zwar auch nicht auf die Straße. Unsere monatlichen Vollversammlungen haben in den vergangenen 20 Jahren ohne Unterbrechung stattgefunden und sie werden weitergehen. Die letzte Versammlung war noch im März bevor es zum Corona-Stillstand kam. Die Mai-Versammlung mußten wir ausfallen lassen. Gerade wir, die wir für die Gesundheit unserer Mitbürger kämpfen, müssen besonders vorsichtig sein. Noch ist die Ansteckungsgefahr nicht vorbei.

Dies bedeutet aber nicht, dass wir nicht trotzdem über die aktuellen Entwicklungen informieren wollen. Da auch die Montagsdemos zur Zeit ausfallen, hat das Bündnis der Bürgerinitiativen BBI bis jetzt schon 4 Ausgaben eines Newsletters BBI-aktuell heraus gebracht, die man auf der Homepage des BBI nochmals nachlesen kann.

BBI-aktuell – Nr. 01 – 08. April 2020
BBI-aktuell – Nr. 02 – 15. April 2020
BBI-aktuell – Nr. 03 – 24. April 2020
BBI-aktuell – Nr. 04 – 03. Mai 2020

Ausserdem findet jeden Montag um 18h00 eine Online-Mahnwache statt an der sich jeder gern beteiligen kann.

Am Tag gegen den Lärm, der zwar deutschlandweit ausfiel, hat die Bürgerinitiative „Gemeinsam gegen Fluglärm und Schadstoffe“  eine Mahnwache auf dem Römerberg organisiert, an der 30  Mitstreiterinnen und Mitstreiter teilnahmen . Hier die Reden und Bilder von Walter Keber: Mahnmache mit Masken.

Die Stabsstelle für Fluglärmschutz hat neben einer Reihe von Presseerklärungen vor allem  mit ihrem Flugbewegungs- und Fluglärmmonitoring die Entwicklung im im ersten Quartal dieses Jahres, die geprägt ist von den dramatisch ein gebrochenen Flugbewegungen, sehr anschaulich dokumentiert. Nachzulesen auf der Homepage: STABSSTELLE FÜR FLUGLÄRMSCHUTZ DER STADT FRANKFURT Wer an weiteren aktuellen Informationen interessiert ist, kann sich gerne für den Newsletter anmelden. In der zweiten Mai-Hälfte werden die aktuellen Zahlen zur Lärmbelastung im Monat April veröffentlicht werden, die an den Frankfurter Lärmmessstationen gemessen wurden. Man kann gespannt sein, wie sich die Lärmwerte verändert haben.

Auch die Bundesvereinigung gegen Fluglärm war aktiv und hat einen Forderungskatalog für eine neue und nachhaltige Luftverkehrspolitik veröffentlicht. Dieser wurde ebenfalls an die zuständigen Ministerien und Politiker versendet.

Überlegungen für eine nachhaltige Luftverkehrspolitik nach der Coronavirus-Pandemie

Tag gegen Lärm 2020: Zeitpunkt für Gespräche zu einer nachhaltige Luftverkehrspolitik gekommen.

Zur Zeit profitieren wir – bei allen Einschränkung, die Corona mit sich bringt -alle von der Ruhe, der Entspannung und der guten Luft, die der Rückgang der Flugbewegungen zwangsläufig mit sich bringt. Das wird nicht immer so bleiben und wir müssen uns auf die Zeit danach vorbereiten.  Manch  einer, der glaubte, dass man sich an den Lärm gewöhnt hat, wird feststellen , dass es eben nicht so ist und vielleicht auch wieder mit Überzeugung dafür kämpfen, dass es nicht wieder so werden darf wie vor der Krise. Die Weichen werden jetzt gestellt und es wird unsere Aufgabe sein, uns für eine neue umweltfreundlichere und nachhaltige Luftverkehrspolitik einzusetzen: Keine Inlandsflüge, keine Billigflieger, ein echtes Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr und eine Rückbesinnung auf das tatsächliche öffentliche Interesse von Fraport, nämlich die Konzentration auf die lokalen Mobilitätsbedürfnisse der Bevölkerung im Rhein-Main Gebiet.

Dementsprechend liegen auch im kommenden Monat unter anderem folgende Themen an:
Einhaltung der Nachtflugbeschränkungen: während wir alle Verständnis dafür aufgebracht haben, dass für die Rückholflüge im März eine Vielzahl von Ausnahmen genehmigt wurden, gibt es momentan hierfür keine ausreichende Begründung mehr. Dennoch wurden im April 70 und im Mai bis jetzt 36 Flüge in der Nacht genehmigt. Subventionen im Luftverkehr: eine Studie von Prof. Thießen hat gezeigt, dass der Luftverkehr in allen Bereichen subventioniert wird. Auch hier müssen wir aktiv werden. Über die einzelnen Themen werden wir im Juni informieren.

Bis dahin bleibt bitte alle gesund
Dr. Ursula Fechter
Monika Plottnik
Wolfgang Heubner
Ina Hauck

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

an dieser Stelle möchten wir Ihnen/Euch friedvolle und erholsame Ostertage wünschen.
 
Ruhig werden sie bestimmt sein, die Ostertage, denn bezüglich der Lärm- und Schadstoffbelastung unserer Region, haben wir zur Zeit einen Idealzustand erreicht, wenn nicht die Covid-19-Pandemie als Verursacher da wäre und unsere Bewegungsfreiheit und sozialen Kontakte auf ein Minimum reduzieren würde.
 
Fraport hat mittlerweile die Nordwestlandebahn stillgelegt und nutzt sie als Parkfläche für nicht benötigte Flugzeuge, die Südbahn ist auch gesperrt und erhält eine neue Teerdecke, das Terminal 2 ist seit gestern geschlossen und Teile des Terminal 1 sind ebenfalls stillgelegt.
 
Dagegen will Fraport das Terminal 3 mit allen Mitteln so schnell wie möglich bauen, koste es, was es wolle und Herr Schulte ist dabei der Meinung, dass man kurz nach der Covid-19-Krise wieder zu dem alten Auslastungsniveau zurückkehren wird.
Viele Luftverkehrsexperten aber gehen davon aus, dass die Covid-19-Pandemie auch nach deren Abklingen massive Auswirkungen haben und es sehr lange dauern wird, bis die Anzahl der Flugbewegungen auf ein ähnliches Niveau wie vor der Pandemie ansteigen wird. Auch bei den Fluggesellschaften hat ein Umdenken begonnen: Lufthansa z. B. hat den Flugverkehr Ihrer Tochtergesellschaft Germanwings eingestellt und auch die eigene Flotte massiv reduziert. Gleichzeitig ruft sie aber nach staatlicher Unterstützung in Form von Zuschüssen und Garantien.
Aber bei Fraport ist es nicht angekommen, dass es so nicht weiter geht.
Bei Fraport hat schon das abgelaufene Geschäftsjahr 2019 gezeigt, dass das eigentliche Wachstum der Fraport AG in erster Linie auf die Auslandsbeteiligungen (Umsatzwachstum gegenüber 2018 + 13,4%) zurückzuführen ist und am Standort Frankfurt selbst keine großen Ergebnisse zu erwarten sind.
Deshalb müssen und werden wir wachsam sein und weiter gegen den Ausbau des Flughafens kämpfen.
Ende April wird, soweit Corona dies zulässt, der Erörterungstermin zu den Einwendungen gegen das beantragte, mit Schadstoff belastetem Aushub gefüllte Zwischenlager beim Regierungspräsidium Darmstadt stattfinden, bei dem insgesamt über 140 Einwendungen eingereicht wurden. Auch wir haben dazu entsprechende Einwendungen erhoben und werden dabei sein.
 
Wann wir wieder mit den Montagsdemos starten können, wissen wir heute noch nicht, aber wir werden alle rechtzeitig über den Wiederaufnahme informieren; angemeldet sind die Demos bislang bis zu den Sommerferien 2020.
 
Bis dahin wünschen wir Ihnen/Euch allen geruhsame Ostertage und vor allem Gesundheit !!
 
Das Sprecherteam der                                                                                                                                      
BIS Bürgerinitiative Sachsenhausen