BIS VOLLVERSAMMLUNG IM MÄRZ

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter,

die Kommunalwahl ist beendet. Schwarz-Grün ist abgewählt. Das endgültige Wahlergebnis wird erst am Donnerstag feststehen.

Die Bürgerinitiative Sachsenhausen kämpft weiter für die Wiederherstellung der Lebensqualität im Frankfurter Süden. Dabei ist einer der wichtigsten Hebel die Reduzierung der Flugbewegungen.

Wie eine solche erreicht werden kann und warum es sinnvoll ist, dass wir uns weiter hierfür einsetzen erläutert uns Herbert Debus in seinem Vortrag „Flüge auf Züge“. Herbert Debus ist Mitglied im Kreisvorstand des BUND Kreisverband Gross-Gerau.

Das Thema ordnet sich ein in die aktuell auf Bundesebene geführte Debatte rund um das im Koalitionsvertrag für 2016 geforderte Luftverkehrskonzept.

Es verspricht ein interessanter und informativer Abend zu werden und wir freuen uns auf viele Teilnehmer.

Herzliche Grüße
für den BIS-Sprecherkreis
Monika Plottnik

Je kleiner der Partikel, desto schädlicher!

51svvjan2016Zur ersten BIS-Vollversammlung des Jahres 2016 war Herr Dipl. Ing. Wolfgang Schwämmlein, Experte für Partikelmessung aus Mainz, unser Gast.

Sein Thema:
“Ultrafeinstaub, ein unterschätztes Risiko”
Eine Gefahr die massgeblich vom Flugverkehr ausgeht.

Die Ultrafeinstaub-Problematik wird unterschätzt. Je kleiner die Feinstaub-Partikel sind, desto tiefer dringen sie in die Lunge ein. Von dort gelangen sie auch zu anderen Organen. Gegen gröbere Partikel kann sich die Lunge wehren. Sie werden ausgehustet. Gegen Ultrafeinstaub ist die Lunge machtlos. Diese ultrafeinen Partikel stehen in Verdacht der Auslöser schlimmer Krankheiten zu sein. Ein mit Ultrafeinstaub besonders belasteter Ort ist das FRAPORT-Betriebsgelände und die überflogenen Gebiete unter den Flugschneisen. Bezogen auf die gleiche Menge verbranntem Kraftstoff, emittieren die modernen Düsentriebwerke tausendmal mehr Partikel als ein Dieselmotor. Der Flugbetrieb über dem Rhein-Main-Gebiet ist somit wohl der Verursacher von mehr als 50% des hiesigen Ultrafeinstaubs. Beachtet wird diese Gefahr merkwürdigerweise wenig.

Hier der Vortrag von Herr Dipl. Ing. Wolfgang Schwämmlein:

Von Herrn Stegbauer stammen die Bilder unserer Veranstaltung.

Lesen Sie zum Thema auch die Medienberichte

Weihnachten

weihnachtbisw


Rede von Pfarrerin Silke Alves-Christe auf der 160. Montagsdemonstration am 22.12.2015

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter!

Wir sind weniger geworden, die Reihen haben sich gelichtet.

Wenn wir uns so umschauen unter uns, dann fehlen etliche, die doch immer dabei waren.

Viele von uns können einfach nicht mehr. Diese ständige Beeinträchtigung durch die quälenden Überflüge nimmt ihnen die Kraft, die täglichen Herausforderungen ihres Alltags zu bewältigen. Da bleibt irgendwann keine Kraft mehr übrig, sich noch weiter zu engagieren und nun schon im 5. Jahr Montag für Montag ins Terminal zu kommen und zu demonstrieren. Weiterlesen

Presseerklärung der BIS zum Frankfurter Mahnruf

BI_Logo128_2013Bürgerinitiative Sachsenhausen unterstützt  den Frankfurter Mahnruf

Im Rahmen der Veranstaltung zur NORAH Studie, zu der Oberbürgermeister Feldmann nach Niederrad am Montag eingeladen hatte, hat  das Expertengremium des Frankfurter Oberbürgermeisters seinen Frankfurter Mahnruf vorgestellt.

In diesem Mahnruf, der sich vor allem an die Landes- und Kommunalpolitik wendet, werden ein striktes Nachtflugverbot von 22-6 Uhr, die Etablierung von verbindlichen Lärmobergrenzen, die zu einer Reduzierung des aktuellen Fluglärms führen müssen, und die Priorität des Gesundheitsschutzes vor Auslastungsinteressen gefordert.

Oberbürgermeister Feldmann stellte sich an diesem Abend ausdrücklich hinter die Fluglärmgegner und schrieb sich als erster in die Unterstützerliste ein.

„ Wir begrüßen und unterstützen diesen Mahnruf, den wir auch auf unserer Website veröffentlichen,“ so Ursula Fechter,  für die BIS. „  Natürlich decken die Punkte des Mahnrufes nicht alle unsere Forderungen ab“, so Fechter weiter.“ Nach wie vor halten wir vor allem die Schließung der Nord-West-Landebahn, deren Auswirkungen uns jeden Tag plagen, nicht nur für notwendig, sondern angesichts der zurückgehenden Flugbewegungen auch für sinnvoll.

Die über 150 Zuhörer trugen sich am Montagabend in die Unterstützerliste ein. Viele haben sich weitere Listen mitgenommen und wir hoffen auf eine große Unterstützung der Bevölkerung.  Geplant ist, den Mahnruf und die Unterstützerlisten dann sowohl der Landesregierung als auch der Schwarz-Grünen Frankfurter Stadtregierung zu übergeben. Der Text und die Listen können in Kürze von unserer Website abgerufen werden.

Wir haben uns lange genug mit dem Hinweis auf NORAH hinhalten lassen, jetzt ist die Studie da, die Gesundheitsschädlichkeit kann nicht mehr wegdiskutiert werden und jetzt muss die Politik handeln, und zwar sofort“, so Fechter abschließend.


Wenn Sie das Frankfurter Mahnruf Formular ausdrucken wollen um es zu unterschreiben – Klicken Sie bitte auf: Frankfurter Mahnruf


Bilder der Veranstaltung: Fotos Dr. Ferdinand Stegbauer

Neun ökonomische Anti-Thesen zur Fraport AG

 

ALLEN MITSTREITERINNEN UND MITSTREITERN EIN SCHÖNES WEIHNACHTSFEST. WIR WÜNSCHEN ALLEN RUHE UND ERHOLUNG UND EINEN GUTEN RUTSCH INS NEUE JAHR. UNSER WIDERSTAND UND UNSERE ARBEIT GEHT AUCH 2016 WEITER.

Traditionell haben wir das Jahr mit einer weihnachtlichen Vollversammlung beschlossen. Vor Glühwein und Plätzchen gabe es einen exzellenten Vortrag von Hans Schinke aus Offenbach in dem er seine neun ökonomischen Anti-Thesen zur Fraport AG vorstellte. Für alle die nicht dabei sein konnten und alle, die sie noch einmal nachlesen wollen ( dies ist ein gutes Rüstzeug für Diskussionen auch mit unbelehrbaren Ausbaubefürwortern!!) hier noch einmal sein Vortrag:

 Neun ökonomische Anti-Thesen zur Fraport AG Weiterlesen

Einladung zur BIS Vollversammlung im Dezember

Liebe Mitstreiter,snd434w

Wir laden Sie ein zur heutigen weihnachtlichen BIS Vollversammlung mit interessanten Themen und anschließenden Umtrunk. Begleitet wird  unser Treffen von einer DIA-Show, die einen Überblick über unsere Aktionen der letzten 15 Monate gibt und der Ausstellung der Plakate unser sehr erfolgreichen  Denkmalaktion. Steve wird das Ganze mit weihnachtlicher ausbaukritischer Musik begleiten.

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Macht Fluglärm krank? Wie gut ist die NORAH Studie?

VV mit Prof Greiser 64aDer Schwerpunkt unserer November Vollversammlung war die kritische Betrachtung der NORAH-Studie.

Sehr anschaulich und erhellend legte Herr Prof. Greiser die Stärken und Schwächen dieser 9,85 9,85 Millionen Euro teuren Studie dar. Auftraggeber der Studie ist die Gemeinnützige Umwelthaus GmbH, eine 100%ige Tochter des Landes Hessen. Lesen Sie dazu den: Weiterlesen

PRESSEERKLÄRUNG DER BIS ZUR NORAHSTUDIE

sachsenh schlaeft nicht

Zentraler Teil der Lärmwirkungsstudie NORAH ist wissenschaftlich nicht haltbar

Nicht alles in der heute vorgelegten Lärmwirkungsstudie NORAH ist aus Sicht der BIS zu beanstanden.

Nachvollziehbar und richtig ist, dass die Belästigungsquote, gerade durch Fluglärm, stark angestiegen ist. Auch die schon vorgestellten Ergebnisse, des sog. Kindermoduls unterstreichen unsere Forderungen nach Schließung der Bahn und einer notwendigen Lärmminderung.

Die Ergebnisse aber, die sich mit dem Einfluss auf nächtlichen Schlaf und auf den Bluthochdruck beschäftigen, sind nach Aussagen der Mediziner wissenschaftlich nicht verwertbar, ein Laie würde sagen:“ für die Tonne“. Während weltweit alle bekannten wissenschaftlichen Gutachten, außer einem, bisher bei dem Thema Bluthochdruck zu dem Ergebnis kommen, dass Fluglärm eindeutig Blutdruck steigernd und krankmachend ist, kommt die NORAH-Studie zu dem Ergebnis, dass das Risiko für Herz-oder Kreislauferkrankungen nicht erhöht ist. „ Das wundert uns keineswegs. Die Auftraggeber der Studie haben den Ausbau genehmigt bzw. durchgeführt haben und die gleichen Gutachter, die in der Schreckenbergstudie zu dem weltweit absurden und einzigen Ergebnis kamen, dass zunehmender Fluglärm, das Krankheitsrisiko mindert, wurden auch für die NORAH-Studie beauftragt. Da wundert es nicht, dass ein entsprechender Satz, dass nämlich z.B. Straßenlärm das Risiko halbiert, auch in der Studie steht,“ so Ursula Fechter, Sprecherin der BIS.

Besonders das Blutdruckmonitoring entbehrt jeder wissenschaftlichen Aussagekraft. Es gab hier nur eine Rücklaufrate von unter 7 %, d.h. exakt 844 Probanden. Die genau mit Bild vorgegeben Anleitung, dass man den Blutdruck über dem Hemdärmel messen soll, hat die die Mediziner fassungslos gemacht. Dass ein Blutdruck von 140/90 mmHg als normal angesehen wird, freut sicher viele Hochdruckpatienten, ist aber leider für die Kardiologen nicht haltbar. Weiter wurden die Messungen am Abend nicht mit einbezogen und alle Probanden mit Bluthochdruck in der zentralen Untersuchung ausgeschlossen.“ Kurz: Für die Epidemiologen bietet dieser Teil der NORAH-Studie weder einen repräsentativen Querschnitt, noch ist er wissenschaftlich auswertbar und haltbar.

„ Diese falsche Aussage wird aber nun von Fraport als Bestätigung für den Ausbau genommen und den Menschen in der betroffenen Region, die sich jetzt fragen, warum sie sich so aufregen, als Wahrheit verkauft. Dies darf keinesfalls so stehen bleiben. Daher werden wir als BIS auch weiter Aufklärung betreiben und auf unserer November Vollversammlung am 11.11.2015 um 19.30 in der Bergkirche der Dreikönigsgemeinde mit dem Epidemiologen Prof. Greiser eine Veranstaltung dazu machen“, so Fechter abschließend.