Was bedeutet die Erhöhung der Rückenwindkomponente für den Frankfurter Süden

Bei der Untersuchung der Auswirkung einer Erhöhung der Rückenwindkomponente, die zur Zeit im Gespräch ist, kommt Horst Weise von der DFLD zu folgendem Fazit:

  • Beim Umstieg von der 5 Knoten-Ausnahmeregel auf die 7 Knoten Ausnahmeregel ist mit einem Anstieg von mindestens 31,8 Tagen BR25 zu rechnen, das entspricht 79,9% BR25 Tagen.
  • Sollte die vorgesehene Effizienzsteigerung zur „besseren Ausnutzung der bestehenden Rückenwind-Regelung“ erfolgreich sein, wird sie vermutlich auch bei der 7 Knoten-Regel angewandt. Dann ist mit einem theoretischem Anstieg von maximal 75,6 Tagen BR25 zu rechnen, das entspricht 91,9% BR25 Tagen. In der Praxis könnte eine 50% Steigerung möglich sein. Realistisch erscheint daher ein Anstieg von ca. 50 – 55 Tagen, das entspricht ca. 85% BR25 Tagen.
  • Für die von BR25 Betroffenen wird es praktisch keine Lärmpausen mehr geben. Dies steht im Widerspruch zu anderen Zielvorgaben des Lärmschutzes.

Hier die Untersuchung des DFLD als PDF

3 Gedanken zu „Was bedeutet die Erhöhung der Rückenwindkomponente für den Frankfurter Süden

  1. Das kommt dabei heraus wenn man es zuläßt dass die Fluglärmkommission beherrscht wird von einem Bürgermeister einer der betroffenen Gemeinden / Städte. Also entweder wird der Mann ersetzt durch eine neutrale Person, der man unterstellen kann bei keiner Varianten ein eigenes Interesse zu verfolgen, oder man besteht darauf dass solche Einrichtungen geleitet werden von einer Gruppe in der die einzelnen Interessen paritätisch präsent sind. Was liegt bei dem Frankfurter Flughafen näher als zu fordern dass je ein Vertreter aus dem Westen und einer aus dem Osten in dem Gremium sein müssen und das gleiche Informations- und Vertretungsrecht haben. Z.B. Herr Jühe für den Westen und Frau Dr. Fechter für den Osten. Vielleicht noch jemand für den Süden und den Norden? Alle Stellungnahmen müssen von allen Vier unterschrieben sein. Dann hört den Klüngel schnell auf, siehe Raunheim und Rückenwindkomponente.

  2. Bei der Rückenwendkomponenten sprechen wir immer nur von den Landungen. In Niederrad und im Westen von Frankfurt sind aber die Belästigungen mit den Starts auf der kurzen Strecke bei Ostwind nun auch nicht gerade das Gelbe vom Ei. Wenn wirklich in Zukunft fast 95% der Landungen in Richtung West stattfinden würden, dann muss das doch auch für die Starts gelten, oder? Wie wirkt sich das denn in der Summe aus? Könnte das wirkliche Interesse der Rückenwindkomponente nicht eine Entlastung des Westends und des Zentrums von Frankfurt bei den Starts sein? Zu böse gedacht?
    Ich halte eigentlich gar nichts von diesen Spielchen, denn die einzige Lösung für die Stadt und die Region kann nur die Deckelung des Ausbaus und in der Konsequenz die Schließung der NW-Landebahn sein.

  3. seit über einem Jahr lassen wir uns bereits belügen und die Verantwortlichen lassen sich feiern. Es wird nur geredet, verlogene Statements werden in den Medien verbreitet, ohne dass etwas geschieht.

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