Unfallgefahr – wann kommt der Vogelschlag

Kraniche 562vwJeden Herbst ziehen, unter anderen die Kraniche zu, ihren Winter Quartieren und queren dabei die Bahnen der startenden und landenden Flugzeuge. Wie bedrohlich nah sich die Kranichen und die Flugzeug kommen erkennt man an diesem aussagekräftigen Bild.  Volker Hartmann hat es am Sonntag den 10. Oktober 2015 über Oberrad aufgenommen. Wäre das Flugzeug etwas niedriger oder ein Schwarm etwas höher geflogen, hätte es zu eine Katastrophe kommen können. Wenn ein Vogel wie der Kranich, mit einem Gewicht von 5-7Kg, in ein Triebwerk einschlägt, kommt es es laut es Triebwerkhersteller MTU unweigerlich zu einem Totalausfall. Kraniche 562w2So geschehen bei den Triebwerken des Flugzeugs in New York im Januar 2009 als es in einen Schwarm von Gänsen geriet und diese von den Triebwerken angesaugt wurden und im Hudson River durch den Totalausfall der Triebwerke Notwassern musste.

Bei einer anderen Formation zählte Volker Hartmann Samstag, am 10. Oktober 2015, übrigens über 400 Kraniche über Oberrad und Sachsenhausen. Die Vögel können übrigens bis zu 1000 Meter hoch fliegen.

Auch dieser Umstand zeigt das ein Flughafen dieser Ausprägung nicht in bewohntes Gebiet passt. Nicht nur die Passagiere sind einer Gefahr ausgesetzt sondern, im erheblichen Mass sind es auch die Menschen die in den Flugschneisen leben. Andere haben das erkannt. Milano, Paris, Amsterdam, London alle haben ihre Flughäfen, aus gutem Grund. nach außen verlagert. Alleine Fraport macht es genau umgekehrt. Unterstützt von willfährige Politikern redet man der Bevölkerung ein das nur ein stadtnaher Flughafen ein ein Glücksbringer für die Region sei.

2 Gedanken zu „Unfallgefahr – wann kommt der Vogelschlag

  1. Seit der Landebahneröffnung gab es am Frankfurter Flughafen hunderte von Vogelschlägen, darunter auch eine Notlandung nach Triebwerksausfall durch Gänse.

    Am 21.November 2011 wurde ein Lufthansa-Airbus beim Landeanflug (07L) über dem
    Main von einem Vogelschwarm getroffen. Der Fall erregte damals grosses Aufsehen und wurde von Lufthansa, Fraport und Wirtschaftministerium bis heute nicht restlos aufgeklärt.
    Die BILD-Zeitung titelte am 5. März 2012 mit der Schlagzeile „Der Beweis:
    Mivotherm hat versagt“. (Mivotherm ist das Vogelschlag-Vorwarnsystem der Fraport).

    Am Faschingsdienstag, dem 21. Februar 2012 erlitt ein Lufthansa-Airbus in Höhe
    des Air-Rail-Centers in der Luft einen Triebwerksausfall. Gänse waren in das Triebwerk
    geraten. Es erfolgte eine Notlandung auf der Nordwestbahn (25R).

    Keine zwei Wochen später, am 23. April 2012 landete ein Airbus A330 der Oman-Air mit zertrümmertem Flügel auf dem Frankfurter Flughafen. Die Fluggesellschaft hat den Vogelschlag monatelang bestritten, später dann aber zugeben müssen.

    Das alles ließ sich bis heute fortsetzen.

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