Resümee der Fraport HV 2007 von Berthold Fuld

Die Verträge für den Ticona-Verkauf sind fertig, aber noch nicht vorm Notar unterzeichnet.M.E. wäre die Unterzeichnung des Ticona-Vertrags der Point-of-no-return. Da es sich um ein Grundstücksgeschäft handelt, sind nach meiner Kenntnis des deutschen Rechts alle bisher geschlossenen (nichtnotariellen) Vorverträge nicht bindend. Dass hier noch nicht alles 100%-tig in Butter ist, zeigte sich mir in der Anwesenheit von Ticona-Vertreter Weber-Bemnet.

– Ganz wichtig: Fraport fährt volles Risiko und will bis 2009 unabhängig von einem bestandskräftigen Planfeststellungsbeschluss in den Ausbau 2 Mrd. Euro investieren. Im Falle einer gerichtlichen Aufhebung müssten 1,4 Mrd. Euro abgeschrieben werden. Entsprechend groß´müsste eigentlich die Bereitschaft der Fraport sein, Konzessionen einzugehen, um Planungssicherheit zu bekommen. M.E. wären übrigens das Land Hessen und die Stadt Frankfurt in diesem Fall schadenersatzpflichtig gegenüber der Fraport.

– Auch bemerkenswert in diesem Zusammenhang: Ein solches Desaster würde sich nicht auf die vertraglich vereinbarte Vorstandsvergütung auswirken. Diese ist nämlich ausschließlich vom Umsatz und dem Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibung abhängig.

Am Rande konnte ich einige Worte mit Schulte wechseln. Schulte verwies auf die Verantwortung von Lufthansa und DFS für aktiven Lärmschutz und beklagte sich über deren starre Haltung. Deutlich wurde, dass Fraport einen Handel “Lärmschutz gegen Nachtflug” anstrebt.

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