RDF Gutachten: Nachtflugverbot ist machbar

April 2003
Aussagen:
Professor Johann-Dietrich Wörner

Wörner will Sprachrohr für die Betroffenen sein

Das RDF Gutachten sieht dazu vor, dass das Verbot von Flughafenbetreiber Fraport AG selbst beantragt wird und die Entscheidung darüber im Rahmen des Planfeststellungsantrags zur Erweiterung des Flughafens getroffen wird. Nun gelte es deutlich zu machen, dass “kein Ausbau ohne Nachtflugverbot in Betracht kommt, aber auch kein Verbot ohne Ausbau”, sagte Johann-Dietrich Wörner Kein Ausbau ohne Nachtflugverbot – Vorbild für ganz Europa.
Je näher die Entscheidung über den Ausbau des Frankfurter Flughafens rückt, desto mehr “müssen wir uns als Sprachrohr für die Betroffenen sehen und deren Interessen weiter transportieren”. Mit Staatssekretär Ralf Nagel vom Bundesverkehrsministerium in Berlin will er sprechen und um Unterstützung zu bitten.
Gutachten: Nachtflugverbot machbar
Das RDF hat ein Gutachten zum umstrittenen Nachtflugverbot erstellen lassen. Danach ist ein Verbot von planmäßigen Flügen in der Zeit von 23 bis 5 Uhr machbar. “Dies muss aber für den gesamten Flughafenstandort Rhein-Main gelten”, sagte Wörner.
Das Gutachten sieht dazu vor, dass das Verbot von Flughafenbetreiber Fraport AG selbst beantragt wird und die Entscheidung darüber im Rahmen des Planfeststellungsantrags zur Erweiterung des Flughafens getroffen wird. Nun gelte es deutlich zu machen, dass “kein Ausbau ohne Nachtflugverbot in Betracht kommt, aber auch kein Verbot ohne Ausbau”, sagte Johann-Dietrich Wörner.
Die Entscheidung für ein Nachtflugverbot könne weit reichende Konsequenzen und Vorbildcharakter für ganz Europa haben: “Brüssel oder London kämpfen nämlich mit identischen Problemen.

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