Fraport: Kein unbeschriebenes Blatt

korruptionDie Staatsanwaltschaft hat offenbar einen Korruptionsskandal beim Bau der “Cargo-City Süd” am Frankfurter Flughafen aufgedeckt. Bestechung, Schmiergeld, Korruptionsverdacht. Es ist nicht das erste Mal das Fraport in Verbindung mit diesen Begriffen genannt wird. Im aktuellen Fall geht es um Grundstücksgeschäfte.

Die Behörden ermittelten in Berlin, Hamburg, Frankfurt, Heidelberg und in Liechtenstein. Der Staatsanwaltschaft zufolge waren etwa 200 Polizeibeamte und 14 Staatsanwälte  beteiligt. Gegenstände im Wert von 2,9 Millionen Euro wurden angeblich beschlagnahmt.

Lesen Sie alte und neue Medienberichte zu diesem Thema: 

BIS Beiträge aus dem Jahren 2002 und 2003:

  • Fraport hat sich an der eigenen Gier verschluckt

Die Fraport baut als Generalunternehmer das Passagier-Terminal 3 auf dem Ninoy Aquino International Airport in der philippinischen Hauptstadt Manila. Es ist das größte Skandalprojekt des Landes – Bender unterschrieb den Vertrag. Wer trägt dafür die Verantwortung?

  • Hat die Fraport in Manila die Falschen geschmiert?

Den Vertrag mit der alten korrupten Regierung erkennt die neue Regierung nicht an. Am Projekt ist die Fraport zwar mit 65 Prozent beteiligt, hat aber nur 30 Prozent der Stimmrechte. Cheng ist der der ursprüngliche dubiose Partner. “Die Chengs bestimmen und Fraport zahlt”, wird in Manila gespottet.

  • In Manila droht die Insolvenz

Credit Suisse First Boston stuft Fraport-Aktie herunter. Ein Grund sei der drohende Verlust von Investitionen in Höhe von 400 Millionen Euro bei einer Insolvenz in Manila

  • Vertrag zum Betrieb eines Terminals in Manila nichtig?

Der Flughafen Manila droht zum Totalausfall für Fraport zu werden. Fraport möchte wenigstens das investierte Geld zurück. Da der ursprüngliche dubiose Partner offensichtlich nicht mehr zur Verfügung steht möchte die Fraport wohl ihren Anteil an den Philippinischen Staat verkaufen.

  • Philippinische Regierung hat den Vertrag für nichtig erklärt

Zuvor hat die Generalstaatsanwaltschaft und das Justizministerium entschieden, dass alle fünf Übereinkünfte zum Terminal 3 ungültig sind.

  • Es kam, wie es kommen mußte

Fraport rutscht 2002 nach Abschreibungen in die Verlustzone – Keine Dividend – Wirtschaftsminister Clement soll helfen – Fraport prüft Investitionen und stellt niemanden mehr ein.

  • Staatsanwaltschaft durchsucht Fraport Büroräume.

Bei den Durchsuchungen am Montag den 8. Dezember 2003 ging es um die Auffindung von Beweismitteln

2 Gedanken zu „Fraport: Kein unbeschriebenes Blatt

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