PRESSEERKLÄRUNG DER BIS ZUR FORSA-UMFRAGE VON FRAPORT

BI_Logo128_2013Forsa-Umfrage für Fraport zur Akzeptanz des Flughafenausbaus ist wertlos

„ Es ist schon problematisch, wenn der Verursacher eines Problems, die Anfrage zur Akzeptanz selbst in Auftrag gibt,“ so Ursula Fechter, Sprecherin der BIS. Völlig ohne Aussagekraft wird sie aber dann, wenn man die folgenden Tricks anwendet:

  • Wähle die richtigen Befragten aus
  • Stelle die richtigen Suggestivfragen
  • Lasse ungünstige Fragen ganz weg
  • Vermeide jede Vergleichbarkeit mit der letzten Umfrage.

All dies hat Fraport beherzigt und kommt damit zu einem für das Unternehmen äußerst positiven Ergebnis.

In Frankfurt z.B. sind die verschiedenen Stadtteile sehr unterschiedlich belastet. Hier hätte man in die Umfrage vor allem den hochbelasteten Süden einbeziehen müssen. Computergeneriere Zufallsumfragen habe hier keine Aussagekraft.

Erstaunlich ist, dass trotz der durchgehenden durchsichtigen Suggestivfragen immerhin 62 %, die Umwelt- und Lärmbelastung für die Region als Problem ansehen. Und 35 % der Meinung sind, dass Fraport kein hohes Engagement zeigt, um die Belästigung durch den Fluglärm zu mindern. Um sich nicht völlig lächerlich zu machen, musste man wohl diese beiden kritischen Fragen stellen. Die Frage aus einer früheren Umfrage:“ Der Flughafen ist ein Nachbar, der seine Verantwortung für die Menschen in der Region ernst nimmt“, wurde aus gutem Grund wohl nicht mehr gestellt.

Ein direkter Vergleich mit einer Umfrage aus 2014 ist außerdem nicht möglich, da man unterschiedliche Befragungsgebiete hatte. Auch hier muss eine Absicht unterstellt werden.

„Insgesamt muss man diese Umfrage als weiteren fehlgeschlagenen Versuch, sich als „guter Nachbar“ zu präsentieren, werten. Das Papier ist für die Tonne und da gehört es auch hin,“ so Fechter abschließend.

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