PRESSEERKLÄRUNG DER BIS ZUR NORAHSTUDIE

sachsenh schlaeft nicht

Zentraler Teil der Lärmwirkungsstudie NORAH ist wissenschaftlich nicht haltbar

Nicht alles in der heute vorgelegten Lärmwirkungsstudie NORAH ist aus Sicht der BIS zu beanstanden.

Nachvollziehbar und richtig ist, dass die Belästigungsquote, gerade durch Fluglärm, stark angestiegen ist. Auch die schon vorgestellten Ergebnisse, des sog. Kindermoduls unterstreichen unsere Forderungen nach Schließung der Bahn und einer notwendigen Lärmminderung.

Die Ergebnisse aber, die sich mit dem Einfluss auf nächtlichen Schlaf und auf den Bluthochdruck beschäftigen, sind nach Aussagen der Mediziner wissenschaftlich nicht verwertbar, ein Laie würde sagen:“ für die Tonne“. Während weltweit alle bekannten wissenschaftlichen Gutachten, außer einem, bisher bei dem Thema Bluthochdruck zu dem Ergebnis kommen, dass Fluglärm eindeutig Blutdruck steigernd und krankmachend ist, kommt die NORAH-Studie zu dem Ergebnis, dass das Risiko für Herz-oder Kreislauferkrankungen nicht erhöht ist. „ Das wundert uns keineswegs. Die Auftraggeber der Studie haben den Ausbau genehmigt bzw. durchgeführt haben und die gleichen Gutachter, die in der Schreckenbergstudie zu dem weltweit absurden und einzigen Ergebnis kamen, dass zunehmender Fluglärm, das Krankheitsrisiko mindert, wurden auch für die NORAH-Studie beauftragt. Da wundert es nicht, dass ein entsprechender Satz, dass nämlich z.B. Straßenlärm das Risiko halbiert, auch in der Studie steht,“ so Ursula Fechter, Sprecherin der BIS.

Besonders das Blutdruckmonitoring entbehrt jeder wissenschaftlichen Aussagekraft. Es gab hier nur eine Rücklaufrate von unter 7 %, d.h. exakt 844 Probanden. Die genau mit Bild vorgegeben Anleitung, dass man den Blutdruck über dem Hemdärmel messen soll, hat die die Mediziner fassungslos gemacht. Dass ein Blutdruck von 140/90 mmHg als normal angesehen wird, freut sicher viele Hochdruckpatienten, ist aber leider für die Kardiologen nicht haltbar. Weiter wurden die Messungen am Abend nicht mit einbezogen und alle Probanden mit Bluthochdruck in der zentralen Untersuchung ausgeschlossen.“ Kurz: Für die Epidemiologen bietet dieser Teil der NORAH-Studie weder einen repräsentativen Querschnitt, noch ist er wissenschaftlich auswertbar und haltbar.

„ Diese falsche Aussage wird aber nun von Fraport als Bestätigung für den Ausbau genommen und den Menschen in der betroffenen Region, die sich jetzt fragen, warum sie sich so aufregen, als Wahrheit verkauft. Dies darf keinesfalls so stehen bleiben. Daher werden wir als BIS auch weiter Aufklärung betreiben und auf unserer November Vollversammlung am 11.11.2015 um 19.30 in der Bergkirche der Dreikönigsgemeinde mit dem Epidemiologen Prof. Greiser eine Veranstaltung dazu machen“, so Fechter abschließend.

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