PM – Griechenland statt Lärmtaler

BI_Logo128_2013Griechenland statt Lärmtaler der Mediation
„ Würde man tatsächlich auf dem Boden der Mediation stehen, hätte Fraport schon seit 2011 den Lärmtaler mit 2,50 Euro pro Passagier einführen müssen. So war es von den Mediatoren für den Anti-Lärm-Pakt vorgesehen. Bei der Anzahl der Passagiere hätte das Fraport seit der Eröffnung der neuen Landebahn jedes Jahr über 144 Millionen gekostet.  Stattdessen hat sich Fraport einmalig mit knapp 90 Millionen an der sog. Allianz für Lärmschutz beteiligt, “ so Ursula Fechter, Sprecherin der BIS. Wer so glaubt auf dem Boden der Mediation zu stehen, der wird einbrechen.

„Und jetzt die Übernahme des Betriebs von 14 Regionalflughäfen in Griechenland. „ Aus Sicht von Fraport macht ein Engagement im Ausland durchaus auch Sinn. Nur sollen sie dann auch offiziell zugeben, dass der deutsche Heimatmarkt, wie die FAZ schreibt, gesättigt ist und Fachleute Wachstum im Luftverkehr  noch außerhalb Deutschlands erwarten. Die Flugbewegungen bei Fraport sind in den letzten Jahren  zurückgegangen und haben den Stand vor Eröffnung der Landebahn bis heute nicht erreicht. Die Stilllegung einer Bahn zu Sanierungszwecken in der Hauptreisezeit scheint kein Problem zu sein: Wozu also der Betrieb der Nord-West-Landebahn, die mit ihren geänderten Anflugrouten unnötig hunderttausende neu verlärmt hat?

Wer seine Zukunft also im Ausland sieht und wer dem passiven Lärmschutz für die Bevölkerung  einen so  niedrigen Stellenwert beimisst, wer sich nicht an die Vorgaben der Mediation hält, auf die er sich beruft und sich mit lächerlichen 90 Millionen versucht aus der Affäre zu ziehen, der sollte so konsequent sein, sich die Fehlinvestition der neuen Bahn eingestehen und diese stilllegen.

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