Offener Brief an VERDI

Die Sondierungsgespräche sind weitgehend abgeschlossen und spätestens landtadswahlEnde des Monats wird es Koalitionsgespräche in Hessen geben. Zur Zeit versuchen die unterschiedlichsten gesellschaftlichen Gruppierungen noch darauf Einfluß zu nehmen. In diesem Zusammenhang wurde in der Presse berichtet, dass Verdi sich massiv für den Flughafenausbau ausgesprochen hat und vor “faulen Kompromissen” warnt. Das ist so nicht richtig und sollte auch nicht unwidersprochen bleiben. Es gibt  bei Verdi Hessen eine eindeutige Beschlußlage gegen den Ausbau und wir finden, das  muss klargestellt werden. Wir haben daher als BIS dies zum Anlaß genommen, einen offenen Brief an Verdi zu schickenVer.di Bezirk Frankfurt

Wilhelm-Leuschner-Str. 69/77

60329 Frankfurt am Main

Offener Brief an ver.di Frankfurt zum Flughafenausbau

Sehr geehrte Verdi-Mitglieder,

am 05.04.2003 hat die Landesbezirksdelegiertenkonferenz Verdi-Hessen einen Beschluss gegen den weiteren Ausbau des Frankfurter Flughafens gefasst. An dieser klaren Beschlusslage hat sich bis heute nichts geändert.

Lassen Sie es daher nicht zu, dass ein einzelner Verdi-Fachbereich ( FB Verkehr unter Leitung von Gerold Schaub ) mit seiner abweichenden Meinung versucht, Einfluss auf die hessischen Koalitionsverhandlungen zu nehmen !

Machen Sie den Politikern eindeutig klar, dass Herr Schaub, stellvertretender Vorsitzender des FRAPORT-Aufsichtsrates, nicht für ver.di spricht und lassen Sie sich nicht instrumentalisieren!

Herr Schaub glaubt nämlich immer noch an das FRAPORT-Jobmärchen, welches längst durch aktuelle Zahlen widerlegt ist.Er spricht davon, dass eine Mehrheitsfindung bei den Sondierungsgesprächen für die Hessische Landesregierung nicht durch „faule Kompromisse“ zum Flughafen erkauft werden sollte.Das sehen die Bürgerinitiativen gegen den Flughafenausbau genauso. Denn Koalitionsverhandlungen, die dazu führen, dass Volker Bouffier Ministerpräsident bleibt, wären ein Schlag in die Magengrube der vom Fluglärm betroffenen Bürgerinnen und Bürger und hätten zur Folge, dass ungehindert dem Flughafenausbauwahn gefrönt würde.Arbeitnehmer werden krank durch Fluglärm, damit bei FRAPORT Arbeitnehmer eingestellt werden? Ver.di-Mitglieder finden nicht mehr ausreichend Schlaf, damit andere Ver.di-Mitglieder bei FRAPORT arbeiten können? Was ist das für eine Logik?

Gestern war übrigens auf der ARD-Internetplattform zu lesen, dass der Flughafenbetreiber seine Mitarbeiterzahl um gut 300 reduziert hat um Personalkosten einzusparen.

Fordern Sie hierzu eine Aussage von Herrn Schaub!

( Dr. Ursula Fechter )                                                            ( Monika Plottnik )

für die Bürgerinitiative Sachsenhausen ( BIS )

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