Mainzer Büttenrede

© Rudolph Herzberg,
Figur und Kostüm : Obelix vom Donnersberg

Mainzer Büttenrede
beim Bündnis der Bürgerinitiativen
Kein Flughafenausbau – für ein Nachtflugverbot von 22.00 bis 6.00 Uhr, Kelsterbach am Samstag, den 21.02.2009

Als Obelix vom Donnersberg
bin ich zu Euch gekomme,
weil man aus unserm Paradies
die Ruh hat uns genomme.

Ihr seht an moine scheene Hoose,
daß ich bin modisch, bin Franzose
und geeche komische — Avance
wehrt sich mein Volk mit —  Résistance.

Möcht Euerm Kardinal mal winke
auch uns — die Römer — oft dun stinke.
Vom Obelix auch er soll hör‘n,
weshalb mir — furchtbar uns beschwer‘n

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Vom Donnersberg als Obelix
will ich erkläre Euch ganz fix,
daß  unser Lebe läuft verkehrt,
weil Fluglärm unser Wildsäu stört.

Vor Schreck tun unser scheene Mucke
bei jedem Flugzeug sich tief ducke.
Und desterweche die vergesse
sich so schee rund und fett zu fresse.

Fazit:
Die Wildsäu werde nit mehr fett,
weeche 2 Kerle, gar nicht nett.
Den Fraport-Konzern einer führt,
der anner Hessen ruiniert.

Merkt: Roland Koch und Wilhelm Bender
das sind die größten Bannwaldschänder
Die woll‘n zu unserm aller Graue
im scheene Wald en Flugplatz baue
und so des Leebe uns versaue.
-Dene muß mer uff die Pfooote haue.

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Von hier gen Osten bitte sehr
da liegt die Ursach vom Malheur.
Von Miraculix ließ ich mir sagen,
auch die Mainzer    Nachtruh-Sorgen    plagen.

Dieser Terror!!!! —-   aus dem Nahen Osten,
in Mainz kann‘s die Gesundheit kosten.
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Koch verwüst‘ den Wald nicht nur,
sondern auch die deutsch Kultur.

Immer öftersch in de Zeitung steht
wann Koch zu dem McDonald’s geht.
Ich bin Franzos – ich bin Gourmet
mich werdet Ihr da niemals seh‘.
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Weil ich nit schlafe konnt zur Nacht
hab ich mir druff moin Reim gemacht:

En Narr, der hat, ich sag’s bescheiden,
soin Kopp nit nur ums Haar zu schneiden.
En Koch normalerweise hat,
des Cola und McDonald’s satt.

Denn, wer von Kochkunst was versteht,
doch niemals zu McDonald’s geht.

Wann er muß zu der Buddigg laufe
is Roland Koch en arme Haufe.
Das unterscheidet   mich von dem Mann,
ich   hab   ein   Weib,   das   kochen   kann!

Bei dieser CDU in Hessen
kannst Du mit Appetit nix essen.
Es ekelt Dich bei jedem Biß
weil’s Koch-Geschirr nit ganz sauber is.
**

Bei der Landtagswahl  – da hat’s gescheppert,
die CDU guckt ganz bedeppert.
Der Wähler dieses scheue Reh,
läßt sich im Wahllokal kaum seh.

Refrain:
heile heile Gäns-che
der Wähler meint es gut.
zieht schnell das Konsequenz‘che
jaacht fort die Bambelschnuut.
**

Mit Eurer Freud und Euerm Lache,
da losse mer‘s heit rischtisch kr…

(Sch…  Verfassungsschutz, die habbe mer doch glatt de Vortrag geklaut)

Für die Wiesbadener letzt Nacht
hab ich auch noch en Reim gemacht:

In Wiesbade der Koch, Ihr wißt,
de Statthalter vom FRAPORT ist.
Sagt‘m Oberbürgermeister Müller
Der Koch schon zweimal war kein Knüller.

Der hatt‘, weil er so unbeliebt,
zwei Landtagswahle schon versiebt.
Die Wählerquote immer dünner,
trotzdem sieht Koch sich als Gewinner.

En Zweit-Flughafe läßt der baue,
um uns die Nachtruh zu versaue.
Rhoihesse un die Vorder-Palz
uff Roland Koch schiebt soooo en Hals.

So ebbes hätt mer ohne Bosse
am Donnerberg schoo längscht geschosse.
**

Koch gibt sich gern martialisch wild
und is doch nur e Abziehbild.
Koch koin Respekt vor annern kennt,
uns selbscht nitt mol die Nachtruh‘ gönnt.

Nacht-Flug-Verbot hatt‘ er versproche,
um die NAIVE ab-zu-k..
Is der vum Alsheimer befalle?
duht sonscht der soi Verspreche halle?
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Der CDU wär man vielleicht gewogen,
solang man nicht wird angelogen.
Wer einmal lügt, dem glaubt man nicht,
selbscht wennern „RHOI vull WOI“ verspricht.
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Koi Buttermilch is Meenzer Blut
En Meenzer fast nix fürchte duht.
Der fürcht‘ kein Tdaliban – Geschwader,
der fürchtet seinen Bankberater!

Refrain:

heile heile Gäns-che
es wir schoo widder gut.
zieht schnell das Konsequenz‘che
jaacht fort die Bambelschnuut.
**

Die Stirn zu biete
Roland Koch,
Ihr liebe Leit,
ei traut Euch doch.

Die Meenzer wisse
wasse wolle:
Niemals regiert wern
von soom Dolle!
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Ein Bürger läßt sich da nicht bieten
Ein Bürger duldet keine  Nieten
in Nadelstreifen mit Krawatte
davon mir vill zu vill schon hatte
(wie Holger Börner mit der Latte)
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De Obelix, ich glaab, des wisst’er
Hat doch kee Schiss vor soom‘ Philister
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Dem Obelix is vor nix bange,
der hätt die Wildsau längst gefange,
wann die doch nitt, oh Grande Malheur
so schrecklich ungenießbar wär.
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ich sachs zu Schluß ganz unbenomme
zu Euch hier bin ich gern gekomme.
Ich wollt halt mol, weil‘s is so schee,
Euern Charakter leuchte seh‘.

Zum Abschluß Freunde, hier noch steht:
Das NEUE Mainzer Nachtgebet:

Komm, lieber Herr,
schmeiß Koch eraus,
ab in die Höll
zum F.-J. Strauß.
Des Rumpelstilz’che aus Eschborn
hott uff dem Poschte nix verlorn.
Laß ihn ins Fegefeuer wandern
zu schwarzen Teufeln und auch andern.
Der hott uns lang genuch beduppt,
laßt ihn doo schmorn, bis des er blubbt.
Und uns hier schenkste dodezu
endlich widder unser Ruh.

Mir all hier Dir e Ständche bringe,
indem wir unsre Hymne singe:

heile heile Gäns-che
es wir schoo widder gut.
zieht schnell das Konsequenz‘che
jaacht fort die Bambelschnuut. +++