Luftverkehr in Deutschland stärken

cducsuDas muss man gelesen haben, um zu wissen, welche Partei nicht wählbar ist. Der Initiativkreis Luftverkehr der CDU/CSU-Bundestagsfraktion (IKL) hat am 28.06.2013 ein lesenswertes Positionspapier mit dem schönen Namen “Luftverkehr für Deutschland” vorgelegt. In den neun Seiten wimmelt es von Aussagen wie:
  • “Mobil zu sein ist ein Grundbedürfnis unserer Gesellschaft . .” ” . . Voraussetzung für heutigen und zukünftigen Wohlstand”.
  • “Ohne einen wettbewerbsfähigen Luftverkehr würde Deutschland den Anschluss an die global vernetzten Märkte verlieren”.
  • ” Die Luftverkehrswirtschaft sichert über 800.000 Arbeitsplätze in Deutschland und weitere Hunderttausende  . . “
  • ” Unsere Industrie als Rückgrat unseres Wohlstands braucht für . . . ein reibungslos funktionierendes Verkehrssystem und international wettbewerbsfähige Transportpreise “.
  • ” Wir wollen prüfen, ob im Frachtverkehr . . . neue Marktpotentiale für die Logistikdrehkreuze in Deutschland erschlossen werden können “.
  • ” . .  Investitionsfähigkeit der deutschen Fluggesellschaften stärken  . . . Abschaffung der Luftverkehrsteuer in der nächsten Wahlperiode notwendig und vertretbar ist “.
  • “Ein exportorientiertes Land wie Deutschland braucht nachtoffene Flughäfen, will es perspektivisch nicht ins Abseits geraten”.
  • “Wir lehnen deshalb generelle Betriebsbeschränkungen in Deutschland mit einem Nachtflugverbot ab. . . . Wir setzen uns für international wettbewerbsfähige Betriebszeiten an deutschen Flughäfen ein, insbesondere an unseren Drehkreuzen“.
  • “Für die weitgehend nutzerfinanzierten Flughäfen wird, anders als bei den Bundesverkehrswegen, keine Bedarfsplanung aufgestellt”.

Leider steht die Bevölkerung dem Luftverkehrs-Wahn im Wege. Auch hier kennen die CDU/CSU-Experten Lösungen.

  • Zum Ausgleich der Interessen ist Transparenz und der frühzeitige Dialog mit allen mittelbar und unmittelbar Betroffenen der geeignete Weg, um eine bedarfsgerechte Flughafeninfrastruktur und international wettbewerbsfähige Betriebszeiten in Deutschland zu ermöglichen“.
  • “Wir sehen in der frühzeitigen Bürgerbeteiligung, z. B. durch Mediationsverfahren bei Großprojekten, die Chance für mehr Akzeptanz und Identifikation mit den Projekten. Zudem können die erforderlichen formalen Verfahren in dem gesamten Prozess bis zur Projektumsetzung schneller durchgeführt werden”.
  • “. . lärmreduzierende flugbetriebliche Verfahren und erst als letzte Möglichkeit durch operationelle Betriebsbeschränkungen vorzunehmen.
  • ” Für die Luftfahrtforschung werden wir zusätzliche Mittel zur Entwicklung neuer lärmarmer Technologien und Verfahren bereitstellen“.
  • ” Anreizsysteme zur Minderung der Umwelt- und Lärmauswirkungen . . . befürworten wir, wenn eine Wettbewerbsverzerrung zu Lasten der . .  Luftverkehrswirtschaft ausgeschlossen ist “.
  • ” Außerdem ist die Verteilung von Fluglärm in die Fläche durch geänderte An- und Abflugrouten nach bisherigen Erfahrungen nicht geeignet, die Akzeptanz zu erhöhen, weil bis dahin nicht betroffene Anwohner neu belastet werden “.
  • Die Verschärfung der Lärmzulassungsgrenzwerte für neue Flugzeuge . . befürworten wir. Gesetzliche Anpassungen des Bundesimmissionschutzgesetzes  wollen wir . . prüfen. . . . Die Lärmwirkungsforschung u.a.mit der laufenden Lärmwirkungsstudie NORAH kann hier wichtige Erkenntnisse liefern.

Auch das noch – Nur 4000 Meter zur Flugschneise – Wer, um Gottes willen, hat die Pauskirche eigentlich so dicht an der Flugschneise gebaut.

  • ” Flughäfen sind Wirtschaftsmagnete mit dem positiven Effekt hoher Beschäftigung in der Region. Der sich daraus auch ergebende Bedarf an Siedlungsflächen hat dazu beigetragen, dass Siedlungen näher an die Flughäfen herangerückt sind. Zum Schutz der Anwohner im Umfeld der Flughäfen halten wir die stringentere Ausweisung von Siedlungsbeschränkungsbereichen durch die Länder und Kommunen auf Grundlage der gesetzlich vorgeschriebenen Lärmkartierung für dringend geboten. Ausnahmen sind zu reduzieren und für besonders sensible Bereiche sollte auch eine Umnutzung in Betracht gezogen werden “.

Und beispiellos albern:

  • “Deshalb unterstützen wir die deutsche Initiative für alternative Energien . . die sich das ambitionierte Ziel gesetzt hat, bis 2025 . . eine Beimischungsquote von 10 Prozent . . Biokraftstoffe zu erreichen”.

 

3 Gedanken zu „Luftverkehr in Deutschland stärken

  1. Was hat der Bundestag denn hier in die Wege geleitet?
    Was wollen die in Einklang bringen – sich selbst?
    Geht es hier um den Fluglärm der durch Zwischenlandungen verursacht wird, oder um den der Pauschal-Party-Touristen?
    Um Frankfurter Allerlei?

    1.) * Eine Optimierung der Lärmminderungsmaßnahmen an dem jeweiligen Flughafen…, prioritär ist auch die Reduzierung des Fluglärms vorzunehmen…..*
    SEIT 2 JAHREN WERDEN RUND UM FRA GANZE REGIONEN VÖLLIG UNKONTROLLIERT MIT EINEM UNERTRÄGLICHEN FLUGLÄRM ÜBERZOGEN UND DIESE PARTEI/EN VERTUSCHEN NUN MIT “LÖSUNGSVORSCHLÄGEN” IHRE EIGENEN FEHLPLANUNGEN. PASSIERT IST BIS HEUTE GAR NICHTS, LIEBE CDU/CSU!
    Das Motto von CDU/CSU lautet also: Versprechen gebrochen, was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?!

    2.) *Optimierte An- und Abflugverfahren sowie neue Rollverfahren am Boden tragen zur Lärmreduzierung bei.*
    AUCH DAVON KEINE SPUR! ÜBERFLÜGE ALLE 60-120 SEKUNDEN MIT BIS ZU 80 dB SIND DIE REALITÄT, UND ZWAR TÄGLICH, 18 STUNDEN! SEIT TAGEN IST HIER DIE HÖLLE LOS!
    Fazit: Betroffene fühlen sich nach Strich und Faden getäuscht und belogen.
    Auch hier hat die Politik versagt, wieder mal nicht gehalten, was sie einst zugesagt hat.

    3.) * Von der Flugsicherung wird eine Lärmminderung erwartet*
    ES IST ALLEN MITSTREITERN BESTENS BEKANNT, DASS DFS SICH DIESEN PROBLEMEN NICHT STELLT – DAS ZAUBERWORT DORT HEIßT “VERSCHIEBEBAHNHOF” UND ZWAR VON ALLEN SEITEN, DARIN SIND DIE WELTMEISTER!
    Also werden wir uns ab sofort auf das “Lügen-Papier” beziehen und von der DFS Lärmminderung verlangen.

    4.) * Siedlungen sind näher an die Flughäfen herangewachsen*
    SO VIEL ZYNISMUS KANN MAN NUR IN EINEM PO-PAPIER – VOM STEUERZAHLER FINANZIERT – PRÄSENTIEREN.
    Die Wahrheit sieht so aus: Unsere Volksvertreter kennen die Geschichte einzelner Flughäfen demnach bedauerlicherweise nicht. Fraport hat sich wie ein Geschwür mit Metastasen vergrößert. Es ist mehr als traurig ansehen zu müssen, wie überall die Flucht vor Fluglärm ergriffen wird, alteingesessene Sachsenhäuser ziehen weg, Wohnungen und Häuser stehen seit Monaten zum Verlauf/Vermietung leer. Zur Miete siedeln sich Fraport-Einwanderer an (mit Fluglärmschweigeklausel).
    Fraport schafft nicht nur Arbeitsplätze sondern schafft mit Fluglärm-Terror auch gewaltig Wohnraum für eigene Mitarbeiter. Das ist eine gewollte Entwicklung: “Fraport am Berg unter der Einflugschneise”.

    5.) *Flughäfen sind Wirtschaftsmagnete*
    Ja, sollen sie auch. DOCH IN FRANKFURT GEHT ES UM EIN GESCHÄFTSMODELL VON FRAPORT, UM EINE PERVERSE LOGIK, DA DIE EINFLUGSCHNEISEN BEWOHNT SIND!
    FRA liegt in der Stadt, der Airport ist ein Innenstadt-Flughafen.
    Menschen können kein normales Leben mehr führen; der Fluglärm vertreibt die Bürger; Fraport und Politik entscheiden, wie in diesem Lande Menschen zu leben haben. Hier werden Menschen enteignet!

    Es ist nichts mehr so wie es einmal war. Deshalb fordern wir:
    Ausbaustopp des Flughafens. Stilllegung der Nordwestlandebahn. Nachtflugverbot von 22.00 bis 06.00 Uhr. Begrenzung der Gesamtflugbewegungen und des Gesamtfluglärms. Keine weitere Verharmlosung des Fluglärms, der Schadstoffbelastung und der Sicherheitsrisiken durch die Politiker, Lobbyisten und Verantwortlichen! Keine weiteren Lügen, sondern Umsetzung von effektiven Maßnahmen gegen die Probleme.

    In diesem Papier fehlt der Hinweis: In Zusammenarbeit mit Fraport als Auftraggeber.
    Es fehlt Fraport’s ArbeitsplatzLÜGE!
    Dein Brot ich ess, Dein Lied ich sing! Doch hier sei gesagt: eine Lobby wie Fraport legt – wenn es darauf ankommt – kein Wert auf Menschen!

    Korrupter Sumpf.

  2. Bei Westwind entwickele ich immer eine Wut, denn auf Dauer kann man unter der Einflugschneise nicht mehr wohnen. Wir leben hier “over the limit” und bald ist rund um den Airport gar kein Platz mehr für Dreckschleudern am Himmel.

    Schutz und Rettung vor Fluglärm geht bei uns so: wir MÜSSEN uns selbst wegschließen, das ganze Jahr um uns vor gesundheitlichen Schäden zu schützen! 747 ist für uns wie eine Zellen-Nummer in der Klappsmühle!

    Das Papier ist das beste Beispiel, dass alte Zöpfe nie aus der Mode kommen. Eindeutig wird hier wieder klar dargestellt, dass Politiker von Fraport regiert werden. Das ist alamierend, denn am Ende sind in Deutschland ja immer die Täter die Opfer.

    Die Abschaffung der Luftverkehrssteuer wird bestimmt sinnvollen EU-Kriterien entsprechen, ähnlich der Gurken-Norm. Oder ist es doch mehr als fraglich, ob der Millionen-LH-Deal vielleicht gar nicht aufgeht? Welcher kluge Investor würde dafür zahlen, um Tag und Nacht zugelärmt zu werden?

    Deutschland braucht offene Flughäfen? NEIN! Deutschland braucht Kita’s, Deutschland braucht Pflegepersonal – auch für die Politiker , die eines Tages gepampert werden müssen. Deutschland braucht dringend einen politischen Wandel!

    Der kluge Verbraucher will kein verkeimtes Fallobst aus dem Ausland, auch keine Weinberge die mit Kerosin angereichert sind, keine Fleischberge im Supermarkt von kranken und gequälten Tieren aus dem Ausland.
    Ich möchte importierte/EINGEFLOGENE Lebensmittel gekennzeichnet haben, damit ich diese boykottieren kann!
    Ich darf nur mit grüner Plakette nach Mainhatten fahren, MUSS mich hier auf dem Sachsenhäuser Berg aber ungefragt einem Umweltwahnsinn ausliefern, der mich nur noch ankotzt (sorry)!
    Ein Käfig voller Narren macht ganz bewusst den Osten und den Westen (hatten wir ja auch schon…) rund um den Flughafen kaputt und die meisten Bürger können sich das Ausmaß gar nicht vorstellen. Genau das ist das Problem!

    Vielleicht sollte ich mich doch besinnen und dem Vorschlag des Vereins des Flughafenbetreibers Profra folgen und mich dem ZEN-Buddhismus widmen, Geist und Gehirn vom Fluglärm mit dem Tiefen-Omm befreien? Aber braucht man dazu nicht einen ruhigen Raum? Nach dem “Tassen-Interview” mit Müller-Profra wissen wir jedenfalls, mit wem wir es zu tun haben. :-)

    • Fluglärm Fluglärm Fluglärm – wohne nicht in Ffm – – war letztens mit dem Rad am Goetheturm – Flucht – aber wohin? Nach Hause zum eignen Lärm – es ist entsetzlich … man muss sich schon weit weit wegbewegen, um evtl. ein Buch im Freien zu lesen … … … wo soll das hinführen …. Wirtschaftsmotor??? … … auch andere Arbeitskräfte – egal ob Süd;- Nordwestbahn oder sonstiger misshandelter Einflugschneisenanwohner …. wir brauchen alle Ruhe … Urlaub im Garten .. kleine Ausflüge in der Umgebung… ein Alptraum … Erholung in der Lärmhölle … na danke. P.S. das mit dem Kennzeichnen von eingeflogenen Lebenmitteln … sehr gut!!! Selbst nicht zu fliegen reicht nicht aus!!!! Rhein-Main-Lärmsommer: Wecker stellen und Fenster rechtzeitig schließen und zur eigenen Sicherheit: Ohrstöpsel anlegen …ein HOCH auf die Moderne Erorberung durch Fraport und auf die Mission: Käfighaltung … gründen wir doch 2020 den Club der Heimatvertriebenen…soweit darf es nicht kommen!!!!

Kommentar verfassen