Lobbyarbeit der VHU zerstört die Rhein-Main-Region

Pressemitteilung

Das der Frankfurter Flughafen für die Region eine wichtige Institution darstellt, bleibt unbenommen. Aber in seiner jetzigen Größe ist er für die Region bereits heute überdimensioniert und die einhergehenden Belastungen für die Bevölkerung zu groß.
Die Entwicklung der Verkehrszahlen des Flughafens geben hierfür ein klaren Bild ab.

Die Anzahl der Lokalpassagiere, also die, die in Frankfurt abfliegen und ankommen ist seit 2007 bis heute bei ca. 25 Mio. Passagiere gleich geblieben. Lediglich die Umsteiger sind von 29 Mio. auf 36 Mio. Passagiere gestiegen (An- und Abflug). Die Zahl der Flugbewegungen ist um fast 25.000 gefallen und der Cargo-Bereich ist nach seinem Höchststand in 2010 um fast 200.000 Tonnen gefallen.
Darüber hinaus ist die Lärmbelastung im südlichen Rhein-Main-Gebiet so massiv, so dass, wie die NORAH-Studie bestätigt, es zu erheblichen gesundheitlichen Risiken für die Anwohner und somit auch zu einer großen finanziellen Belastung der Krankenkassen führt.
Mit Erstaunen haben wir auch den Vorstoß der VHU, der Vereinigung der hessischen Unternehmerverbände durch Ihren Hauptgeschäftsführer Herrn Volker Fasbender gelesen. Dieser setzt sich wie immer uneingeschränkt für den hemmungslosen Ausbau des Flughafens ein und führt dabei bewusst oder unbewusst nachgewiesenermaßen falsche Argumente auf, ohne jeglichen Beweis dafür anzutreten. Seine Aussage u.a. zu die Risiken von Fluglärm, dass sie „minimal und damit geringer als bisher angenommen“ seinen, wird von den Wissenschaftlern der NORAH Studie selbst, als massive Verharmlosung scharf zurückgewiesen.
So Wolfgang Heubner Sprecher der Bürgerinitiative Sachsenhausen
Der Ausbau des Frankfurter Flughafens wurde im Planfeststellungsverfahren mit der wirtschaftlichen Notwendigkeit für die Region begründet. FRAPORT hat jedoch bereits heute schon Auslastungsprobleme und will insbesondere Billigflieger nach Frankfurt holen, damit die durch den Ausbau wachsenden Kapazitäten dann ausgelastet werden können. Damit hat FRAPORT bewiesen, dass die zum Ausbau vorgelegten Prognosen deutlich zu hoch waren und nur dazu dienten das mögliche Wachstum anzukurbeln. Die Region und deren Anwohner waren FRAPORT immer egal.
Deshalb begrüßt die Bürgerinitiative jede Maßnahme der Politik die Belastungen der Bürger klar zu reduzieren. Aber wir bestehen auch weiterhin auf einer
– Nachtruhe von 22:00h bis 6:00h
– Deckelung der Flugbewegungen auf 380.000
– Stilllegung der Nord-West Landebahn
– Schaffung rechtlich einklagbarer Grenzen der Belastung für alle Bürger

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