Je kleiner der Partikel, desto schädlicher!

51svvjan2016Zur ersten BIS-Vollversammlung des Jahres 2016 war Herr Dipl. Ing. Wolfgang Schwämmlein, Experte für Partikelmessung aus Mainz, unser Gast.

Sein Thema:
“Ultrafeinstaub, ein unterschätztes Risiko”
Eine Gefahr die massgeblich vom Flugverkehr ausgeht.

Die Ultrafeinstaub-Problematik wird unterschätzt. Je kleiner die Feinstaub-Partikel sind, desto tiefer dringen sie in die Lunge ein. Von dort gelangen sie auch zu anderen Organen. Gegen gröbere Partikel kann sich die Lunge wehren. Sie werden ausgehustet. Gegen Ultrafeinstaub ist die Lunge machtlos. Diese ultrafeinen Partikel stehen in Verdacht der Auslöser schlimmer Krankheiten zu sein. Ein mit Ultrafeinstaub besonders belasteter Ort ist das FRAPORT-Betriebsgelände und die überflogenen Gebiete unter den Flugschneisen. Bezogen auf die gleiche Menge verbranntem Kraftstoff, emittieren die modernen Düsentriebwerke tausendmal mehr Partikel als ein Dieselmotor. Der Flugbetrieb über dem Rhein-Main-Gebiet ist somit wohl der Verursacher von mehr als 50% des hiesigen Ultrafeinstaubs. Beachtet wird diese Gefahr merkwürdigerweise wenig.

Hier der Vortrag von Herr Dipl. Ing. Wolfgang Schwämmlein:

Von Herrn Stegbauer stammen die Bilder unserer Veranstaltung.

Lesen Sie zum Thema auch die Medienberichte

3 Gedanken zu „Je kleiner der Partikel, desto schädlicher!

  1. Die Gefährdung der Gesundheit durch lungengängige Feinstäube ist lange bekannt. Insofern nichts Neues an der FRA-Front! Was kann getan werden, um diese Emissionen zu senken?

  2. Es ist doch klar, warum man nicht von Ultrafeinstaubemissionen durch Flugzeuge redet, das wäre doch eine wirtschaftliche Katastrophe. Flugzeuge dürften doch nicht mehr über Großstädte fliegen, es dürfte niemand mehr unter den Flugschneisen Wohnen. Der Flugverkehr müsste evtl. eingeschränkt werden. Da wäre doch ein wirtschaftliches Desaster, Menschen werden das sicherlich überleben, die werden sich anpassen und wenn sie im Alter früher wegsterben ist das für die Wirtschaft und Allgemeinheit kein Schaden.
    Ich habe schon immer gesagt aus den Turbinen kommen keine Vitamine.
    Es ist doch klar, das die Abgase der Turbinen nicht viel besser sein können wie die Abgase aus den Autos und Schornsteinen.
    Aber die Autos und Schornsteine sind einfacher per Dekret sauberer zu machen. Das Volk muss das machen lassen und bezahlen, die haben keine Lobbyisten die der Regierung den Hintern stramm ziehen. Man schafft einfach mal Umweltzonen für Autos und dann müssen die Autofahrer halt neue Autos kaufen, das fördert die Wirtschaft und wir haben was getan. Bis zur Wahl ist das vergessen, und überhaupt, wen soll man den Wählen der dagegen was tun würde und könnte.
    Die Umweltzonen müssten bis in 5 km Höhe auch noch gelten, dann hätten wir schon etwas gewonnen.
    Ich finde es toll, das die BIS solche Ergebnisse ermittelt und Verteilt. Danke.

  3. Man sollte bitte die Schrift hinter den beiden Kästchen unten schwarz einfärben. Die weiße Schrift ist gegen den hellgrauen Grund für ältere Semester nicht zu lesen.
    Danke

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