Immer wieder montags … die Neunte, das Banana-Gebot

Wir werden wahrgenommen. Selbst in der letzten Wirschaftswoche wird über die Montagsdemo berichtet.Sie klagt, dass immer mehr Entscheider vom “Banana-Gebot” behindert werden. “Güter im Wert von mehr als 1000 Milliarden Euro gehen von hier jedes Jahr in den Welthandel… Der Industriestandort lebt von seiner Vernetzung mit dem Globus, vor allem auch per Cargo-Flieger.”

Schön und gut, lieber Wirtschaftswoche-Schreiberling, Deutschland ist klein, die Exporte sind wichtig, aber erklären Sie uns dochmal, wieso die neue Flugschneise der Cargo-Flieger ziemlich genau 3000 Meter von der Paulskirche, dem nationalen Symbol für Freiheit und Demokratie, entfernt verlaufen muss. Gibt es in Deutschland wirklich keinen Ort, an dem der Flugverkehr raumverträglicher betrieben werden kann?

Das was  Colin Crounch Postdemokratie nennt, ist unser Problem. Vom Flughafenausbau bis zu europäischen Entscheidungen gibt es hierfür Beispiele. Es gab ein Raumordnungsverfahren, in dem die Raumverträglichkeit geprüft wurde. Die Genehmigungsbehörde stellte zweimal fest, dass die Raumverträglichkeit nicht gegeben ist. In der dritten Variante hieß es: “Die Raumverträglichkeit kann hergestellt werden.” Das Genehmigungsverfahren wurde seiner Aufgabe beraubt, und ist nur noch eine leere Hülse, die der Durchsetzung vorgegebener Interessen dient. Diese sind: Der Betrieb eines Flughafens, dessen Größe nicht mehr in die Region passt, ohne Rücksicht auf die Bevölkerung, war die Vorgabe.

Wir demonstrieren am Montag für unsere berechtigten Interessen.  Das ist zum einen gegen eine mit undemokratischen Mitteln errichtete Landebahn, die uns in ihren Auswirkungen vielfältig schädigt und zurückgebaut werden muss. Zum anderen demonstrieren wir für den Erhalt demokratischer Verhältnisse, in denen der Bürger wieder verantwortlich eingebunden wird.

Achso: Banana-Gebot heißt: “Build absolutely nothing anywhere near anyone”

Das Bündnis, also der Dachverband der Bürgerinitiativen, ruft zur Montagsdemo auf. Wir demonstrieren gegen die Auswirkungen der neue Landebahn.

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