Gesundheitsgefährung durch Fluglärm

Die Flughafengesellschaft Fraport hat ihre Gutachten “Gesundheitsgefährung durch Fluglärm”, die ihrem Antrag auf Flughafenerweiterung des Frankfurter Flughafens beigefügt waren, auf das sog. Jansen-Kriterium gestützt.Dies besagt, dass die Aufweckschwelle, die eventuell zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen führen könnten bei 60 Dezibel liegt. Diese Beurteilung ist nicht nur menschenverachtend und falsch, sie basiert auch auf einer Untersuchung von 2 jungen gesunden Probanden durch Prof. Jansen. Dagegen steht nun die Studie von Prof.Greiser, der von über einer Million untersuchten Personen ausgeht und die zu alamierenden Ergebnissen führt. Man muss sich schon die Unverschämtheit vor Augen halten , mit dem Fraport versucht hat, die Landesregierung als Planfeststellungsbehörde mit der Uraltuntersuchung eines Unbelehrbaren zu beeinflussen. Der Landesregierung könnte man wohl auch Grimms Märchen vorlegen, sie läßt sich von keinem Argument von ihrem Willen zum Flughafenausbau abbringen. Ausschlaggebend ist alleine was Fraport und der Lobby der Fluggesellschaften zugute kommt. Da vergißt man auch gerne, dass man die Bevölkerung jahrelang inbezug auf eine Nachtflugverbot als Kompensation zum Flughafenausbau belogen hat. Gottseidank ist das Verfahren um den Ausbau des Frankfurter Flughafens nun aus dem hessischen Dunstkreis verschwunden. Das neue Fluglärmgesetz steht aufgrund der bemängelten Verfassungsmäßigkeit beim Bundesverfassungsgericht auf dem Prüfstand und der Planfeststellungsbeschluss zum Ausbau der Frankfurter Flughafens geht aufgrund der angekündigten Revision der Kläger in die nächste Runde nach Leipzig. Es bleibt zu hoffen, dass die Leipziger
Richter die neuesten Erkenntnisse in ihrem Abwägungsprozess angemessen berücksichtigen. Eine Überarbeitung des Fluglärmgesetzes und eine Zurückweisung des Planfeststellungsbeschlusses müsste dann die logische Konsequenz sein.

Dr. Ursula Fechter

Kommentar verfassen