Gemeinsam gegen Fluglärm

Die Veranstaltung war ein großer Erfolg. Über 400 Bürgerinnen und Bürger kamen in den überfüllten Südbahnhof.

feldmann

Lesen Sie was die Medien schreiben und lesen Sie die Begrüßungsrede der BIS Sprecherin Dr. Ursula Fechter.

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JOURNAL FRANKFURT

FNP

Begrüßungsrede im Namen der Frankfurter Bürger Initiativen

Herzlich willkommen, hier im Frankfurter Südbahnhof, in dem wir schon so viele erfolgreiche Veranstaltungen hatten.

Mein Name ist Ursula Fechter. Ich bin Sprecherin der BIS und stehe heute stellvertretend für das Bündnis der Frankfurter Bürgerinitiativen, das zusammen mit der Stadt Frankfurt zu der heutigen Veranstaltung eingeladen hat.

Schön, dass so viele Bürgerinnen und Bürger gekommen sind, das zeigt, dass wir heute über ein wichtiges Thema reden, das den Menschen nahe geht. Wir reden über Lärm und Lärm ist eines der größten Umweltprobleme in unserem dicht besiedelten Rhein-Main Gebiet. Durch die Inbetriebnahme der neue Nord-West-Landebahn wurden hunderttausende Menschen neu verlärmt, und das bei zurzeit rückgängigen Flugbewegungen. Wie soll das erst bei der geplanten Verdoppelung der Flugbewegungen auf über 700.00  aussehen? Das will sich niemand vorstellen  Die Lärmbelastung Die Weltgesundheitsorganisation WHO ermittelte in einer 2011 veröffentlichten Studie Lärm als das zweitgrößte Gesundheitsrisiko. Robert Koch, prophezeite schon 1910: “Eines Tages wird der Mensch den Lärm ebenso unerbittlich bekämpfen, wie die Cholera und die Pest.” Dieser Tag, liebe Freunde, ist gekommen und wir kämpfen.

“Gemeinsam gegen Fluglärm” ist unser heutiges Motto. Gemeinsam mit der Stadt Frankfurt, mit dem Oberbürgermeister und der Umweltdezernentin, das ist absolut neu für Frankfurt. Jahrelang wurden die Bürgerinitiativen von der Stadtregierung ignoriert und wenn das nicht funktionierte, sogar beschimpft als Panikmacher und Rattenfänger, die die Leute nur verunsichern würden. Die ehemalige Oberbürgermeisterin Roth gab uns auch noch den guten Ratschlag wegzuziehen, wenn es zu laut würde.

Dies, liebe Freunde ist vorbei: Seit fast genau einem Jahr haben wir einen Oberbürgermeister, Peter Feldmann, den ich herzlich begrüße, der unsere Sorgen ernst nimmt, der sich von dem Frankfurter BI`s regelmäßig beraten lässt und der mit uns zusammen Veranstaltungen durchführt, so wie diese heute im Südbahnhof. Der auf einer Veranstaltung kürzlich sagte: die BI `sind keine Feinde sondern sie engagieren sich und sie lieben Ihre Heimat, sie bieten qualifizierte und engagierte Zusammenarbeit an. Das Herr Oberbürgermeister werden wir auch weiter tun. Und wir haben eine Umweltdezernentin, die sich nicht vertreten lässt, wenn es ernst wird, die Frankfurt in der FLK vertritt, die auf die Montagsdemos zusammen mit uns geht und die auch heute bei der Veranstaltung mitmacht, herzlich willkommen Rosemarie Heilig.

Unser Thema heute ist die “Entlastung durch die Einführung von festen und verlässlichen Lärmobergrenzen”, ein zugegebenermaßen etwas sperriger Begriff. Aber dazu haben wir unsere Experten auf dem Podium: Herr Dr. Weinandy vom Umweltbundesamt wird uns zunächst erläutern, was man unter Lärmobergrenzen zu verstehen hat und wie sie berechnet werden. Herzlich willkommen Herr Dr. Weinandy. Und unsere Rechtsanwältin Frau Philipp-Gerlach wird dann im Anschluss berichten, welche Möglichkeiten es aus rechtlicher Sicht gibt, die Lärmobergrenzen zu verändern, denn das ist ja unser Anliegen. herzlich willkommen Frau Philipp-Gerlach. Auf dem Podium sitzt weiter Herr Mader von der Niederräder Bi In Eintracht gegen Fluglärm, der anschließend die Moderation übernehmen wird.

Bevor ich das Wort jetzt an den Oberbürgermeister und die Umweltdezernentin, die sie auch gerne begrüßen möchten, weitergebe, erlauben Sie mir aber noch ein paar Worte zu unserer augenblicklichen Situation: Wir Bürgerinitiativen werden immer wieder mit folgenden Worten konfrontiert: ” Was wollt Ihr eigentlich. Die Bahn ist doch in Beton gegossen, der Ausbauzug ist abgefahren. Ihr steht am Bahnsteig und seht nur noch die roten Schlusslichter entschwinden”.

Eine wahre Äußerung? Ich sage nein ! Denn der Ausbauzug ist zwar schon angefahren, aber er ist noch lange nicht angekommen. Noch laufen Gerichtsverfahren, noch demonstrieren jede Woche tausende von Bürgern gegen den Ausbau, das macht Fraport, Politiker und Landesregierung nervös, noch setzt sich immer mehr die Überzeugung durch, dass die Flughafenerweiterung eine Fehlplanung war, die bei weniger Flugbewegungen hundertstausende Menschen zusätzlich belastet und zu Sonderopfern macht, wie es der ehemalige MP Herr Koch einmal so treffend formuliert hat , noch ist hier das letzte Wort nicht gesprochen. Um auf den Zug zurückzukommen: Wichtig ist es, jetzt im weiteren Verlauf seiner Fahrt die Weichen zu stellen, dass er da landet, wo er mit seinen Waggongs voller Lärmeinheiten, Schadstoffe und Gesundheitsgefährdungen hingehört, nämlich auf dem Abstellgleis. Daran arbeiten wir.

Unsere Forderung nach Stilllegung der Nord-West Landebahn  bleibt bestehen, wie die Forderungen nach Deckelung der Flugbewegungen und einem echten Nachtflugverbot von 22 bis 6 Uhr. Hier gibt es keine schnellen Lösungen, sondern da liegt ein langer Weg vor uns. Und einer der Zwischenschritte auf diesem Weg um die Lärmbelastung zu reduzieren, und da bin ich wieder bei unserem heutigen Thema ist die Einführung von verlässlichen Lärmobergrenzen.

14 Gedanken zu „Gemeinsam gegen Fluglärm

  1. Diese Podiumsdiskussion brachte bestimmt für die meisten Profis unter den Anwesenden keine neuen Erkenntnisse. Die Antworten von Peter Feldmann gingen leider mehrmals an der Fragestellung und am Thema vorbei. Einige Herrschaften kamen nicht zu Wort, somit wurden wichtige Fragen abgeblockt. Schade.
    Ein Grund zur Sorge ist die Tatsache, dass immer noch zu viel diskutiert wird, Taten fehlen. Die Prognosen für “den langen Weg” – damit sind wohl die nächsten Jahre gemeint – lassen viele von uns ratlos und verzweifelt zurück. Es fehlen Tempo und Dampf!! Ebenso fehlte der Hinweis wann mit der Einführung der Lärmobergrenzen zu rechnen ist. Werden diese Lärmobergrenzen “verlässlicher” sein als das nicht funktionierende Nachtflugverbot? Oder wird man uns auch einen löchrigen Käse servieren?
    Die negative Haltung der SPD ist bekannt, auch wenn Herr Heider diese Landebahn schließen möchte werden sich die südlichen Staddteile von Oberrad bis Niederrad weiterhin dieser schrecklichen ergebnislosen Entwicklung stellen müssen, weil ja keine “schnellen Lösungen” in Sicht sind. Wann werden wir alle wieder zur Ruhe kommen? Erst wenn wir dieses sinkende Schiff verlassen haben? Den meisten Teilnehmern ist vermutlich auf dieser Veranstaltung einiges klar geworden. Die Heimat zu verlassen wird kein leichter Weg sein, aber auf jeden Fall wird er kürzer sein als die Wege, die von der verschlafenen Politik gewählt werden.
    Nach dem unerträglichen Fluglärm heute früh ist alles Positive weg. Dieser Wahnsinn verlangt Nerven, die viele von uns nicht mehr haben.
    Da werden die guten Ratschläge von Herrn Feldmann auch nicht mehr helfen.

  2. Bisher habe ich die Bekenntnisse und Äußerungen der BIS zur strikten Neutralität ernst genommen und geachtet im Kampf gegen den verbrecherischen Flughafenausbau.Seit der Veranstaltung im Südbahnhof bin ich enttäuscht.
    Diese Diskussionsversammlung war allein schon durch Einladung und alleinige
    Anwesenheit von Peter Feldmann und Rosemarie Heilig eine reine
    W a h l v e r a n s t a l t u n g zugunsten Rot/Grün. Auch bei der BIS weiß man ganz genau, daß bei der seinerzeitigen Oberbürgermeisterwahl Peter Feldmann nur obsiegt hat, weil die Stichwahl nur die Möglichkeit bot, sich als Wähler zwischen Pest und Cholera zu entscheiden. Die Bürger haben sich für das kleinere Übel entschieden.
    Auch Peter Feldmann hat nur ein Mandat auf Zeit. Diese Zeit muß er nutzen, um eine norwendige Nachtruhe und die dazu erforderliche Schließung der Nordwest-
    Landebahn im Interesse der gesamten betroffenen Südschiene in Frankfurt und Hessen durchzusetzen. Reines Geschwafel und politische Opportunismus sind hier fehl am Platz. Ohne Erfolg im Kampf gegen den Fluglärm und die damit verbundene Umweltzerstörung muß auch er zurücktreten.
    Die betroffene und leidende Bevölkerung ist hellwach und läßt sich hoffentlich nicht weiter verdummen.
    Es ist an der Zeit, den etablierten Parteien, und dazu zählen auch SPD und Grüne, einen wirksamen und nicht zu überhörenden Schrecken einzujagen.
    Allein die Androhung, bei der Wahl im September die “Linke” zu wählen, auch wenn es vielen Bürgern sehr schwer fallen mag, wird ein Protestzeichen artikulieren, das nicht übersehen werden kann.
    Mein Aufruf zur Protestwahl ist jedenfalls neutraler als die Neutralitätsheuchelei der BIS.
    Der gemeinsame “Kampf” gegen diesen Flughafenausbau sollte nicht zu einer Parteinahme zwischen Schwarz/Gelb und Rot/Grün werden.
    Wir bleiben neutral und rufen auf zu einer Protestwahl im September.

  3. Kann mich den hier verfassten Kommentaren nur anschließen! Letzendlich eine Beschwichtigungs. u. Parteiveranstaltung. Feldmann antwortete um den heißen Brei u. die Grünen (Fr. Heilig) sollte nicht vergessen das die im Kuschelkurs mit der CDU steht.
    Frau Nissen nahm die Gelegenheit zur Vorstellung ihrer Person u. das man SIE wählen sollte gleich beim Schopfe!
    PS:Lärm macht nicht nur krank, sondern er macht super aggressiv!
    Bin total resigniert!

  4. Warum eigentlich SPD wählen wenn die Haltung des Erbprinzen T S G bekannt ist, dann kann man doch gleich den Ministerpräsident auf seinem Thron sitzen lassen. Beide Parteien bewegen sich auf dem gleichen Null-Verständnis-Niveau. Wieso sollen die Bürger diese schmutzigen und hinterhältigen Parteien wählen, wenn der ganze Süden bald zur Versteigerung steht? CDU/SPD/Grüne sehen mit einer bodenlosen Frechheit und Ignoranz dabei zu, speisen uns mit Lächerlichkeiten ab, über die wir auch noch jubeln sollen? Wir sollen die irre Produktion von 700.000 Flugbewegungen hinnehmen und gleichzeitg den Politikern, denen es an Verständnis und Einfühlungsvermögen für die Menschen in diesem traurigen Süden fehlt, noch einen Gefallen tun, und uns selbst absiedeln, weil der Süden unbewohnbar wird? So geht das nicht mehr weiter. Um den Süden zu retten, brauchen wir langsam aber sicher einen unbewaffneten Aufstand, heftige Proteste, auf die Barrikaden gehen. Flörsheim ist schon zum Teil an Fraport verkauft. Krampfhaft an der SPD festzuhalten ist der falsche Weg.
    Dieser Sprung nach vorne von Frau Nissen passte nicht ins Bild, rücksichtsloser geht’s kaum noch.

    Zu den Lärmobergrenzen sollte auch Herrn Feldmann eine Obergrenze für sein Vorhaben und seine Pläne “Nachtruhe 22.-6h und Lärmobergrenze” gesetzt werden. Seine Worte sind kamen einer Hinhalte-Taktik gleich. Wollen wir nicht hoffen, dass wir eines Tages an seiner Ehrlichkeit zweifeln müssen.

  5. Die ganzen negativen Kommentare sind für unsere Arbeit wenig hilfreich. Wir haben zum ersten Mal die Unterstützung des Oberbürgermeisters und der Umweltdezernentin. Das war 14 Jahre lang anders – eine Zeit in der sich im übrigen die meisten für das Thema nicht interessiert haben. Das ist zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Wir haben in die Organisation wochenlange Arbeit gesteckt und dies war die erste Veranstaltung dieser Art. Eingeladen hatten wir Peter Feldmann und Rosemarie Heilig als die Amtsträger und nicht als Politiker von SPD und Grünen. Nicht alles ist so verlaufen, wie wir es geplant haben und wir lernen daraus – auch aus der Kritik. Bis jetzt habe ich noch keine einzige positive Stimme dazu gelesen. Für die Motivation des F.B.I. ist dies wirklich nicht hilfreich, zumal weitere Veranstaltungen geplant werden.

  6. Leider konnte ich nicht dabei sein, habe aber von einigen Nachbarn, Mitstreitern und von meinen Schwiegereltern viel positives gehört. Mein Schwiegervater bat mich, das ausdrücklich zu erwähnen.
    So viel nur dazu. Allerdings möchte ich auch mal drauf hinweisen was sich in den letzten Monaten schon bewegt hat, klar der Lärm ist noch da, aber wir haben schon an verschiedenen wichtigen Stellen die Weichen umgelegt.
    Jetzt müssen wir nur zusammen weiter arbeiten und leider noch Geduld aufbringen..hier geht es ja nicht um die entfernung einer Gartenhütte, sondern gegen einen riesen Konzern mit vielen Lobbyisten.

  7. Was verstehen Sie, Frau Meermagen, unter “weiter arbeiten und leider noch Geduld aufbringen”? Sollen wir noch jahrelang am Terminal 1 demonstrieren und Klagelieder singen und geduldig warten, bis wir durch Lärm und Umweltzerstörung krank geworden oder gar gestorben sind? Eine Gartenhütte ist über Nacht aus dem Wege geräumt.
    Einen Großkonzern wie Fraport oder Lufthansa mit viel lobbyistischer und politischer
    Unterstützung müssen Sie bis aufs Messer bekämpfen, sonst wird dieser nicht klein-
    beigeben. Ihre Gedanken sind schon sehr kindlich naiv.
    Wenn Sie eine der etablierten politischen Parteien finden, die unsere Ziele –
    Stilllegung der Landebahn Nordwest und Flugverbot von 22 bis 6 Uhr – auf ihre Fahnen
    (Wahlprogramm) schreibt, dann nennen Sie diese beim Namen. Sie wird bei der kommenden Septemberwahl die Stimmen der weit mehr als 200 000 Betroffenen erhalten.

  8. Ich denke, der Unmut und die Sorgen, die in einigen Kommentaren Ausdruck gefunden haben, müssen ernst genommen werden. Gerade WEIL wir es mit einer sehr schwierigen Situation zu tun haben, müssen wir auch untereinander Geduld haben und kritisch und solidarisch diskutieren.
    Es muss auch erlaubt sein, die Unterstützung von OB Feldmann und Frau Heilig zu hinterfragen.
    Und genauso wichtig ist es, Fragen zu der Perspektive unseres gemeinsamen Protests und unserer Arbeit zuzulassen. Patentlösungen gibt es keine, umso wichtiger ist es, den unseren Gedankenaustausch untereinander möglichst lebendig und vielfältig zu gestalten und auch immer wieder zu fragen, was wir bisher erreicht haben und was wir in der aktuellen Situation alles tun können, um unserem gemeinsamen Ziel näherzukommen. Es gibt viel Gesprächs- und Klärungsbedarf, und nur wenn wir uns dem stellen, stärken wir unseren Zusammenhalt und erhöhen den Druck auf unsere Widersacher.

    Im Hinblick auf das Stichwort “unbeantwortete Fragen” habe ich jeweils einen Brief an Herrn Feldmann und Frau Heilig geschrieben mit gleich lautenden Fragen. Ich bin auf die Antworten gespannt und werde umgehend berichten:

    “Sehr geehrter Herr Feldmann,

    leider kam ich heute bei der Veranstaltung im Südbahnhof mit meiner Wortmeldung nicht mehr an die Reihe, darum greife ich die Anregung vom Podium auf und wende mich mit meinen Fragen schriftlich an Sie.

    Ich begrüße Ihr Eingangsstatement von heute Abend sehr und schätze überaus Ihre Haltung und Ihren Umgang mit den Bürgerinitiativen und den Menschen, die unter dem unerträglichen Fluglärm leiden, muss aber dennoch fragen, ob es nicht möglich ist, nicht nur heute hier im Saal oder wie vor Monaten in der Vollversammlung der BI Sachsenhausen passende Worte zu finden, sondern auch draußen in der Öffentlichkeit deutlicher als bisher Stellung zu beziehen, wenn es darum geht, den schweren Angriffen auf die Menschen in der Fluglärmregion entgegenzutreten.
    1. Wäre es nicht höchste Zeit, dass die Stadt Frankfurt, wie es in vielen anderen betroffenen Gemeinden selbstverständlich ist, mit eigenen Mitteln Zeichen setzt und gegen das Elend der “Fluglärmzone” auf ihren Internetseiten sowie im Stadtbild mit Bannern, Stellwänden und Plakaten protestiert und die Betroffenen öffentlich unterstützt und ermutigt und beispielsweise auch positiv zu den Montagsdemonstrationen steht?

    2. Wäre es nicht höchste Zeit, dass Sie und die Verantwortlichen im Magistrat Pläne und Maßnahmen, die jetzt schon unerträglichen Belastungen noch weiter zu steigern, mit deutlichen Worten öffentlich scharf zurückweisen?
    Das gilt für die ganz aktuell drohende zusätzliche Verlärmung durch ein Treibstoff sparendes Abflugverfahren der Lufthansa, das ab Juni verbindlich angewendet werden soll. Das gilt aber auch für die drohende Erhöhung der Rückenwindkomponente, die nach wie vor von der Fluglärmkommission entschieden befürwortet bzw. empfohlen wird, nachzulesen auf den Internetseiten des Forums Flughafen Region, Link anbei:
    (http://www.forum-flughafen-region.de/forum/expertengremium-aktiver-schallschutz/einzelmassnahmen/)

    3. Wäre es nicht höchste Zeit, den irreführenden und darum höchst unethischen Grafiken zur so genannten “Einzelmaßnahme Aktiver Schallschutz” “Optimierung beim Betriebsrichtungswechsel je nach Rückenwind” im Internetauftritt des Forums Flughafen Region, der in Verantwortung der Fluglärmkommission steht, entgegenzuwirken und sofort darauf zu bestehen, dass dort die Realität der Lärmbelastung in der Flughafenregion korrekt dargestellt wird?
    Bis heute, 18 Monate nach ihrer Eröffnung ist die neue Landebahn Nordwest dort überhaupt nicht eingezeichnet! Die damit verbundenen Anflugrouten und die von ihnen ausgehende Lärmbelastung wird verschwiegen. Und das angesichts der Tatsache, dass nach Angaben der Umweltdezernentin im Stadtgebiet 127 000 Menschen vom Fluglärm betroffen sind!
    Der Lerchesberg und der gesamte Frankfurter Süden sind fern aller Flugrouten abgebildet, die Kartenproportionen sind verzerrt und im Text wird die Belastung der Wohngebiete im Frankfurter Süden komplett unterschlagen! Dort heißt es lediglich: “Da westlich des Flughafens einige Wohngebiete sehr nahe am Flughafen liegen und Landungen besonders niedrige Überflüge verursachen, wurde auch schon bisher angestrebt, den Flughafen möglichst von Osten aus anzufliegen und nach Westen zu starten (…).” Nachweis:
    (http://www.forum-flughafen-region.de/forum/expertengremium-aktiver-schallschutz/einzelmassnahmen/)

    4. Es ist auch keineswegs zu spät, die nachweislich vom Vorsitzenden der Fluglärmkommission zu Unrecht betriebene Ablehnung der Ernennung von Frau Dr. Fechter zur Stellvertreterin von Frau Heilig in der Fluglärmkommission zurückzuweisen und Ernst zu machen mit dem Anspruch, dass Benennung der Vertreter/innen für die Gemeinden und Kreise allein deren ureigene Angelegenheit sind, in die niemand hineinzureden hat.
    In diesem Zusammenhang sei der Hinweis gestattet, dass es die Stadt Frankfurt von sich aus versäumt hat, durch Abberufung von Frau Michel den Platz für Frau Dr. Fechter überhaupt freizumachen, als die politische Auseinandersetzung um die Beauftragung von Frau Dr. Fechter aktuell war. Das zeigt ein Blick auf die damalige Mitgliederliste der Fluglärmkommission, die veröffentlicht wurde.

    Sehr geehrter Herr Feldmann, Sie haben uns heute Abend mit Worten nachdrücklich ermutigt, mit unserem Protest nicht nachzulassen, es wäre sehr schön, wenn Sie dazu beitragen könnten, dass diesen Worten von Seiten der Stadt auch Taten folgen.
    Sie können sich sicher vorstellen, dass das für uns eine noch viel bedeutendere Ermutigung wäre.

    Abschließend möchte ich noch daran erinnern, dass es eine Zusage gab, die in dem siebenseitigen Papier anlässlich Ihres Auftritts in der Bergkirche der Dreikönigsgemeinde am 10. Oktober 2012 gesammelten Fragen würden alle beantwortet und erlaube mir die Frage, wie es damit steht.

    Mit freundlichen Grüßen

    Knut Dörfel, Frankfurt Sachsenhausen”

  9. Es ist gut, dass der OB sein Wort hält und uns zur Seite steht.
    Warten wir auf die nächste Podiums-Runde und auf die positiven Lärmobergrenzen-Ergebnisse, die uns Herr Feldmann vielleicht vorlegen wird. (Obwohl die LH zum 1.6. d.J. lauter wird, durch ein neues Anflugverfahren). Mmmmh.
    Wie wird unser OB eigentlich allen gerecht? Er hat zwei Interessengruppen zu vertreten. Die eine in seiner Funktion als Aufsichtsrat bei der Fraport, die andere als unser “Fluglärm-Guru”.
    Fr. Fechter hat Recht, vor Herrn Feldmann hat man die Menschen im verlärmten Süden alleine ohne Hilfe im Regen stehen lassen. Auch die Arbeit inkl. aller Veranstaltungs-Vorbereitungen mit viel Herzblut und Engagement der BIS muss man loben. Danke dafür.
    Aber auch RC hat Recht. Die Ansichten der genervten Menschen haben sich nach 18 Monaten verändert, weil sich bis heute nichts verändert hat. So hat eben jeder was er hören will und was er nicht mehr hören kann. So ist das mit dem Lärm ja auch, mein Nachbar will der Fluglärm nicht hören, weil er meint, mit dieser Haltung seine Immo verteidigen zu können, dem anderen ist der Verlust seiner Immo völlig wurscht, dem geht’s um seine HEIMAT !!!

  10. Nachdem mein Kommentar von gestern, 07.05.2013 17.41, die “Moderierung” nicht durchlaufen hat und – soweit ich erkennen kann – darum nicht veröffentlicht wurde, sende ich ihn jetzt wortgleich ein zweites Mal, in der Hoffnung, dass er diesmal veröffentlicht wird:
    “Knut Dörfel sagte am 7. Mai 2013 um 17:41 :
    Ich denke, der Unmut und die Sorgen, die in einigen Kommentaren Ausdruck gefunden haben, müssen ernst genommen werden. Gerade WEIL wir es mit einer sehr schwierigen Situation zu tun haben, müssen wir auch untereinander Geduld haben und kritisch und solidarisch diskutieren.
    Es muss auch erlaubt sein, die Unterstützung von OB Feldmann und Frau Heilig zu hinterfragen.
    Und genauso wichtig ist es, Fragen zu der Perspektive unseres gemeinsamen Protests und unserer Arbeit zuzulassen. Patentlösungen gibt es keine, umso wichtiger ist es, den unseren Gedankenaustausch untereinander möglichst lebendig und vielfältig zu gestalten und auch immer wieder zu fragen, was wir bisher erreicht haben und was wir in der aktuellen Situation alles tun können, um unserem gemeinsamen Ziel näherzukommen. Es gibt viel Gesprächs- und Klärungsbedarf, und nur wenn wir uns dem stellen, stärken wir unseren Zusammenhalt und erhöhen den Druck auf unsere Widersacher.
    Im Hinblick auf das Stichwort “unbeantwortete Fragen” habe ich jeweils einen Brief an Herrn Feldmann und Frau Heilig geschrieben mit gleich lautenden Fragen. Ich bin auf die Antworten gespannt und werde umgehend berichten:
    “Sehr geehrter Herr Feldmann,
    leider kam ich heute bei der Veranstaltung im Südbahnhof mit meiner Wortmeldung nicht mehr an die Reihe, darum greife ich die Anregung vom Podium auf und wende mich mit meinen Fragen schriftlich an Sie.
    Ich begrüße Ihr Eingangsstatement von heute Abend sehr und schätze überaus Ihre Haltung und Ihren Umgang mit den Bürgerinitiativen und den Menschen, die unter dem unerträglichen Fluglärm leiden, muss aber dennoch fragen, ob es nicht möglich ist, nicht nur heute hier im Saal oder wie vor Monaten in der Vollversammlung der BI Sachsenhausen passende Worte zu finden, sondern auch draußen in der Öffentlichkeit deutlicher als bisher Stellung zu beziehen, wenn es darum geht, den schweren Angriffen auf die Menschen in der Fluglärmregion entgegenzutreten.
    1. Wäre es nicht höchste Zeit, dass die Stadt Frankfurt, wie es in vielen anderen betroffenen Gemeinden selbstverständlich ist, mit eigenen Mitteln Zeichen setzt und gegen das Elend der “Fluglärmzone” auf ihren Internetseiten sowie im Stadtbild mit Bannern, Stellwänden und Plakaten protestiert und die Betroffenen öffentlich unterstützt und ermutigt und beispielsweise auch positiv zu den Montagsdemonstrationen steht?
    2. Wäre es nicht höchste Zeit, dass Sie und die Verantwortlichen im Magistrat Pläne und Maßnahmen, die jetzt schon unerträglichen Belastungen noch weiter zu steigern, mit deutlichen Worten öffentlich scharf zurückweisen?
    Das gilt für die ganz aktuell drohende zusätzliche Verlärmung durch ein Treibstoff sparendes Abflugverfahren der Lufthansa, das ab Juni verbindlich angewendet werden soll. Das gilt aber auch für die drohende Erhöhung der Rückenwindkomponente, die nach wie vor von der Fluglärmkommission entschieden befürwortet bzw. empfohlen wird, nachzulesen auf den Internetseiten des Forums Flughafen Region, Link anbei:
    (http://www.forum-flughafen-region.de/forum/expertengremium-aktiver-schallschutz/einzelmassnahmen/)
    3. Wäre es nicht höchste Zeit, den irreführenden und darum höchst unethischen Grafiken zur so genannten “Einzelmaßnahme Aktiver Schallschutz” “Optimierung beim Betriebsrichtungswechsel je nach Rückenwind” im Internetauftritt des Forums Flughafen Region, der in Verantwortung der Fluglärmkommission steht, entgegenzuwirken und sofort darauf zu bestehen, dass dort die Realität der Lärmbelastung in der Flughafenregion korrekt dargestellt wird?
    Bis heute, 18 Monate nach ihrer Eröffnung ist die neue Landebahn Nordwest dort überhaupt nicht eingezeichnet! Die damit verbundenen Anflugrouten und die von ihnen ausgehende Lärmbelastung wird verschwiegen. Und das angesichts der Tatsache, dass nach Angaben der Umweltdezernentin im Stadtgebiet 127 000 Menschen vom Fluglärm betroffen sind!
    Der Lerchesberg und der gesamte Frankfurter Süden sind fern aller Flugrouten abgebildet, die Kartenproportionen sind verzerrt und im Text wird die Belastung der Wohngebiete im Frankfurter Süden komplett unterschlagen! Dort heißt es lediglich: “Da westlich des Flughafens einige Wohngebiete sehr nahe am Flughafen liegen und Landungen besonders niedrige Überflüge verursachen, wurde auch schon bisher angestrebt, den Flughafen möglichst von Osten aus anzufliegen und nach Westen zu starten (…).” Nachweis:
    (http://www.forum-flughafen-region.de/forum/expertengremium-aktiver-schallschutz/einzelmassnahmen/)
    4. Es ist auch keineswegs zu spät, die nachweislich vom Vorsitzenden der Fluglärmkommission zu Unrecht betriebene Ablehnung der Ernennung von Frau Dr. Fechter zur Stellvertreterin von Frau Heilig in der Fluglärmkommission zurückzuweisen und Ernst zu machen mit dem Anspruch, dass Benennung der Vertreter/innen für die Gemeinden und Kreise allein deren ureigene Angelegenheit sind, in die niemand hineinzureden hat.
    In diesem Zusammenhang sei der Hinweis gestattet, dass es die Stadt Frankfurt von sich aus versäumt hat, durch Abberufung von Frau Michel den Platz für Frau Dr. Fechter überhaupt freizumachen, als die politische Auseinandersetzung um die Beauftragung von Frau Dr. Fechter aktuell war. Das zeigt ein Blick auf die damalige Mitgliederliste der Fluglärmkommission, die veröffentlicht wurde.
    Sehr geehrter Herr Feldmann, Sie haben uns heute Abend mit Worten nachdrücklich ermutigt, mit unserem Protest nicht nachzulassen, es wäre sehr schön, wenn Sie dazu beitragen könnten, dass diesen Worten von Seiten der Stadt auch Taten folgen.
    Sie können sich sicher vorstellen, dass das für uns eine noch viel bedeutendere Ermutigung wäre.
    Abschließend möchte ich noch daran erinnern, dass es eine Zusage gab, die in dem siebenseitigen Papier anlässlich Ihres Auftritts in der Bergkirche der Dreikönigsgemeinde am 10. Oktober 2012 gesammelten Fragen würden alle beantwortet und erlaube mir die Frage, wie es damit steht.
    Mit freundlichen Grüßen
    Knut Dörfel, Frankfurt Sachsenhausen”

  11. Ich bin offen im Netz und andere machen das eben anonym. Dieses ist nicht die feine Art.
    Bin eben ein vertrauensseliges Kind :-)

  12. Ich denke, der Unmut und die Sorgen, die in einigen Kommentaren Ausdruck gefunden haben, müssen ernst genommen werden. Gerade WEIL wir es mit einer sehr schwierigen Situation zu tun haben, müssen wir auch untereinander Geduld haben und kritisch und solidarisch diskutieren.
    Es muss auch erlaubt sein, die Unterstützung von OB Feldmann und Frau Heilig zu hinterfragen.
    Und genauso wichtig ist es, Fragen zu der Perspektive unseres gemeinsamen Protests und unserer Arbeit zuzulassen. Patentlösungen gibt es keine, umso wichtiger ist es, den unseren Gedankenaustausch untereinander möglichst lebendig und vielfältig zu gestalten und auch immer wieder zu fragen, was wir bisher erreicht haben und was wir in der aktuellen Situation alles tun können, um unserem gemeinsamen Ziel näherzukommen. Es gibt viel Gesprächs- und Klärungsbedarf, und nur wenn wir uns dem stellen, stärken wir unseren Zusammenhalt und erhöhen den Druck auf unsere Widersacher.

  13. Ich finde diese ganzen Bürgerinitiativen und Fluglärmbeseitigungsseiten und Demonstrationen einfach nur lächerlich. Man kann von Glück sprechen das es den Frankfurter Flughafen gibt. Denkt an die ganzen Arbeitsplätze die der Flughafen bietet. Überall werden über mangelende Arbeitsplätze gejammert und hier versucht man auch noch welche zu zerstören. Außerdem ist der Flughafen wahrscheinlich ein sehr guter Steuerzahler für die Region.(Möchte mal sehen wenn der Flughafen weniger Steuern zahlt was dann los ist. :D) Abschließend kann ich nur sagen SEIT FROH DAS ES DEN FLUGHAFEN GIBT!!! Meiner Meinung nach ist man hier nicht bereit für neues!! Einfach lächerlich und aus den letzten Jahrhunderten. Wenn euch der Lärm stört baut gedämmte Häuser inkl. Fenstern und ihr habt keine Probleme mehr!!

  14. @Dominik: was sind das denn für Bierzelt-Horrorgeschichten. Gedämmte Häuser u. Fenster für 200.000 Menschen. Sagen Sie uns doch mal, wie Sie sich diese finanzielle Rundumsanierung vorstellen? Sie werden diese Kosten ganz bestimmt nicht übernehmen. Befürwortung zur Käfighaltung und ihre Arbeitsplatz-Peinlichkeit sollten Sie doch besser unter die Lupe nehmen. Man mag gar nicht daran denken, wie viele Arbeitnehmer dieser Fraport-Quatschbude in 10-30 Jahren von ihrer armseligen Rente nicht mal ihre Miete bezahlen können, dem Staat zur Last fallen. Aber Fraport lässt sich ganz bestimmt noch eine neue Kampagne einfallen: JA-zu-Fraports-Suppenküche für Arme. Tja, und ein Teil der Fraport-Steuern wandert deshalb dann gleich ab in saatliche Hilfe für ex Fraport-Mitarbeiter. Wie schön!

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