Teile Absturz: Informationsgebaren enttarnt

till spiegelAm 8. Oktober landet eine 747 aus Korea auf der Centerbahn. Ein Autofahrer der auf der A661 fährt sieht, wie sich ein Teil aus dem Flugzeug löst. Unser Mitstreiter, Valeriu Gurin, sieht es vom Hasselhostweg auch.Wir beschreiben den Vorfall und fragen „Wer weiß mehr“ auf unserer Webseite. Am 15. Oktober, also sieben Tage später findet der Ausbaugegner Patrick Schuffenhauer ein 5 qm grosses Flügelteil im Stadtwald. Wir befanden uns am Fundort im Wald. Die anfliegenden Flugzeuge flogen über uns. Wir verständigen die Polizei. Aus dem 8. Revier kommen sehr freundliche, wortkarge Beamte. Ja, sie wüssten dass es ein Vorfall gab. Ja, sie hätten auch nach einem Teil gesucht. Ja, wir dürften sie fotografieren, aber nur die Lederjacke mit der Aufschrift „POLIZEI“. Nein, wer sie informiert hat dürften sie nicht sagen. Nein, wie die Suche durchgeführt würde könnten sie nicht sagen. Im übrigen, es handelt sich um Ermittlungen . . .
Jetzt hätten sie Gott weiss wen informiert. Die würden sich um alles weitere kümmern. Was kam, war ein ADAC Abschleppwagen. Das Teil wurde aufgeladen und abgefahren.
Jetzt stellt sich natürlich die Frage: Sollte das Teil eigentlich gefunden werden? Dies ist eher unwahrscheinlich, sonst hätte man das anders angefasst. Ich nehme an man hat das 8. Revier in der Art beauftragt „Guckt mal ob etwas rumliegt“. Es ist anzunehmen, dass die Polizei die Waldwege abfuhr und keinen Schritt durch den Wald lief.Mit sechs oder acht Personen, die in 10 Meter Abstand unter der Flugschneise den Wald absuchen, hätte man das Teil sofort gefunden. Nur, wie soll ein Polizeirevier das leisten?v5web

Für die Reviertür haben wir schon mal ein Schild vorbereitet. Zukünftig würde eine Schließung der Polizei eine gründliche Suche im Wald ermöglichen.

Fraport wollte kein Aufsehen. Hätten Waldarbeiter nach Jahren, unter vermoderten Laub und von Pflanzen überwuchert ein Teil gefunden hätte man es womöglich zum Müll gegeben und keiner hätte sich dafür interessiert. Diesmal ist es jedoch dumm für die Fraport gelaufen, ihr Informationsgebaren wurde wieder einmal enttarnt. Da nützt es nichts, dass sie irgend etwas nach Braunschweig meldeten.

3 Gedanken zu „Teile Absturz: Informationsgebaren enttarnt

  1. Auf die Idee, dass Fraport diese Teile gar nicht finden wollte, bin ich nicht gekommen. Aber das passt. Ohne Teile kein Aufsehen. Deshalb hat man die Landeklappe, die vor 5 Jahren in den Wald fiel, wohl auch nie gefunden. Das diese Teile wichtig sind um die Ursache des Vorfalls zu ermitteln, das ist Fraport wohl egal! Was würde man auch anderes von denen erwarten.

    • Im Strassenverkehr würde man dieses Verhalten “Fahrerflucht” nennen. Wenn ich glaube, dass mich keiner gesehen hat verschwinde ich. Wird mein Fahrzeug ermittelt, versuche ich mich rauszureden. “Wann soll das den gewesen sein?”. “Kann ich nicht erinnern wer führ”. Diese Methode hat man ebenfalls versucht in dem man sagte “Er ist ohne Landeklappe angekommen. Es ist durchaus möglich, das der Pilot den Verlust nicht bemerkte”.

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