Fraport unter Druck – neue Imagekampagne

Presseerklärung der BIS zur neuen Imagekampagne von Fraport
BÜRGERINITIATIVE  SACHSENHAUSEN
GEGEN  EINE NEUE  LANDEBAHN 

BIS fordert von Luftverkehrswirtschaft Taten statt Phrasen

Am Jahresende steht die Luftverkehrswirtschaft aufgrund des massiven Imageverlustes mit dem Rücken an der Wand. So überziehen Fraport AG, Condor und Lufthansa  mit einer flächendeckenden Imagekampagne „Ja zu FRA“  aktuell das Rhein-Main-Gebiet. Die BIS Bürgerinitiative Sachsenhausen gegen eine neue Bahn nimmt mit Befremdung zur Kenntnis, dass die Luftverkehrswirtschaft einen solchen Aufwand für nötig hält. „Dies kann eigentlich nur eines bedeuten: Sachlich sind die Argumente der Betroffenen richtig, der Bau der neuen Landebahn war eine Fehlplanung– jetzt kann die Wirtschaft nur noch versuchen über die Emotionen zu gewinnen“, sagt Ursula Fechter von der BIS. Dabei sei nicht ganz klar, worauf die Kampagne mit „Ja zu FRA“ Bezug nehme: „Wir sind ja keineswegs gegen den Flughafen an sich – allerdings in einer Größenordnung, die in unsere Region passt“, so Fechter. „Der Ausbau geht eindeutig über das erträgliche Maß hinaus.“

Auf der Kampagnen-Plattform ist zu lesen, „der Initiative „Ja zu FRA!“ ist es wichtig, diesen Aspekt [Belastung durch den Ausbau] des Luftverkehrs nicht auszuklammern.“ Allerdings finde innerhalb der Kampagne weder zum Fluglärm noch zu den anderen Belastungen die mit dem Flughafen einhergehen eine Auseinandersetzung statt, so Fechter. Das Anliegen der Kampagne „offen und transparent auf die Menschen in der Region zu[zu]gehen“, gelte also lediglich für diejenigen, die den Flughafen uneingeschränkt befürworten.

„Für die betroffenen Bürger rund um den Frankfurter Flughafen klingen die Werbephrasen nach Hohn und Spott“ sagt Fechter. „Für uns stellt sich wieder einmal die Frage, wie die Politik es zulassen kann, dass sich ein öffentliches Unternehmen wie Fraport offen gegen die massive Betroffenheit der Bevölkerung stellt.“ Statt Lippenbekenntnisse, dass „Ja zu FRA“ „die Sorgen und Nöte ernst nehme, fordern wir Taten wie zusätzliche Lärmschutzmaßnahmen und die Einsicht, dass diese Bahn nicht in das dicht besiedelte Rhein-Main-Gebiet passt. „Das Geld dafür scheint im Werbebudget des Flughafenbetreibers und dessen Kunden ja ohne weiteres vorhanden zu sein.“ Die Imagekampagne bringe die Region in dem Konflikt jedenfalls keinen Schritt weiter, so Fechter, „sondern verhärte die Fronten zusätzlich

3 Gedanken zu „Fraport unter Druck – neue Imagekampagne

  1. Und wieder dreht uns Schulte eine lange Nase! Menschenrechtsverletzungen an 365 Tagen im Jahr und Fraport zieht dabei zynisch und respektlos mit neuer Werbekampage durch Hessens verlärmte Regionen (Leuchtreklame Bushaltestelle Sachsenhäuser Warte, auch gegenüberliegende Straßenseite und am Südfriedhof). Diese fragwürdige Selbstvermarktung aus Profit ziert auch das Parkhaus Börse. Keine Visionen und schon gar keine Lösungen, keine Antworten auf dringende Fragen der Bürger aber mit falschem Stolz ein regelrechtes selbstverliebtes Vernichtungsprogramm ins Leben rufen.
    Fraport muss mit ja-zu-FRA drigend seinen Fanclub erweitern, sucht auch auf HR1/HR3 Anhänger… Damit ist alles gesagt.

  2. Ooh, Du Spottbillige, das gibt’s nur bei FRAport, nehmen Sie alle Teil an FRAports Arbeitsplatzwunder, denn
    es gibt noch eine neue Werbeaktion am Flughafen.
    Ein Service für Weihnachtsurlauber: “Geben Sie Ihren Mantel bei uns ab”.
    Vom 20.12. bis 13.1. können am Flughafen dicke Jacken und Mäntel vor Abflug in der Gepäckaufbewahrung abgegeben werden und nach der Landung wieder abgeholt werden. Kosten: 50 Cent am Tag (ein echtes Schnäppchen, wenn man einen Vergleich zur Parkhausgebühr mit 4€/Std. zieht).
    Auf weitere Service-Fortsetzungen sollten wir uns schon freuen.
    z.B. Lassen Sie vor dem Abflug in der VIP Lounge Ihre Schuhe per Hand polieren (1 Euro Job) für’s Personal selbstverständlich kostenlos.
    Das Dienstleistungs-Gewerbe lenkt Hessens Bürger wieder mal ab und speist gleichzeitig Schulen in FRAports Lärmhauptstadt mit ein paar Lüfter ab, zwingt Kinder somit zur Käfighaltung. Das dringend benötigte Geld für Schallschutzfenster wird mit Werbeaktionen “best pictures in town” aus dem Flieger gefeuert. Ganz schlimme Berater, die Herr Schulte an seiner Seite hat. Durch dieses ProFRA-Verhalten schürt er noch mehr Konflikte herbei. So kann er seinen Ruf kaum noch retten.

  3. Das wahre Gesicht der FRAPORT AG sieht leider anders aus.
    Die einzige Garantie für Fraports Masse ist die finanzielle Zusatzhilfe vom Staat. Fraport bettelt mit Werbung um Anerkennung, erkämpft sich Macht, verschleiert so die Realität.

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