Fraport legt Generalausbauplan und Prognosen vor

Aussagen:
November 2002
Wilhelm Bender
Manfred Schölch

Fraport legt Generalausbauplan vor – Bis 2006 Investitionen von 3,3 Milliarden Euro

Prognosen der Fraport

Im Generalausbauplan 2000 – eine Fortentwicklung der Pläne von 1990/91 und 1995 – werden, ausgehend vom Bestand des Frankfurter Flughafens am 31. Dezember 2000 und mit Bezug auf die landesplanerische Beurteilung zum Raumordnungsverfahren vom 10. Juni 2002, Leitlinien für die Entwicklung des Airports bis zum Jahr 2015 vorgegeben. Bender sagte, diese schriftlich dokumentierte Leitplanung für die Flughafeninfrastruktur mit dem “Herzstück Ausbau” sei nicht nur eine interne Festlegung, sondern schaffe auch nach außen Transparenz: “Wir legen unsere Karten auf den Tisch.”
Der Plan, der Grundlage für den im Frühjahr anstehenden Antrag der Fraport für das Planfeststellungsverfahren zum Ausbau werden wird, weist drei Schwerpunkte auf: Bau einer Landebahn, eines neuen Terminals im Südosten auf dem Gelände der US-Airbase sowie einer Werft für die Wartung der neuen Großraum-Flugzeuge vom Typ Airbus A 380 südlich der beiden Ost-West-Parallelbahnen.
Dem Generalausbauplan liegen folgende Prognosen der Fraport zugrunde. Die Zahl der Passagiere soll von knapp 50 Millionen im Jahr 2000 bis 2015 auf 82,3 Millionen steigen, die Zahl der Starts und Landungen im gleichen Zeitraum von 459 000 auf 660 000. Während das allgemeine Frachtaufkommen ebenfalls wachsen soll (von 1,6 auf etwa 2,8 Millionen Tonnen), wird sich die Postfracht von 141 000 Tonnen auf 86 000 Tonnen vermindern. Grund dafür ist nach Benders Worten der Wegfall des Nachtpoststerns durch das angestrebte Nachtflugverbot auf Rhein-Main zwischen 23 und 5 Uhr.