Fluglärm vor Ort erfahren – Einladung an hessische Politiker

Test gtergrerehregh

Dr. Ursula Fechter

Presseerklärung:

Fluglärm hautnah vor Ort erfahren

Tagung des Wirtschafts- und Verkehrsausschuss des hessischen Landtages in Sachsenhausen gefordert

„Wie viele von den Mitgliedern des für den Fluglärm verantwortlichen Ausschusses können die Situation der lärmgeplagten Bürger tatsächlich nachvollziehen?” 

Sicher die Wenigsten.  Dem wollen wir abhelfen und haben daher die Mitglieder des Wirtschafts- und Verkehrsausschusses eingeladen, eine ihrer nächsten Sitzungen im südliche Sachsenhausen abzuhalten“, so Ursula Fechter, Sprecherin der BIS Bürgerinitiative Sachsenhausen gegen eine neue Landbahn. „ Wenn es den Politikern, die gerne in den Medien  ihre Betroffenheit äußern, ernst ist, dann muss es schon  ihrem Interesse sein, sich vor Ort ein Bild zu machen und damit ein Zeichen zu setzen. Es darf nicht noch einmal passieren, dass sich Politiker, nach einem von ihnen verabschiedeten Beschluss, wie dem Flughafenausbau, hinterher äußern: so laut hätten sie sich das nicht vorgestellt. Wir sind gespannt auf die Reaktion des Ausschussvorsitzenden, Herrn Reif, dem wir den beigefügten Brief  geschrieben haben,“ so Fechter abschließend.

Hier das Anschreiben im Wortlaut:

Sehr geehrter Herr Reif,

ich wende mich an Sie als Vorsitzender des Ausschuss für Wirtschaft und Verkehr und möchte Sie und den gesamten Ausschuss hiermit im Namen der Bürgerinitiative Frankfurt Sachsenhausen herzlich einladen eine Ihrer nächsten Ausschusssitzungen (z.B. am 13 September) bei uns in Sachsenhausen abzuhalten.

Da der Ausschuss Wirtschaft und Verkehr maßgeblich verantwortlich ist für den Flughafen und damit die neue Landebahn und den daraus resultierenden Fluglärm und Gesundheitsgefahren sowie Lebenseinschränkungen, wäre es sicherlich von Vorteil einmal in einer der betroffenen öffentlichen Einrichtungen hier in Frankfurt Sachsenhausen zu tagen. In diesem Zusammenhang könnte die Bürgerinitiative Sachsenhausen auch eine Ortsbegehung von öffentlichen Einrichtungen, Spielplätzen und dem Erholungsgebiet Stadtwald organisieren, damit sich alle Ausschussmitglieder wenigstens für kurze Zeit einen detaillierteren Eindruck bekommen von unserer dramatisch veränderten Lebenssituation im Frankfurter Süden.

Mir ist bewusst, dass dieses Anliegen ungewöhnlich ist und einen organisatorischen Mehraufwand mit sich zieht. Aber dies ist unsere Situation hier in Sachsenhausen seit Eröffnung der neuen Landebahn auch. Seit dem 21 Oktober 2011 befinden wir uns in einem Ausnahmezustand. Der Notzustand verschlimmert sich jeden Tag und je länger politisch nichts zur Verbesserung der Situation unternommen wird, desto dramatischer werden die Zustände im Frankfurter Süden. Schlafstörungen, Depressionen, Aggressionen und Krankheitsanfälligkeiten werden mit jedem Tag mehr. Die Menschen in Frankfurt Sachsenhausen sind der neuen Landebahn völlig schutzlos ausgeliefert und fühlen sich von der hessischen Landespolitik allein gelassen. Es ist, glaube ich, für jemanden der diesen Terror nicht tagtäglich erleben muss kaum vorstellbar, wie menschenverachtenden unsere Lebenssituation geworden ist.

Vor diesem Hintergrund möchte ich Sie bitten ein politisches Zeichen zu setzen und eine ihrer nächsten Ausschusssitzungen hier abzuhalten. Mit einigen Ausschussmitgliedern habe ich zum Thema Landebahn schon detailliertere Gespräche geführt, in denen mir auch eine Bereitschaft eine Ausschusssitzung in Sachsenhausen abzuhalten signalisierte wurde.

 

Um den organisatorischen Mehraufwand zu minimieren, lassen Sie mich bitte wissen welche für räumlichen Anforderungen erfüllt seinen müssen, um eine Ausschusssitzung in Sachsenhausen auszurichten, damit wir Ihnen entsprechende Räumlichkeiten zur Verfügung stellen können

 

 

 

 


Kommentar verfassen