Feldmann und Heilig gegen Fluglärm

Oberbürgermeister Feldmann und Umweltdezernentin Heilig vereinbaren gemeinsames Vorgehen gegen Fluglärm
Eine MELDUNGEN des Presse- und Informationsamt Frankfurt am Main vom 13.02.2013


ENGER SCHULTERSCHLUSS IM KAMPF GEGEN DEN LÄRM
Oberbürgermeister Feldmann und Umweltdezernentin Heilig vereinbaren gemeinsames Vorgehen gegen Fluglärm
(pia) Vertreter aller Frankfurter Bürgerinitiativen folgten der Einladung des Oberbürgermeisters in den Römer. Oberbürgermeister Peter Feldmann unterstrich, „dass die Bürgerinitiativen keine Gegner oder Feinde unserer Stadt sind, sondern im Gegenteil für ein lebenswertes Frankfurt kämpfen. Dieses Engagement ist legitim und im Interesse unserer Stadt.“ Umweltdezernentin Rosemarie Heilig kündigte an, dass sie in engem Schulterschluss mit dem Oberbürgermeister und dem gesamten Magistrat die Interessen der Anwohner des Flughafens mit großem Nachdruck in der Region vertreten werde: „Dazu gehört selbstverständlich, dass ich an allen Sitzungen der Fluglärmkommission selbst teilnehmen werde. Die Ausweitung der Rückenwindkomponente geht zu Lasten des Südens Frankfurts und wird von mir abgelehnt. Generell muss die tatsächliche Lärmbelastung mit der im Planfeststellungsbeschluss prognostizierten verglichen werden.“

Die Umweltdezernentin sagte zu, die Bürgerinitiativen vor jeder Sitzung der Fluglärmkommission zu informieren und Anregungen und Kritik der Bürger in das Gremium einzubringen, wenn sie aus fachlicher Sicht berechtigt ist. Darüber hinaus vereinbarten Feldmann und Heilig zwei öffentliche Veranstaltungen zu den Themen Optimierung der Flugrouten, verlässlichen Lärmobergrenzen und Möglichkeiten der Ausweitung des Nachtflugverbotes auf die Zeit von 22 bis 6 Uhr.

Als Ansprechpartner und Koordinator verständigten sich die Bürgerinitiativen auf den Niederräder und Sprecher der Bürgerinitiative „Eintracht gegen Fluglärm“, Helmut Mader. Er wird in enger Zusammenarbeit mit Ursula Fechter, Sprecherin der Bürgerinitiative Sachsenhausen, alle Fragen, Anregungen und Kritik der Bürger sammeln und an den Magistrat weiterleiten. 

Oberbürgermeister Feldmann und Umweltdezernentin Heilig setzen in ihrem Einsatz gegen den Fluglärm auf einen „offenen und fairen Dialog auf Augenhöhe“. Dieses Angebot wurde von den Bürgerinitiativen gerne angenommen. „Wir setzen auf einen Neustart im Verhältnis der Stadt mit den von Fluglärm betroffenen Menschen. Jedes Dezibel weniger Lärm ist ein Erfolg im Interesse unserer Stadt.“

Einig waren sich die Teilnehmer des Treffens in ihrer Kritik an dem bisherigen Vorgehen der Landesregierung, dieses sei von zwei entscheidenden Fehlern geprägt. Der schwerste sei fraglos die Klage gegen das von der Mediation vereinbarte Nachtflugverbot. Aber auch der von der Landesregierung gewählte Weg der Planklarstellung statt eines ergänzenden Verfahrens zur Heilung dieses Wortbruches sei falsch, denn dadurch werde eine erneute Abwägung zwischen Lärmbelastung und Auslastungsinteresse verhindert. Man könne nun nur hoffen, dass die Stadt Offenbach mit ihrer Klage gegen dieses Vorgehen der Landesregierung Erfolg habe. 

Namens der Frankfurter Bürgerinitiativen bedankte sich Mader bei der Dezernentin und dem Oberbürgermeister für das aufgeschlossene und ermutigende Gespräch: „Dies ist ein erfreulich neuer Stil im Römer, der uns mit Zuversicht in die Zukunft schauen lässt.“

3 Gedanken zu „Feldmann und Heilig gegen Fluglärm

  1. OB Feldmann und Fr. Heilig sollten schnell mal daran arbeiten und auch die schweigende Mehrheit aufrütteln und zwar in der Presse, immer wieder. Denn wir – gerne als Minderheit beschimpft – müssen den Lärm ertragen, haben keine Ruhephasen mehr und der Rest hat das Vergnügen! Für mich wäre ERSTMAL Step by Step in Ordnung (2 gewonnene Schlafstunden, Deckelung der Flugbewegungen, begrenzte Landungen auf der NW LB täglich) – und das bitte bald. Gerne noch im Jahr 2013 liebe Fr. Heilig, Herren der FLK, OB und Heider!
    Denn was man hat, das hat man.
    Man muss sich doch klar sein, dass die Schließung der LB NW ein sehr langer Prozess ist und nicht von heute auf morgen zu realisieren ist. BVG, schlimmestensfalls Europ. Gerichtshof kann dauern.
    Der Ausbau von fraport bedroht die Gesundheit vieler Menschen.

  2. “dass die Bürgerinitiativen keine Gegner oder Feinde unserer Stadt sind, sondern im Gegenteil für ein lebenswertes Frankfurt kämpfen”
    Das ist ein Schlüsselsatz. Genau so wie FRAPORT sich natürlich nur, und ohne eigenes Interesse, zum Wohl der Bürger, der Stadt und der Region einsetzt, genau so geht es uns in der öffentlichen Darstellung natürlich nicht um die egoistischen Interessen von lärmsensiblen Einsiedlern die sich eine Sanatoriumsruhe wünschen. Nein, wir wetteifern mit FRAPORT um das gleiche Ziel. Frankfurt soll attraktiv sein, mit herrlichen und sozial gesunden und ausgeogenen Wohngebieten besonders in Sachsenhausen, Niederrad und Lerchesberg. Da lassen wir uns von niemandem und schon gar nicht von der FRAPORT und der LH überbieten. Diese heere Ziel macht es auch den uns gewogenen Politkern, wie Feldmann und wohl auch Heilig, leichter unsere Sache zu untersützen. Wir kämpfen nicht für uns sondern für die Gemeinschaft aller Frankfurter. Die Formulierung unserer Ziele und die von uns vorgebrachten Ideen müssen für alle Franfurter größere Vorteile bringen als die offensichtlich egoistischen und auf falschen Prämissen beruhenden Pläne der FRAPORT. Wir sind die Guten und FRAPORT sind die Bösen.

  3. Ja, Herr Schmidt, das stimmt. Wir kämpfen für alle Frankfurter, auch für die, die das Thema Fluglärm nicht interessiert, für die, die nix davon wissen wollen, wegen der *nicht vorhandenen* Arbeitsplätze…. und selbstverständlich auch für die, die den Ausbau auch noch befürworten! Wir sind wirklich die Guten. Und OB Feldmann sollte nicht vergessen, warum er Oberbürgermeister der Stadt Frankfurt geworden ist, doch nur durch die Stimmen des Ffm.Südens. Der Sachsenhäuser Berg war noch nie ein Sanatorim der Ruhe, wir hatten schon vor 30 Jahren Flugbewegungen, der Lärm nahm eben ständig zu, bis der pure Horror uns einholte, die Monsterbahn NW = Niemand will’se.

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