Der Schallschutz ist unzureichend

121dwnDer Schallschutz des Berliner Flughafens ist unzureichend. Ein Gericht entschied, die Betreiber hätten die Regeln „systematisch verfehlt“. Die Richter warfen den Betreibern des BER vor, die Schallschutzregeln „systematisch verfehlt“ zu haben. Den Anwohnern seien zudem nur unzureichende Schallschutzfenster zugestanden worden. Anscheinend wollten der Betreiber an  Kosten sparen.

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4 Gedanken zu „Der Schallschutz ist unzureichend

  1. Es ging in Berlin darum, ob der Schallpegel innerhalb von Wohnungen 6 oder 9 mal pro Tag über 55 dB, Einzelereignis !!, liegen darf. Das Oberverwaltungsgericht Berlin hat entschieden, ohne Möglichkeit der Revision, NEIN, auch 1 Mal ist zuviel !
    Das ist eine sensationelle Entscheidung, denn hier geht es zum ersten Mal um einen Einzelwert, nicht mehr um dubiose Mittelwerte, und es geht nicht wie in Frankfurt um die lärmdämmende Wirkung von Fenstern sondern man misst das Resultat.
    Wenn das in Berlin bei ca. 14.000 betroffenen Wohnungen Kosten von ca. 300 Mio € auslöst, dann kann sich FRAPORT schon mal auf eine Milliarden Summe einstellen, denn im Rhein-Main Gebiet ist ein Vielfaches an Wohnungen betroffen.
    Warum werden Berliner Bürger besser gestellt als Bürger aus Frankfurt? Haben wir ein Rechtsgebiet oder herrschen hier Zustände wie vor der Zollunion?
    Eine äußerst erfreuliche Entwicklung und daraus ergeben sich klare Fragen und Herrn Feldmann und Frau Heilig am 03.05.13. An Herrn Bouffier und Herrn Rentsch sowieso.

    Wenn das in Berlin Kosten auslöst

  2. Das Unwichtigste sind doch die Menschen, die unter der extremen Fluglärmbelastung zu leiden haben, so sehen es die Politiker, die Airlines, die Flughafenbetreiber und auch – leider – die nicht vom Fluglärm betroffenen Ignoranten. Auch eine Hausverwaltung aus Krs. OF, zuständig für ein Objekt auf dem Sachsenhäuser Berg, verharmloste mit einer Gleichgültigkeit den Lärm (die schlimmste Haltung die man haben kann) und somit auch die Schutzvorkehrungen. Nach schlechtester Beratung wurden 42dB-Schallschutzfenster eingebaut, die kaum spürbare Entlastung gebracht haben. Eigentümer haben zigtausend Euro an Sonderzahlungen geleistet mit dem Ergebnis, dass sich an der Lebens- und Wohnqualität unter dem Lärmteppich fast nichts geändert hat. Das ist unglaublich. Jeder, der in absehbarer Zeit den Einbau von Schallschutzfenstern ins Auge fasst sollte sich sehr gut beraten lassen.

  3. Die Erfahrungen mit den Schallschutzmaßnahmen müssen bei den BIs gemeldet und gebündelt werden, damit die Methode dahinter erkannt und denunziert werden kann. Da werden in der gleichen Straße bei Nachbarhäusern einmal 5000 € bewilligt und einmal 600 €. Da werden Gutachter direkt übernommen und in anderen Fällen erst hinterher erstattet oder sogar abgelehnt. Wenn das einzelne Briefe sind die da bei FRAPORT oder in Darmstadt eintreffen, machen die keinen Eindruck und haben keinen Effekt. wären die BIs in der Lage eine einfache Statistik zu erarbeiten deren Stand man dann an jedem Montag vortragen könnte? Wer hat schon? In welchen Größenordnungen bewegen sich die Zahlungen? Wer ist zufrieden und wer nicht?
    Das sind wichtige Informationen die die andere Seite sicher nicht herausrückt, oder können wir die fordern?

  4. Muß sich eine BI wirklich mit den Methoden eines Verwalters herumschlagen? Das Problem ist bekannt. V. bagatellisieren doch alles, man könnte meinen, sie bewegen sich auf der gleichen Ebene wie Fraport. V. sind doch auch nur daran intressiert schnelles Geld zu verdienen. Man hört über Verwalter nie etws positives.
    Angemessen wären bei dem Lärmteppich mind. 45-50 dB-Schallschutzfenster.
    Zu diesem Thema hat man in Berlin die Hosen voll. Es wird früher reagiert als rund um den Fra-Flughafen. Hier im Süden hat sich noch nicht viel getan, fast alle haben noch “alte” Fenster und müssen den unerträglichen Fluglärm bis ins Innere ihrer Wohnungen und Häuser ertragen. Fraport hat es geschafft, die ganze Region in ein Zweiklassen-System zu verwandeln. Da kann man die Menschen, die jeden Montag ihren Frust abbauen, sehr gut verstehen. Doch reicht das wirklich? NEIN!

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