CDU-Wahldebakel belastet Fraport

Gelesen in: boerse.ARD.de

Nach der Landtagswahl in Hessen sorgen sich die Anleger um den Flughafenbetreiber Fraport. Denn dessen Zukunft hängt stark vom geplanten Ausbau des Frankfurter Flughafens ab. Die Aktie des MDax-Mitglieds brach in der Spitze um 8,7 Prozent auf 46,85 Euro ein. Das war der tiefste Stand seit August vergangenen Jahres.Der amtierende Ministerpräsident Roland Koch (CDU) sei aus der Landtagswahl zumindest deutlich geschwächt hervorgegangen, sagte ein Marktbeobachter. Das stelle in den Augen einiger Anleger den Flughafenausbau wieder in Frage und schwäche Fraport, ergänzte er.

Sturm im Wasserglas?
Dem widersprach jedoch Analyst Peer-Ola Hellgren von der LBBW. Der Kursverlust stehe in keiner Relation zur Wirklichkeit. Ähnlich sieht das auch das Analystenhaus Equinet. Die führenden Parteien CDU und SPD unterstützten den Ausbau des Frankfurter Flughafens, sagten die Analysten. Nur die Grünen und die Linke seien gegen einen Ausbau. Daher sehr es sehr unwahrscheinlich, dass die neue Regierung gegen die Expansion sein werde. Lediglich das Nachtflugverbot könne in die Diskussion geraten. Denn bei diesem Punkt hatte sich die bisherige CDU-Regierung für umfangreiche Ausnahmen ausgesprochen.

Der Frankfurter Flughafen sieht sich schon seit einigen Jahren zunehmenden Kapazitätsbeschränkungen gegenüber. Der Flughafen verfügt derzeit drei Start- bzw. Landebahnen. Um weiter wachsen zu können, ist man auf die Erweiterung um eine weitere Bahn angewiesen.

Kommentar verfassen