Auch die EU liebt Flughäfen

Geht es um das Energiesparen denkt die EU ganz klein. Glühlampen, Staubsauger und Toaster sollen es es richten. Geht es um Flughafen kann es nicht gross genug sein. So zahlt die EU 100 Millionen Euro für drei Geister-Flughäfen in Polen.

Kein anderes EU-Land hat so viel Geld für seine Flughäfen erhalten wie Polen. Doch falsche Prognosen führten zu einem Überangebot. Um die Fehlplanungen zu korrigieren muss wieder Geld ausgegeben werden. Dürfen wir dieses Irrenhaus jemals wieder verlassen?

Der Blick auf die jährlichen Passagierzahlen stellt allerdings die Sinnhaftigkeit der Investition  auch hier infrage.

Die polnischen Behörden hatten für alle drei Flughäfen (Lodz, Lublin und Rzeszow) mit jährlich mehr als drei Millionen Passagieren gerechnet. Tatsächlich aber waren es im vergangenen Jahr nur insgesamt 1,1 Millionen Fluggäste. Für Lodz beispielsweise gab es 2009 eine Machbarkeitsstudie von Ernst & Young. Darin rechnete das Unternehmen mit mindestens 1,042 Millionen Passagieren für 2013. Tatsächlich waren es in Lodz aber nur 353.633 Fluggäste.

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